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Haschischfund

24.08.2012 11:01 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Guten Tag, mein zwanzigjähriger Sohn wurde nachts von der Polizei angesprochen. Sie sagten ihm, er würde nach Drogen riechen. Sie durschuchten ihn, fanden aber nichts. Die Polizei durchsuchte die Umgebung und fand eine Tüte mit Hasch im Gebüsch. Sie fragten meinen Sohn, ob es ihm gehören würde, er stritt es ab. Daraufhin meinte die Polizei, wenn er es nicht zugeben würde, würden sie ihn mit zur Kripo nehmen und dort könnte er dann die ganze Nacht bleiben. Daraufhin sagte mein Sohn "na gut, dann gehört's eben mir". Die Polizei ging mit ihm in unser Haus (wir waren leider nicht anwesend) und durchsuchte sein Zimmer, fand aber nichts. Nun hat mein Sohn eine Vorladung auf die Polizeidienststelle bekommen, um eine Aussage zu machen. Was soll er tun?

Sehr geehrter Ratsuchender,
sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand Ihres Einsatzes und des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Grundsätzliches: Die Polizei ist verpflichtet bei Straftaten zu ermitteln. Die Vorladung sowie mögliche weitere Zeugen Ladungen dienen dazu, das Geschehene als Straftat zu erforschen und dem Beschuldigten eine Täterschaft nachzuweisen.

Konkretes: Als Beschuldigter ist Ihr Sohn nicht verpflichtet zur Vernehmung bei der Polizei zu erscheinen. Er hat im gesamten Verfahren das Recht zu schweigen, dh. keine Angaben zum Sachverhalt zu machen. Er hat auch das Recht auf Einsicht in die Akten.

Nach Sachverhaltserforschung durch die Polizei wird die Akte an die Staatsanwaltschaft abgegeben. Es kann dann ebenfalls eine Vernehmung stattfinden, zu der Ihr Sohn dann auch kommen müsste. Die Staatsanwaltschaft prüft hier, die Wahrscheinlichkeit der Nachweisbarkeit der Tat und Täterschaft. Gegebenenfalls erhebt sie Anklage.

Gegen Ihren Sohn wird ermittelt wegen unerlaubten Besitz von Betäubungsmitteln. Da er unter 21 Jahren ist, wird in einem sich möglicherweise anschließenden Strafverfahren die Anwendung von Jugendstrafrecht geprüft werden.

Ich schreibe möglicherweise, weil die Wahrscheinlichkeit besteht, dass je nach Sachverhalt wie z.B. Drogenmenge oder erstmalige Täterschaft (schon bei weiteren Angaben ändert sich die rechtliche Einschätzung) die Staatsanwaltschaft das Verfahren einstellen könnte.

Ich kann Ihnen nur empfehlen einen Rechtsanwalt aufzusuchen, der die Akteneinsicht für Ihren Sohn beantragt und sich um die Einstellung bemüht. Es sollte dabei nicht vergessen werden, dass Ihr Sohn nach Ihren Angaben die Aussage "na gut, dann gehörts eben mir" auf "Druck" durch die Polizei gemacht hat. Diese Anmerkung der Polizei sollte in jedem Fall gegenüber der Staatsanwaltschaft vorgebracht werden, auch wenn im Übrigen geschwiegen wird.

Eine Einstellung des Verfahrens ist deshalb sehr wichtig, weil dadurch keine öffentliche Anklage mehr notwendig wird, der Fall also nicht vor Gericht geht. Die Belastung für den Beschuldigten und Sie als Angehörige ist damit viel geringer und schon deshalb erstrebenswert!

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen

Juliette Descharmes Rechtsanwältin

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