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Hauptwohnsitz Arbeitsort

13.04.2005 17:05 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


13:18

2001 getrennt lebend Arbeitsort in Ba. Wü beibehalten Arbeitswohnung in Schulort und Ministeriumsnähe gesucht (halbes Deputat Lehrer/ halbes Deputat Tätigkeit vom häuslichen Büro aus für das Kultusministerium

2002 Hauptwohnsitz nach Bbg. verlegt - der Rest wie vorher
Bewerbungen in Bbg.erfolglos - daher Arbeitsort Ba.Wü und Nebenwohnsitz beibehalten

2003 Heirat und alles wie vorher

Kann ich steuerlich aus dieser Situation etwas absetzen?

13.04.2005 | 17:24

Antwort

von


(141)
Nürnberger Strasse 24
63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
Web: http://www.glatzel-partner.com
E-Mail:

Sehr geehrter Rechtssuchender,

soweit ich Ihre Schilderung verstehe, sind Sie seit 2003 verheiratet und der Wohnsitz für die Arbeitsstätte und der eheliche Wohnsitz sind getrennt. Daher können Sie ab dem Veranlagungszeitraum die Doppelte Haushaltsführung geltend machen. Das heisst, dass Sie die Mehrkosten, die Ihnen aus dem zweiten Wohnsitz bei der Arbeisstätte entstehen steuerlich absetzen. Also Mietkosten für den zweiten Wohnsitz an der Arbeitsstätte und Familienheimfahrten einmal die Woche. Für die ersten drei Monate der doppelten Haushaltsführung können Sie eine Verpflegungskostenpauschale von 24 € pro vollen Kalendertag ansetzen.

Das tolle an der Sache ist nun, dass diese Regelung früher auf zwei Jahre befristet war. Nach der Steuerreform können Sie nun die Kosten für eine Doppelte Haushaltsführung auf unbegrenzte Zeit geltend machen :-). Der Gesetzgeber hat erkannt, dass der Arbeitnehmer unter immer stärkeren Flexiblisierungsdruck steht und daher an immer neuen Arbeitsorten eingesetzt wird. Dann muss er aber zumindest auch die ihm daraus entstehenden Kostennachteile steuerlich geltend machen können.

Mit freundliche Grüssen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt




Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Rückfrage vom Fragesteller 15.04.2005 | 10:55

Mein Mann wurde nicht dort eingesetzt, sondern hat sich aufgrund der Sachlage, dass er hier keine gleichwertige Arbeitsstelle bekommen kann (Lehrer + Funktionsstelle) persönlich dazu entschieden, zu mir ins Land Brandenburg zu ziehen (Hauptwohnsitz) unter Beibehaltung seiner Arbeitsstelle in Baden-Württemberg (seit 1985). Zwei vergebliche Bewerbungsverfahren ließen uns zu der Entscheidung kommen, dass es gut und nötig ist, seinen Arbeitsplatz beizubehalten. Ist es für die "Doppelte Haushaltsführung" von Belang, ob der Betrieb oder man selbst es entschieden hat?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.04.2005 | 13:18

Sehr geehrte Rechtssuchende,

das macht gar keinen Unterschied für die Annahme der Doppelten Haushaltsführung. Sie können sich natürlich selber entscheiden, ob Sie an einem auswärtigen Wohnort eine Arbeitsstelle nehmen.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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