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Hauptmieter bedroht Untermieter und droht körperliche Gewalt an

15.12.2020 09:11 |
Preis: 25,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Gewalttätigkeiten oder die Androhung von Gewalttätigkeiten stellen regelmäßig einen außerordentlichen Kündigungsgrund dar, der zur fristlosen Kündigung berechtigt.

Im Oktober bin ich in eine neue WG mit einem Hauptmieter eingezogen und 4 Untermietern.
Am Anfang war alles gut, aber dann hat sich schlagartig die Stimmung geändert. Zunächst war es relativ harmlos, doch dann hat er meine Mitbewohnerin bedroht und ihr Dinge gesagt wie: " Du kannst froh sein, dass ich dir keine runterhaue". Außerdem droht er uns immerwieder mit fiktiven Kosten, die gar nicht nachzuvollziehen sind und nutzt dies, um uns dazuzubekommen, dass wir tun was er sagt.
Der Hauptmieter vermietet 5 Zimmer, eins mehr, als mit dem Vermieter ausgemacht ( das hat er in großer Runde am Tisch selbst gesagt) und lebt quasi auf unsere Kosten, plus verdient durch uns noch Geld. Heute morgen, ist er ausgerastet und hat die Hand gegen mich erhoben. Bevor er mich schlagen konnte, sagte ich ihm, dass er mich nich anzufassen hat, da er sonst Konsequenzen tragen müsse und er hat es nicht getan. Aber das war das zweite Mal, dass er einem Untermieter körperliche Gewalt angedroht hat. Außerdem sagte er, er würde mich an Weihnachten auf die Straße setzen und dann könnte ich sehen wo ich bleibe. Vor einigen Wochen erzählte er uns allen am Tisch, dass er auf der Arbeit Ärger hatte, weil eine Kollegin gesagt hat, er hätte sie angegriffen. Er sagte, dies würde nicht stimmen, aber auf Grund seines Verhaltens ist seine Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen. Vor allem deswegen weil er danach sagte, dies würde ihm öfters passieren.
Mein Mietvertrag geht eigentlich bis April aber ich ziehe schon im Februrar aus... allerdings habe ich Sorge, dass er mich bis dahin noch auf andere Art und Weise nötigen wird....
15.12.2020 | 10:01

Antwort

von


(36)
Braamkamp 14
22297 Hamburg
Tel: (040) 87 50 47 34
Web: http://www.kanzlei-alsterland.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, deren konkreten Inhalt ich der Sachverhaltsdarstellung allerdings nicht mit letzter Gewissheit entnehmen konnte. Ich gehe allerdings davon aus, dass Sie wissen möchten, ob Sie den Vertrag bis April erfüllen müssen.

Die Antwort darauf ist ein klares „Nein". Sie können das Mietverhältnis nach § 543 Abs. 1 BGB außerordentlich fristlos aus wichtigem Grund kündigen. Der wichtige Grund ist hier die nachhaltige Störung des Hausfriedens im Sinne von § 569 Abs. 2 BGB. Bei Gewalttätigkeiten ist es niemanden mehr zuzumuten, dass der Vertrag bis zu seinem planmäßigen Ende erfüllt wird. Aber selbstverständlich muss man nicht erst warten, bis es tatsächlich zu einer solchen Gewalttat kommt. Die Drohung reicht bereits.

Ich gehe davon aus, dass es für das Verhalten des Hauptmieters ausreichend Nachweismöglichkeiten (insbesondere Zeugen) gibt. Dann sollte es auch keine Probleme geben, sollte dieser Fall als Rechtsstreit vor einem Gericht landen. Daneben ist es Ihnen selbstverständlich unbenommen, wegen der hier offenkundig vorliegenden Straftaten die Polizei einzuschalten.

Soweit der Vermieter androht, Sie bis Weihnachten vor die Tür zu setzen, sehe ich da keine Anspruchsgrundlage für ihn. Er muss sich selbstverständlich weiterhin an den Vertrag halten (auch bezüglich der finanziellen Vereinbarungen) und kann ihn nach Ihrer Sachverhaltsschilderung nicht vorzeitig beenden.

Ich hoffe, dass Sie durch meine Antwort einen ersten Überblick gewonnen haben. Sollten Sie noch eine Ergänzungs- oder Verständnisfrage haben, können Sie diese über die kostenlose Nachfragefunktion stellen.

Freundliche Grüße aus Hamburg


Rechtsanwalt Jörn Blank

ANTWORT VON

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