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Haupt und Nebenwohnsitz


| 10.01.2018 16:12 |
Preis: 25,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Bis vor kurzen lag bei meinen Kindern das Wechselmodell in der Betreuung vor. Nun bin ich aber seit längerem erkrankt und kann somit momentan der Betreuung der Kinder nicht nachkommen. Mein Ex Lebenspartner möchte nun, das ich den Hauptwohnsitz der Kinder auf ihn um melde, angeblich aufgrund der Beantragung der Schulbusfahrkarten. Wo laut ihm die Aussage wäre, es sei zwingend erforderlich, um diese in der Schule kostenfrei beantragen zu können. Nun ich möchte dies nicht unmittelbar. Zumal sich mir hier die Frage stellt, welche rechtlichen, finanziellen Nachteile ich dadurch haben könnte.
10.01.2018 | 16:51

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

laut § 7 BGB ist der Hauptwohnsitz der Lebensmittelpunkt einer Person. Folglich sollte immer der Wohnsitz als Hauptwohnsitz gelten, an dem die Kinder sich mehr als die Hälfte des Jahres aufhalten.

Problematisch ist jedoch bei Ihnen, dass bislang ein Wechselmodell vorlag, die Kinder also hälftig bei Ihnen und beim Ex-Partner aufwuchsen und von dem jeweiligen Elternteil betreut wurden. Damit gab es keinen vorzugswürdigeren Hauptwohnsitz, aber auch keiner von beiden Eltern war barunterhaltspflichtig.

Wenn Sie jetzt den Hauptwohnsitz auf die Adresse des Ex-Partners ummelden, geben Sie zu erkennen, dass die Kinder zukünftig dauerhaft beim Partner bleiben sollen. Er wird dann ggf. nach und nach das Aufenthaltsbestimmungsrecht und die elterliche Sorge auf sich beantragen und überdies ggf. noch Kindesunterhalt von Ihnen verlangen.

Bitte erkundigen Sie sich deshalb bei der Schule, ob wirklich der Hauptwohnsitz für die Erteilung der Schulbusfahrkarten bestehen muss und wenn ja, ob es eine Ausnahmeregelung für Ihre Kinder gibt.

Einer Ummeldung des Hauptwohnsitzes würde ich erst, nachdem der zukünftige Aufenthalt der Kinder und die Barunterhaltspflicht dauerhaft geregelt ist, zustimmen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Judith Freund
Rechtsanwältin

Fachanwältin für Familienrecht

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Nachfrage vom Fragesteller 10.01.2018 | 17:30

Vielen Dank zunächst für die Auskunft.
Nun meine Kinder waren bis July letzten Jahres in meiner Fürsorge, das heißt der Vater war unterhaltspflichtig, danach erfolgte das geteilte Wechselmodel. Mein Krankheit begann zu diesem Zeitpunkt deren Voraussetzung?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.01.2018 | 09:57

Ihre Nachfrage ist leider nicht eindeutig zu verstehen, aber : Wenn Sie früher schon mal das Sorgerecht hatten und der Vater unterhaltspflichtig war, ist der Weg eigentlich deutlich vorgezeichnet.

Der Vater hat nun schon den hälftigen Kindesumgang in Form des Wechselmodells, damit entfällt eigentlich seine Barunterhaltspflicht, da er ja anteilig auch für den Unterhalt in Form von Nahrung, Kleidung usw. aufkommt (Naturalunterhalt).
Im klassischen Wechselmodell zahlt nämlich keiner der Beteiligten an den anderen Partner Geld, sondern erfüllt seine Unterhaltspflicht selbst.

Das klingt zwar gerecht, aber es gibt einige Stimmen, die das als sehr ungerecht bezeichnen, da der erwerbstätig gebliebene Vater oft deutlich mehr verdient und sich eine Betreuungsperson für die Kinder leisten kann, die Mutter, die die Kinder aufgezogen hat und daheim geblieben ist, nun aber selbst schauen muss, wo das Geld herkommt.

Wenn Ihre Kinder nun noch deutlich länger als die Hälfte der Zeit beim Vater bleiben und auch ihren Wohnsitz zu ihrem Vater verlegen, wird sich früher oder später die Frage nach Ihrer Barunterhaltspflicht stellen.

Es wird mit Ihrer Krankheit sicher nicht einfacherer, aber Sie sollten unbedingt am Wechselmodell festhalten (Können die Kinder vielleicht in den Ferienzeiten länger bei Ihnen bleiben, so dass über das Jahr gesehen ein etwa hälftiger Umgang eingehalten wird ?).
Ich hoffe, Ihre Fragen vollständig beantwortet zu haben und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Erdenklich Gute!

Bewertung des Fragestellers 13.01.2018 | 09:49


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