Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Hat sie bzw. ihr ältester Sohn Anspruch auf Unterhalt gegenüber seinem Vater, der im Harz 4 ist und

| 05.11.2009 22:10 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo zusammen.
Ich hab da mal ne Frage:
Meine Freundin hat zwei Kinder aus zwei Ehen.
Der Älteste ist 13 und der Jüngste 7 Jahre alt.
Für den Jüngeren bekommt sie Unterhalt von ihrem zweiten Mann.
Für den älteren bekommt sie seit dieser 12 ist gar nichts mehr.
Zuvor lief alles über Unterhaltsvorschusskasse, doch mit zwölf machen die ja bekanntlich den Hahnen zu weil die Kinder dann nichts mehr brauchen.
Ihr erster Mann ist im Harz 4, und man hat meiner Freundin gesagt, klagen und Titel würden ihr gar nichts bringen, da hätte sie eben wegen Harz 4 keine Chance was zu holen.
Ich hab ihr gesagt sie müsse sich wenigstens einen Titel holen da sie, sollte er eines Tages doch zu Geld kommen, dann noch im Nachhinein pfänden lassen kann. Ist das so richtig?

1)Hat sie bzw. ihr ältester Sohn Anspruch auf Unterhalt gegenüber seinem Vater, der im Harz 4 ist und kann sie, bzw. der Sohn später einmal das Geld verlangen falls der Vater etwas hat?

2)Wie wirkt sich ein evtl. kommendes Insolvenzverfahren des Vaters hierauf aus?

3)Darauf brauche ich Antworten und ich bitte vor allem um Mitteilung, ob sie klagen sollte, es besser bleiben lässt, was ein solches Verfahren kostet bzw. ob sie PKH bekommen würde ( sie ist selbst im Harz 4 und arbeitet teilzeit, ca. 800,- brutto) und

4)ob es auch ohne Anwalt und Verfahren, z. b. über Beistandschaft Jugendamt oder einfach Anfordern der Einkommensnachweise ausreichend gesichert ist später Ansprüche geltend zu machen.

Danke im Voraus

Chrissi

05.11.2009 | 22:43

Antwort

von


(745)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Guten Abend, sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage beantworte ich anhand Ihrer Angaben wie folgt:

Ein Unterhaltsanspruch für das minderjährige Kind setzt zwar u.a. voraus, dass der unterhaltspflichtige Vater leistungsfähig ist. D.h. grundsätzlich, dass Einkommen zur Verfügung steht, das den notwendigen Selbstbehalt, der bei rd. 900,00 EUR liegt, übersteigt. Da dies offenbar gegenwärtig nicht der Fall ist, wurde Ihnen die Auskunft erteilt, es lohne sich nicht, den Unterhalt zu titulieren.

Diese Auffassung teile ich allerdings nicht. Im Unterhaltsrecht für Minderjährige gilt nämlich eine "gesteigerte Erwerbsobliengenheit" des Unterhaltsverplichteten. Diese " letzter-Knopf-Theorie" besagt, dass der Verpflichtete alle zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen muss, um den Mindestunterhalt sicherzustellen. Es reicht dabei nicht, einfach darauf hinzuweisen, dass man arbeitslos ist. Es muss vielmehr dargelegt werden, dass trotz ständiger Bewerbungen keine Erwerbsmöglichkeit besteht. Selbstverständlich sind dabei auch Nebenjobs anzunehmen. Die Beweislast dafür, dass keine ausreichenden Mittel erwirtschaftet werden können, liegt dabei beim Vater.

Es kommt durchaus oft vor, dass die Unterhaltsschuldner im Prozess ihre Erwerbsbemühungen nicht ausreichend unter Beweis stellen. Dann wird dem Schuldner unterstellt, dass er genügend verdienen könnte, um den Mindestunterhalt zu zahlen und es ergeht ein Urteil, welches 30 Jahre gültig ist. Die Rückstände laufen dann also auf und können auch zu einem späteren Zeitpunkt vollstreckt werden.

Nur wenn ein Unterhaltstitel vorliegt, können Rückstände später eingefordert werden.

Nach Ihren Angaben wird die Mutter Anpruch auf Bewilligung von Prozeßkostenhilfe haben.

Ein Insolvenzverfahren ändert an der Unterhaltspflicht unter den obigen Voraussetzungen nichts, da der Unterhalt "vorrangig zu befriedigen ist".

Ich hoffe, Ihre Fragen damit zunächst einmal im Rahmen dieser Erstberatungsplattform zufriedenstellend beantwortet zu haben.

Für einen Prozesskostenantrag und ein Klagverfahren stehe ich bei Bedarf gern zur Verfügung.




Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

Bewertung des Fragestellers 05.11.2009 | 23:04

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Superschnelle und klasse Antwort. Prima Anwalt!

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Sascha Steidel »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 05.11.2009
5/5,0

Superschnelle und klasse Antwort. Prima Anwalt!


ANTWORT VON

(745)

Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Miet und Pachtrecht, Internet und Computerrecht, Verkehrsrecht, Erbrecht, Vertragsrecht, Fachanwalt Familienrecht, Grundstücksrecht