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Harz IV - Schüler Bafög abgelehnt

13.11.2007 19:03 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Meine Tochter ist 21 Jahre und hat bereits 6 Semester studiert.
Am 01.09.2007 hat sie eine Schulische Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin begonnen und Harz VI beantragt, da ihr Schüler Bafög abgelehnt wurde. Sie wohnt 200 km von zu Hause entfernt und hat eine kleine 1 Raum Wohnung. Das Wohngeld wurde ebenfalls beantragt und abgelehnt. Harz VI wurde auch abgelehnt, wovon soll ein Mensch leben der eine Ausbildung macht und nicht faul rumsitzt ?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Auszubildende die eine Erstausbildung machen haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld 2.
Grundsätzlich ist zu prüfen ob ein Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe besteht. Die Bewilligung dieser Leistung ist abhängig vom Einkommen der Eltern.

Auszubildende erhalten Berufsausbildungsbeihilfe, wenn sie während der Ausbildung nicht bei den Eltern wohnen können, weil der Ausbildungsbetrieb vom Elternhaus zu weit entfernt ist.
Ziel der Förderung ist die Überwindung wirtschaftlicher Schwierigkeiten, die einer angemessenen beruflichen Qualifizierung entgegenstehen.
Damit sollte Ihre Tochter die Berufsausbildungsbeihilfe beantragen.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.11.2007 | 20:15

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Kienhöfer,

Schülerbafög wurde abgelehnt, da meine Tochter länger als 3 Semester studiert hatte und damit keinen Anspruch hat. BAB wurde auch abgelehnt, da meine Tochter eine schulische Ausbildung macht, und damit keinen Anspruch hat.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.11.2007 | 20:45

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn Sie weder Bafög (Ablehnungsbescheid) noch BAB (Ablehnungsbescheid) bekommen kann, dann müsste Ihre Tochter wieder für Arbeitslosengeld 2 in Betracht kommen.
Die beiden anderen Förderungen gehen aber vor, daher sollte Ihre Tochter versuchen mit den Ablehnungsbescheiden bei Sozialamt vorzusprechen und bei weiterer Ablehnung einen Antrag auf eine Härtefallregelung stellen.
Ansonsten bleibt Ihrer Tochter leider aufgrund der Zweitausbildung als staatliche Unterstützung nur Wohn- und Kindergeld.

Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute.

RA Kienhöfer

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