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Hat der Zahnarzt meine Angst vor Zahnbehandlungen ausgenutzt?

30.10.2017 15:22 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von


Hallo. Ich habe große Angst vor Zahnbehandlungen. Deshalb war mein Mund eine riesige Baustelle. Nach vielen Jahren habe ich dann doch all meinen Mut zusammen genommen und wollte das endlich hinter mich bringen, weil ich mich beruflich selbstständig machen wollte und es daher wichtig ist ein gutes Zahnbild zu haben. Ich habe online einen Termin für ein Beratungsgespräch gebucht zwecks Kostenvoranschlag. Als ich dann endlich in der Praxis war, und mit Angst und Tränen mich hab untersuchen lassen, kam es
danach zu einem Gespräch mit der (ich nenne sie jetzt einfach mal so) Assistentin. Die legte mir den 2teiligen Heil- und Kostenplan vor. 1. Teil belief sich auf 26.000€ und der 2. Teil auf nochmal 15.000€. Sie sagte, es sei natürlich viel Geld aber wenn man das zusammenrechnen würde, was ich in den versäumten Jahren zu bezahlen hätte, würde so ziemlich das Gleiche rauskommen. Desweiteren sagte sie, dass man bei ihnen nicht alles auf einmal zahlen müsste, sondern das ganze auch mit 200€ monatlich abbezahlen könne.
Dann ging alles sehr schnell. Sie ging, kam nach einer gewissen Zeit wieder und sagte, sie könnten alle Termine an diesem Tag verschieben und sofort mit meiner Sanierung anfangen. Ich war zu diesem Zeitpunkt absolut am Ende, da ich auch schon 2 Wochen nicht mehr richtig schlafen konnte durch die Angst vor dem was mich erwarten würde und willigte ja quasi mit meinen Unterschriften ein, obwohl ich nach der Erstbesprechung abends mit meinem Mann noch darüber sprechen wollte. 4 Stunden später mit ausgeräumter Fresse konnte ich nach hause fahren. Ein paar Tage später hatte ich dann eine Rechnung von einem Inkassobüro über 26.000€ im Briefkasten. Zahlbar innerhalb von 4 Wochen. Meiner Meinung nach hat diese Praxis meine Angst und mein fehlendes Wissen ausgenutzt und mich quasi von jetzt auf gleich in den Ruin getrieben, weil eine Ratenzahlung mit 200€ monatlich nicht möglich ist.
Eine alternative Behandlungsmöglichkeit die evtl. Kostengünstiger gewesen wäre hat mir die Praxis auch nicht genannt (siehe Urteil LG Bochum vom 16.01.2014
I-14 O 218/13).
Und meine Krankenkassenkarte wurde auch erst 2,5 Monate nach der Erstbehandlung eingelesen.
30.10.2017 | 20:02

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,


nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung haben Sie allen Grund, hier die Schlichtungsstelle einzuschalten, da dieses Vorgehen der Zahnärztin nicht korrekt ist:


Dieses "Überrumpeln" entspricht nicht den Pflichten, die die Ärztin auch Ihnen gegenüber hat, denn neben medizinischen Aufklärungspflichten besteht auch die Pflicht, die Patienten wirtschaftlich zu beraten.

Dabei muss diese Aufklärung vor und/oder während der Behandlung eben auch über die finanziellen Auswirkungen erfolgen, wobei Heil- und Kostenplan eine wichtige Rolle spielt, und Ihnen genügend Überlegungszeit zu geben ist. Ein Verstoß gegen die Aufklärungspflicht stellt eine Fehlbehandlung dar und kann zu Schadenersatzpflichten gegen den Zahnarzt führen.


Daher können Sie sich zu Klärung der Angelegenheit an die Schlichtungsstelle wenden, die - je nach Lage der Praxis - folgende Adressen haben:

Bereich Nordrhein
Zahnärztekammer Nordrhein
Emanuel-Leutze-Straße 8
40547 Düsseldorf

Bereich Westfalen-Lippe
Zahnärztekammer Westfalen-Lippe/Kassenzahnärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe
Auf der Horst 29
48147 Münster


Natürlich können Sie daneben auch gleich einen Rechtsanwalt aufsuchen, um die unberechtigte Forderung zurückzuweisen und Ihre Schadenersatzansprüche geltend zu machen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


ANTWORT VON

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