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Hartz-4 zu früh eingestellt


05.07.2007 00:39 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



guten Tag,

ich beziehe Hartz-4, und die Zahlung wäre auch noch bis September 2007 bewilligt.

Nun Habe ich aber seit Anfang Juli, in dem Fall seit 2.Juli wieder eine feste Anstellung. Logischer Weise erhalte ich dann meinen ersten Lohn zum 1.August 2007. was ich auch Der Arbeitsgemeinschaft mitgeteilt habe.

Nun müsste ich ja eigentlich am 1.Juli noch eine Letzte Zahlung Hartz-4 bekommen haben, richtig ?? Da die Zahlung ja im Vorraus erfolgt. Habe aber leider nichts bekommen.
Bei dem Versuch das zu klären, wurde mir nur gesagt, da ich ja jetzt ab juli wieder arbeite, können sie den juli nicht mehr auszahlen. Stattdessen wurde mir ein zinsfreies Überbrückungs-Darlehn angeboten, das ich jedoch dann in vollem Umfang zurück zahlen müsste. ich habe dann erst mal abgewunken.

Kann ich da irgendwas machen ?? ich meine, ich habe jetzt zwar ein job, aber für den monat juli kein Geld für miete z.B.

Bitte helfen sie mir

Vielen Dank




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Sehr geehrter Fragesteller,

das Problem ist, dass Sie rechtlich gesehen schon im Juli (und nicht erst im August) Anspruch auf Ihren Arbeitslohn hätten, so dass bereits für den Juli die Voraussetzungen des ALG II (Hilfsbedürftigkeit) entfallen.

Da aber - wie in Ihrem Fall - der Lohn (traditionell) oft erst im darauffolgenden Monat gezahlt wird, kann es in der Tat zu einer "Durchstrecke" kommen, d.h. ALG II kann nicht mehr gezahlt werden, Lohn aus Arbeit kommt aber erst später.

In einem solchen Fall soll Ihnen das Überbrückungsdarlehen helfen, erstmal "flüssig" zu werden. Ich kann also die Ausführungen Ihrer Arbeitsagentur bestätigen. Da können Sie auch kaum etwas ausrichten, da die öffentlichen Kassen bekanntlich sehr unter Druck stehen.

Ich kann Ihnen Folgendes raten: Prinzipiell ist es schon richtig, dass Darlehen, soweit möglich, zu vermeiden, allein schon wegen dem Risiko der Insolvenz des Arbeitgebers (obwohl dies im Darlehensvertrag zu Ihren Gunsten geregelt sein sollte).

Am besten wäre, Sie sprechen mit dem Arbeitgeber über einen Vorschuß - Ihre Argumente sollten eigentlich überzeugen. Wenn nicht, dann haben Sie noch die Möglichkeit, mit Ihrem Vermieter u.a. Gläubigern zu sprechen und um eine Stundung ausstehender Beträge auf den nächsten Monat (wo Sie dann ja Geld zur Verfügung haben) oder um Ratenzahlung zu bitten.

Sollte dies alles nicht fruchten und Sie dennoch Geldmittel für Juli benötigen, dann ist ein nochmaliges persönliches Vorsprechen beim jeweiligen Sachberarbeiter am besten. Machen Sie klar, dass dadurch letztlich auch Ihr Job in Gefahr ist und Sie daher bald wieder ALG II-Empfänger werden könnten. Erfahrungsgemäß sind die Sachbearbeiter angewiesen, dies unter allen Umständen zu verhindern. Möglicherweise erhalten Sie dadurch besonders günstige Darlehenskonditionen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit einen ersten Eindruck vermitteln.

Bei weiteren Fragen oder Anliegen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Schneider
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 05.07.2007 | 02:34

Grüss Gott und Vielen Dank für die ausführliche Antwort .

gut, wenn das rechtens ist, werde ich die Darlehns geschichte in Anspruch nehmen müssen, da ich schon mit meinem arbeitgeber gesprochen habe über einen Vorschuss.

ich wollte nur noch eine kleinigkeit nachfragen. Ich hab nicht ganz verstanden, was sie damit meinten, "ich solle klar machen, dass dadurch letzlich auch mein job in gefahr ist" ???

wäre nett wenn sie mir das noch sagen könnten.

Vielen Dank und freundliche Grüsse

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.07.2007 | 02:43

Sehr geehrter Fragesteller,

ich meinte damit Sie sollen durchaus etwas "auf den Putz hauen", etwa nach dem Motto: Wenn ich derzeit kein Geld habe, verliere ich meine Wohnung und wenn ich meine Wohnung verliere, würde auch mein jetziger Job wieder in Gefahr sein, ich habe also ernste Bedenken, dass ich bald wieder bei Ihnen vorbeischauen muss". D.h. Sie müssen Sie eine Argumentation zurechtlegen, die zwar nicht falsch sein sollte, aber dennoch Ihre Lage überdeutlich werden läßt.

Wichtig ist, dass Sie den Sachbearbeiter davon überzeugen können, dass Ihre Arbeit ohne weitere Hilfe von der Arbeitsagentur in Gefahr ist und Sie damit letztlich bald wieder vor deren Türen stehen könnten. Dies will die Arbeitsagentur in jedem Fall vermeiden und es gibt eine Reihe von Beispielen, wo derartiges Vorbringen durchaus Früchte getragen hat. Ob und in welcher Weise das bei Ihnen der Fall ist, kann man natürlich nicht sagen, aber einen Versuch wäre es allemal wert.

MfG

Schneider
Rechtsanwalt

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