Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Harz4 Recht auf eine geeignete Wohnung

22.02.2008 18:45 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin 36 Jahre alt, habe ein Schwerbehindertenschein mit 50% Schwerbehinderung aufgrund einer vererbten Gemütskrankheit seit Januar letzten Jahres bekommen, bin Harz4 Empfänger und wohne aus finanziellen Gründen bei meinen Eltern. Seitdem gibt es zuhause ständig unauflösliche Probleme. Meine Eltern forderten von mir auszuziehen da wir zu 4 Personen in der Bedarfsgemeinschaft auf ca. 66 qm wohnen und es ständig Konflikte gibt. Nun habe ich mich nach einer geeigneten Bleibe umgesehen und in dem zu der Agentur für Arbeit zugehörigem Kreis eine 46qm “große“ Wohnung die 260 Euro Kaltmiete plus 100 Euro Nebenkosten und 2 Monatsmieten, also 520 Euro Kaution kosten soll. Ich bekomme im Moment 420,88 Euro an Harz 4 im Monat.
Heute war ich mit der vom Vermieter ausgefüllten Mietbescheinigung bei der Agentur für Arbeit hier Vorort und habe die besagte Bescheinigung zur Überprüfung bei der Bundesagentur für Arbeit eingereicht.
Die Sachbearbeiterin fragte mich warum ich von der jetzigen Bleibe (bei meinen Eltern) ausziehen wolle da es bisher auch so ging und dafür ja die mir bisher 100 Euro für Unterkunft und Heizung gezahlten Ansprüche ausreichten. Sie sagte sofort ohne mich antworten zu lassen, das sie den Antrag ablehne.
Ich musste mir das Wort erkämpfen und gab als Grund an das meine Eltern mich von Zuhause rausgeschmissen haben weil es zwischen uns starke Differenzen gab die sich nicht anders lösen lassen. Daraufhin sagte die Sachbearbeiterin das sie das so nicht akzeptiere und mir den Antrag im Anschluss ablehnte mit der Begründung ich solle weiterhin bei meinen Eltern wohnen bleiben und wenn ich die Wohnung trotzdem anmieten wolle, das Amt nur die 100 Euro für Unterkunft und sonst keine Zahlungen für die neue Bleibe fließen würden.

Meine Fragen lauten:

1. Darf die Sachbearbeiterin das so ohne weiteres damit begründen das es bisher so ging das ich bei meinen Eltern gelebt habe und es noch so der Fall ist und somit ich kein Recht auf eine “eigene Wohnung“ habe?
2. Wie ist die Rechtslage zu meinem Anspruch auf eine geeignete Unterkunft?
3. Wieviel qm stehen mir zu und wie hoch darf die Miete und Kaution sein und werden diese kosten in voller Höhe vom Amt gezahlt werden?
4. Kann ich dennoch jetzt nach erfolgter Absage durch die Sachbearbeiterin trotzdem den Mietvertrag für die neue Bleibe unterzeichnen und Nachträglich mit diesem zum Amt gehen und mein Recht zur Übernahme der Kosten fordern?
5. Habe ich das Recht die vollen Kosten, also 360 Euro KM inklusive der 100 Euro Nebenkosten und der 520 Euro Mietkaution, gezahlt zu bekommen?

Ich würde mich sehr über eine Antwort diesbezüglich von Ihnen freuen.

22.02.2008 | 19:44

Antwort

von


(99)
Köbelinger Str.1
30159 Hannover
Tel: 0511 330893 80
Web: http://www.pi-kanzlei.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:

1. Nein,erstens sind 66 qm für vier Personen zu klein, zweitens sind familiäre Differenzen ( Rausschmiss)geeignet, einen Umzug erforderlich zu machen.

2. Das JobCenter muss zu einem Umzug zustimmen und die Übernahme der Umzugs - und Mietkosten zusichern, wenn der Umzug erforderlich ist, und die Unterkunft angemessen ist. Eine Mietkaution ist darlehensweise zu übernehmen.

3. Bis 50 qm stehen Ihnen zu. 4,90 € pro qm darf die Wohnung kosten, also maximal 245,00 €. Die Wohnung ist damit von der Kaltmiete her nicht angemessen.

4. Nein. Sie müssen in jedem Fall die Zusicherung des JobCenter vorher haben. Diese ist bei Weigerung ggf. per Eilverfahren vorm Sozialgericht zu erstreiten.

5. Nein, s.o..

Ich hoffe, Ihre Fragen sind zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet. Die Unterkunftskosten sind richten sich bei Ihnen nach den Richtlinien von Unna. Diese haben im Internet den Stand April 2006. Es kann sein, dass diese zwischenzeitlich angepasst worden sind. Lassen Sie sich die Höchstgrenzen vom JobCenter aushändigen. Eventuell ergibt sich dann was anderes.

Ich hoffe, Ihre Fragen sind zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet.


Mit freundlichem Gruß

Patrick Inhestern
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

(99)

Köbelinger Str.1
30159 Hannover
Tel: 0511 330893 80
Web: http://www.pi-kanzlei.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Sozialrecht, Sozialversicherungsrecht, Arbeitsrecht, Arbeitsrecht, Fachanwalt Familienrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90928 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Alle Fragen wurden beantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
fachlich kompetent, umfassend und informativ.Gerne wieder ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Die Antwort war schnell und präzise. Und das Wichtigste: Hilfreich. Danke. ...
FRAGESTELLER