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Hat mein Anwalt seine Pflichten verletzt?

| 26.11.2020 09:22 |
Preis: 35,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Ein Anwalt ist verpflichtet, den Mandanten über anstehende Gerichttermine zu informieren. Weiter muss er einen Vergleich mit dem Mandanten abstimmen. Wird man verklagt und man es mit der Forderung nicht einverstanden, muss man sich bei dem Gericht melden gegen die Forderung verteidigen.

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
ich benötige Unterstützung im zivilen Umfeld. Ich habe vor ca 4 Monaten einen Anwalt beauftragt meine Rechte in Sachen Forderung gegen meinen Ex Arbeitgeber durchzusetzen.
Der Anwalt hat dies auch getan, allerdings nur in seinem Ermessen. Die Klageschrift wurde mir erst nach Versand ans Gericht zur Überprüfung übermittelt. Dort wurden Forderungen geltend gemacht, die ich nicht angefragt habe. Dann gab es einen Termin zur Schlichtungsverhandlung, der Gerichtstermin zur Schlichtung wurde mir nicht mitgeteilt. Mein Anwalt ist aber dort erschienen und hat dort eine Vereinbarung getroffen der ich nicht zugestimmt hätte!
Meiner Meinung nach war er lediglich durch die StandardVollmacht dazu nicht bevollmächtigt.
Jetzt akzeptiere ich seine Kostennote nicht und prommt habe ich die Klageschrift im Hause.
Frage 1: Darf er mir den Gerichtstermin verschweigen und eigenmächtig Vereinbarungen treffen die unter meiner Forderung liegen?
Frage 2: Darf der Anwalt einen Streitwert ansetzen, der höher ist als der von mir genannte Streitwert gewesen ist weil er einen Fehler gemacht hat? In der Klage die ich nun erhalten habe, geht es um 2500 Euro
Frage 3: Ist es rechtlich sinnvoll sich gegen die Klage zu wehren? Oder gibt es einen anderen Weg, meine Ansprüche geltend zu machen?

Nochmal zum Verständnis: Mir sind durch sein Verhalten etwa 2234 eur zu wenig von meinem Ex Arbeitgeber gezahlt worden.

Danke für Ihre Rückmeldung.
Ramon Christoffel

26.11.2020 | 11:32

Antwort

von


(574)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Frage 1: Darf er mir den Gerichtstermin verschweigen und eigenmächtig Vereinbarungen treffen die unter meiner Forderung liegen?
Nein, das durfte er nicht. Er hätte Sie über den Gerichtstermin informieren müssen und Sie darauf hinweisen müssen, dass Sie ihn natürlich gemeinsam mit ihm wahrnehmen konnten, auch wenn Sie offenbar nicht persönlich geladen waren. Zudem hätte er den getroffenen Vergleich mit Ihnen abstimmen müssen.
Frage 2: Darf der Anwalt einen Streitwert ansetzen, der höher ist als der von mir genannte Streitwert gewesen ist weil er einen Fehler gemacht hat? In der Klage die ich nun erhalten habe, geht es um 2500 Euro
Grundsätzlich ist der Anwalt verpflichtet, den Gegenstandswert zu nehmen, der vom Gericht festgesetzt wurde. Soweit dieser höher ist als derjenige, der von Ihnen im Besprechungstermin genannt wurde, wäre dies durchaus zu akzeptieren. Sie sollten also einmal in dem Protokoll des gerichtlichen Vergleiches nachschauen, welcher Gegenstandswert dort genannt ist. Alternativ können Sie bei diesem Gericht natürlich auch noch selber ein Antrag auf Streitwertfestsetzung stellen.

Wenn der Anwalt natürlich fehlerhaft ein höheren Klagebetrag gefordert hat, wäre er verpflichtet, auf den Teil seiner Rechnung zu verzichten, der durch den erhöhten Anteil entstanden ist.

Frage 3: Ist es rechtlich sinnvoll sich gegen die Klage zu wehren? Oder gibt es einen anderen Weg, meine Ansprüche geltend zu machen?
Sie müssen sich in jedem Fall gegen die Klage wehren, da bei fehlender Reaktion Ihrerseits ein sogenanntes Versäumnisurteil ihren Lasten gehen kann. Aufgrund der Einleitung des Rechtsstreits sind Sie also jetzt auf diesem Weg gezwungen. Im außergerichtlichen Bereich gibt es grundsätzlich noch die Möglichkeit eines sogenannten Schlichtungsverfahrens bei der zuständigen Anwaltskammer. Aber wie gesagt aufgrund des Rechtsstreites müssen Sie sich jetzt bei dem Amtsgericht melden und gegen den Anspruch vorgehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 26.11.2020 | 12:23

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Stellungnahme vom Anwalt:

Vielen Dank.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 26.11.2020
5/5,0

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ANTWORT VON

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