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Hartz 4 / Nebenverdienst


| 15.10.2007 14:00 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von



Ich bin Hartz 4-Empfänger und hätte nun die Möglichkeit, einen Job zu bekommen, 2 X wöchentlich für je 8 Stunden, sprich 32 Stunden im Monat.
Ich bekomme 850 Hartz 4, bleibt nach Abzug von Miete (440)ca. 400 zum Leben im Monat.
Für den Job (keine Festanstellung, freie Mitarbeit auf Rechnung)würde ich ca. 700 - 800 bekommen, genau steht es noch nicht fest.

Würde ich weiterhin Hartz 4 oder zumindest einen Mietzuschuss bekommen, trotz Job?
Ich könnte ja nicht von 800 sowohl Miete, Krankenversicherung und Lebensunterhalt bestreiten.
Wieviel darf man "nebenbei" zum Hartz 4 verdienen? Wieviel zieht das Arbeitsamt von meinen Einkünften ab? Und würde das Arbeitsamt trotz diesem Job die Krankenversicherung weiterzahlen? Ich würde ja gerne mal etwas sparen, aber das haut alles nicht so hin.

Ich habe halt Bedenken, dass, wenn ich den Job annehme, ich noch weniger Geld habe als ohnehin schon.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

15.10.2007 | 20:16

Antwort

von


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Köbelinger Str.1
30159 Hannover
Tel: 0511 22062060
Web: www.tarneden-inhestern.de
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Sehr geehrte Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich aufgrund des mitgeteilten Sachverhaltes wie folgt:

Wenn Sie derzeit 850,00 € Leistungen nach dem SGB II bekommen, dann würden Sie auch bei einem Verdienst von 800,00 € Leistungen nach dem SGB II bekommen.

Die Freibeträge sind in § 30 SGB II geregelt. Danach können Sie 20 Prozent bei einem Verdients zwischen 100,00 und 800,00 € behalten, und 10 Prozent bei einem Verdienst zwischen 800,00 € und 1200,00 €. Also immer schön unter 800,00 € bleiben.

Daneben ist das Einkommen zu bereinigen. Das regelt § 11 SGB II Daneben ist das Einkommen um einen Grundfreibetrag von 100,00 € für Aufwendungen etc.und Versicherungen zu bereinigen. Sie können auch lediglich eine Pauschale von 30,00 € für Versicherungen ansetzen, und die Aufwendungen konrket nachweisen, wenn sich das für Sie rechnet. Daneben können gesetzliche Unterhaltsverpflichtungen vom Einkommen abgesetzt werden.

Da Sie noch weiteren Anspruch auf ALG II haben, zahlt die ARGE auch weiter die Krankenkasse.

Ihr Vorhaben wird der ARGE nicht so gut schmecken, weil es dazu führen wird, dass Sie für jeden Monat einen gesonderten Leistungsbescheid erhalten müssen, weil das Einkommen immer leicht schwanken wird. Hier sind Feheler im Bescheid vorprogrammiert.

Ich hoffe, Ihre Fragen sind zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet.

Mit freundlichem Gruß

Patrick Inhestern
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 29.10.2007 | 11:56

Sehr geehrter Herr Inhestern,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Also, wenn ich es richtig verstehe, würde ich, wenn ich diesen Job annehmen würde, weiterhin ALG 2 bekommen. Würde das dann am Ende so aussehen, dass zum bisherigen Bertrag, den ich bekomme (850), dann 20 Prozent von den Job-Einnahmen dazukäme? Also 850 ALG 2 plus 160 Euro vom Job (20 Prozent von 800)?


Vielen Dank!


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.10.2007 | 17:07

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:

Sie haben dabei einen Grundfreibetrag von 100,00 €. Dieser folgt aus § 11 SGB II. Hinzu tritt dann der sich aus § 30 SGB II ergebende Freibetrag in Höhe von 20 Prozent bei Einkommen bis 800,00 €. Sie sollten damit 160,00 € plus 100,00 € neben Ihrem ALG 2 behalten dürfen. Den ALG 2- Bescheid können Sie dann gern zur Prüfung übersenden, wenn Sie ihn haben.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage ist zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet.

Mit freundlichem Gruß

Patrick Inhestern
Rechtsanwalt

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