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Hauptwohnsitz und Wohngeld

05.08.2021 22:16 |
Preis: 40,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


Guten Tag, mein Sohn geht für 6 Monate innerhalb eines Bundesfreiwilligendienstes nach Stralsund. Da er nur ein sogenanntes Taschengeld für seine Tätigkeit bekommt (380 Euro + Kindergeld) kann er sicherlich Wohngeld für ein dortiges Zimmer (290 Euro Miete) innerhalb einer WG beantragen. Außerdem muss er natürlich finanziell weiter (von mir) unterstützt werden.
Meine Fragen:
-Muss er sich für die Beantragung des Wohngeldes dort als Hauptwohnsitz anmelden und sich bei seinem derzeitigen Hauptwohnsitz (bei mir) abmelden?
-Geht dies auch für eben diese 6 Monate und dann meldet er sich wieder an seinem jetzigen Wohnsitz als Hauptwohnsitz an?
-Hat dies für mich als alleinerziehende Mutter mit der Steuerklasse 2 finanzielle Nachteile?
-Und muss ich diese Situation irgendwo angeben, zb in der Steuererklärung?

Ich danke Ihnen für die Antwort,
Mit freundlichen Grüßen

08.08.2021 | 07:20

Antwort

von


(1786)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Ja, der Hauptwohnsitz muss in Schwerin sein, denn es gilt:

Wohngeldgesetz (WoGG)
§ 5 Haushaltsmitglieder
"(1) Haushaltsmitglied ist die wohngeldberechtigte Person, wenn der Wohnraum, für den sie Wohngeld beantragt, der Mittelpunkt ihrer Lebensbeziehungen ist.

"Haushaltsmitglied ist [zwar] auch, wer

3.
mit einem Haushaltsmitglied so zusammenlebt, dass nach verständiger Würdigung der wechselseitige Wille anzunehmen ist, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen,
4.
mit einem Haushaltsmitglied in gerader Linie oder zweiten oder dritten Grades in der Seitenlinie verwandt oder verschwägert ist,
[...]

und mit der wohngeldberechtigten Person den Wohnraum, für den Wohngeld beantragt wird, gemeinsam bewohnt, [allerdings nur] wenn dieser Wohnraum der jeweilige Mittelpunkt der Lebensbeziehungen ist.

In Zweifelsfällen ist die vorwiegend benutzte Wohnung dort, wo der Schwerpunkt der Lebensbeziehungen des Einwohners liegt. Das ist melderechtlich die Hauptwohnung.

Nur eine Ausnahme gibt es: Hauptwohnung eines minderjährigen Einwohners ist die vorwiegend benutzte Wohnung der Personensorgeberechtigten; leben diese getrennt, ist Hauptwohnung die Wohnung des Sorgeberechtigten, die von dem minderjährigen Einwohner vorwiegend benutzt wird.

2.
Das Wohngeld würde dann für sechs Monate gezahlt werden.

3.
Steuerliche Nachteile sehe ich nicht, die man umgehen könnte, da schließlich der Hauptwohnsitz in Schwerin anzumelden ist, dass also zwingend ist, auch etwaige steuerliche Nachteile für Sie beide in Kauf genommen werden müssten.

4.
Richtig, Sie beide müssten das bei Ihrem Finanazamt angeben, den Umzug, der wiederum steuerlich von Ihrem Sohn geltend gemacht werden kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

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