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Hartz IV und Erbe - darf ich bei Erhalt des Geldes zunächst meine Schulden tilgen?

29.07.2014 16:42 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

seit nunmehr mehreren Jahren bin ich Mitglied einer Erbengemeinschaft und erwarte zu Anfang Oktober eine größere Auszahlung, etwa 50.000 Euro. Da mein ALG I Bescheid nur bis Ende November diesen Jahres läuft, muss ich eventuell ALG II beantragen.

Ich bin verheiratet mit 2 Kindern und wir haben neben den 50.000 Euro keine weiteren Vermögenswerte. Da wir in der Vergangenheit häufiger im Ausland tätig waren, mussten wir uns aufgrund mehrerer teurer Umzüge Geld von den Eltern meiner Frau leihen, die wiederum aus der Japan kommt Es handelt sich dabei um eine Summe von 35.000 Eur.

Darüber hinaus habe ich durch die langen Auslandsaufenthalte und mein Studium noch nicht länger in die Rentenkasse eingezahlt.

1) Meine erste Frage wäre, ob ich bei Erhalt des Geldes zunächst meine Schulden tilgen kann und

2) zweitens wäre es auch möglich noch einen "geschützten" Riestervertrag abzuschließen und so ein Teil des Geldes für eine Altersabsicherung zu nutzen?

Da die Auszahlung des Erbes und der Antrag auf Hartz IV zeitlich so nahe beisammen liegen, frage ich mich vor allem welche Nachweise ich über die ausgezahlten Privatkredite leisten muss und ob es überhaupt noch möglich ist das Geld zum Teil noch in einen Riestervertrag anzulegen.

3) Drittens, wir bewohnen aufgrund der schlechten Wohnungssituation in unserer Umgebung eine Mietswohnung mit ca. 153 qm Wohnfläche (kleinere Wohnungen gehen meist an Mieter ohne Kinder). Können wir für eine so große Wohnung überhaupt Unterstützung für die Miete erwarten oder steht dann gleich ein Umzug an?


Mit freundlichen Grüßen


Ihr Fragensteller

29.07.2014 | 18:22

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

da Ihnen der Geldbetrag aus der Erbschaft VOR der Beantragung des ALG II Bezuges zufließt ist dieser Betrag als Vermögen anzusehen.

Sie haben die Möglichkeit damit Schulden zu tilgen und auch für Ihre Altersvorsorge sind als Altersvorsorge verwendete Beträge dann anrechnungsfrei.

Grundsätzlich ist aber darauf zu achten, dass die staatlich geförderten Höchstbeträge nicht überschritten werden sollen.

Sie sind gehalten nachweisen zu können, dass Ihnen das Darlehen auch gewährt worden ist. Die reine Behauptung reicht dazu nicht; Sie müssen detailliert darlegen können, worauf das Darlehen zurückzuführen ist. Hilfreich ist natürlich allemal, wenn es auch schriftliche Vereinbarungen gibt.

Es werden die Unterkunftskosten zunächst übernommen. Nur in Ausnahmefällen werden von Anfang an Kürzungen vorgenommen. Das vermag ich hier nicht zu erkennen, wenn Sie die Situation nachvollziehbar darlegen können.

Sie werden aber vom Leistungsträger aufgefordert werden, die Unterkunftskosten zu senken. In diesem Fall werden Sie sich um eine andere Wohnung bemühen müssen und diese Bemühungen müssen Sie auch nachweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg


ANTWORT VON

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