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Hat ein Makler Anspruch auf Provision, wenn der Verkauf-Vertrag abgelaufen ist.....

31.07.2018 18:14 |
Preis: 70,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hat ein Makler Anspruch auf Provision, wenn der Verkaufs-Vertrag abgelaufen ist, er aber weiterhin für das gleiche Objekt tätig ist? bzw. war?
Ich möchte eine Eigentumswohnung verkaufen, habe mit einem Makler einen Alleinauftrag am 23.06.2017 bis 31.12.2017 zu diesem Zweck geschlossen, der nach der Kündigung noch mal 3 Monate verlängert wurde. Dann wieder gekündigt und nicht mehr verlängert, aber im beiderseitigen Einverständnis weitere 4 Monate mündlich freibleibend weiterbedient. Leider ohne Ergebnis.
Ich möchte diese Absprache nun beenden und weiß nicht, ob der Makler einen Anspruch auf Provision hat und in welcher Höhe.
Im Vertrag hieß es: "Die Provision ist fällig am Tage des rechtswirksamen Zustandekommens des beabsichtigten Kaufvertrages. Die Provision ist auch zu zahlen, wenn ein wirtschaftlich gleichartiges oder gleichwertiges Geschäft zustande kommt. Ein Aufwendungsersatz wird nicht erhoben".
Ich bitte um eine kurzfristige Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
31.07.2018 | 19:28

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

zwar kann ein Maklervertrag auch mündlich geschlossen werden, aber hier wird kein Provisionsanspruch bestehen.

Zwar kann auch nach der Kündigung/Beendigung des Maklervertrags ein Provisionsanspruch des Maklers entstehen.

Aber das ist nur der Fall, wenn die bisherige Tätigkeit des Maklers bis zur Kündigung/Beendigung für einen späteren Abschluß des Kaufvertrag ursächlich oder mitursächlich ist.

Das bedeutet, der Makler müsste Ihnen Kunden zugeführt haben, es ist noch nicht zum Vertragsschluss gekommen und nach Beendigung wird dann an diese Kunden verkauft. Nur dann wäre die Provision zu zahen und zwar in Höhe, die im ursprünglichen Vertrag vereinbart gewesen ist.

Aber nach Ihrer Schilderung gibt es ja solche Kunden (potentielle Käufer) nicht, die der Makler zugefügt hat. Dann aber besteht kein Anspruch des Maklers.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle



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