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'Hannibal Lecter' - ohne Mord: Strafrecht + Pfllichtteilsrecht Nachfrage

21.08.2010 10:43 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Nachfrage bezieht sich auf Anfrage/Sachverhalt -17. 08. 2010- in Strafrecht "Hannibal Lecter"-ohne Mord, s. a. Anwort der RAin Sylvia True−Bohle:

... immer noch keine Silbe Auskunft über den Nachlass. Statt dessen Widerklageschrift 05/2010 gg. mich auf Auskunft der von mir angeblich im Besitz befindlichen Nachlaßteile. Keine, da beruflich selten vor Ort, dagg. hat Gegner bis Todesfall jahrelang mit Erblasserin in Wohngemeinschaft gelebt. Gegner reicht stattdessen selbst-erstelltes "Gutachten" (!) über pflichtteils-unerheblichen -§-gesichert- Immobilienteil-Übertrag dem LG ein.
Konkrete: kann ich Tagebuchaufzeichnungen der Erblasserin mit Hinweisen über psych Gewalt gg. sie und Fotos (2007) von Verwahrlosung des vom Alleinerben bewohnten elterlichen Zimmers direkt dem LG herreichen, ohne die beauftragte RAin, oder muß dies formal die RAin tun? Auf Fotos auch Metalleimer auf Bettkopfteil sichtbar, mit dem der Gegner sich im Schlaf "vor schädlichem Elektrosmog" schützte. Die RAin verwendet dieses Material nicht (warum?). Es würde Darstellung der bedenklichen Persönlichkeitsstruktur des Gegners ermöglichen, die dem LG offenbar entgeht. Gegner in 1999 vor OLG Vorwurf Mandantenbetrug, Urteil mir nicht bekannt, Mutter aus bürgerlicher Scham hat´s verheimlicht. Seitens des OLG auch Vorstellung i.d. Psychiatrie veranlaßt, dort aber in Hochphase offenbar guten Eindruck gemacht. Kann ich eMails der Schwester an mich dem LG vorlegen, die posthumes Verriegeln der Nachlasswohnung beschreibt, daß Gegner die Mutter oft als Hexe bezeichnete, im Gegensatz aber prämortal auffallend freundliche Verhaltensmuster zeigte? Die Schwester ist eingeschüchtert, kampfunlustig, aber immerhin hat sie einiges geschrieben.

Zusammenfassend Erwartung an den antwortenden Anwalt:

1 - Vorlage von Dokumenten am LG ohne Verwendung des RA möglich, zur Beschleunigung?

2 - Verwertung der eMails der Schwester in gleicher Weise, da zart besaitet, in psych. Sensibilität, bei offizieller Vernehmung vielleicht "die Hosen voll" hat?

3 - Hinweise wie bösartige Prozessgegner gehindert werden, eine zügige Rechtsfindung zu verhindern.

4 - ist ein Co-Mandat sinnvoll zur schnellen Erledigung dieses unwürdigen Spiels?

Sehr geehrter Herr Fragesteller,

ich betworte die Fragen wie folgt:

1.

ein Prozess vor dem LG ist gem. § 78 Abs. 1 ZPO ein Anwaltsprozess. Das beduetet, dass jede Partei anwaltlich vertreten sein muss. Sofern Sie beabsichtigen, irgendeine Beweiserhebung zu beantragen und dies nicht durch Ihre Anwältin veranlassen möchten, so ist ihre Prozesshandlung unwirksam. Sie können daher nicht wirksam ohne Anwalt irgendein Schriftsatz an das LG einreichen.

2.

Die Verwertung von Beweisen ist möglich, wenn sie entscheidungserheblich sind und durch einen Anwalt Beweisantrag gestellt wird. Höchstwahrscheinlich wird die von Ihnen oben beschriebene Beweismittel dem Gericht mangels Entscheidungserheblichkeit von Ihrer Anwältin auch nicht angeboten. Man kann sofort einschätzen, dass ein Lichbild mit einem Mettaleimer auf dem Bett nicht beweisen kann, dass er dem Zweck diente, den Widerkläger vor schädlichem Elektrosmog zu schützen, obwohl Sie dies vermuten. Warum dieses Beweisziel erheblich in dieser Rechtsfrage wäre, lässt sich ebenfalls nicht beantworten.
Des Weiteren haben Sie selbst gesagt, dass der Widerkläger im Jahre 1999 klinisch begutachtet worden ist undn "einen guten Eindruck" hinterlassen hat. Dies spricht natürlich für ihn, weil die Beweiswürdigung ihre Grenze an den wissenschaftlichen Erkenntnissen findet. Dies jetzt zu widerlegen, wäre so gut wie unmöglich.
Weiterhin sprechen Sie auch von einem Vorwurf - nicht von einer Verurteilung - des Mandantebetrugs seitens des Widerklägers im 1999. Für was das jetzt wichtig wäre, ist auch unklar.

Ich sehe nach erster Einschätzung keine Entscheidungserheblichkeit der vorgebrachten Tatsachen oder Vermutungen.

3.

Das Gericht setzt den Parteien eine Frist, nach deren Ablauf kein weiterer Vortrag möglich ist. Es handelt sich um sogenannte Präklusionsfrist. Das ist aber n jedem Prozess der Fall. Sie selbst führen den Prozess nicht, sondern das Gericht bzw. der Richter. Daher können Sie den Prozess nicht beschleunigen. Sie können über Ihre Anwältin anregen, dass der Prozess beschleunigt wird, aber Sie geben selbst keine Auskunft in der Sache, so dass sich dies auch nicht prozessfördernd wirkt.An sich ist die Prozessführung Richterrecht und kann nur durch Richter bestimmt werden. Sind Sie mir der Prozessführung nicht zufrieden sind, so können Sie - wie gesagt- anregen, dass der Prozess beschleunigt wird. Ist Ihre Anregung berechtigt und geschieht nicht, so können Sie einen Befangenheitsantrag gegen den Richter stellen. Das ist aber ein absolutes Ultima ratio. Ob dieser Schrttt dann Erfolg hätte und ob es zu Beschleunigung des Verfahren beitragen würde, kann von hier aus nicht beurteilt werden.

4.

Sie können auch einen weiteren Rchtsanwalt beuftragen. Dann entstehen weitere Kosten für Sie. Sie können Ihre Anwältin kündigen. Dann kann sie - wenn dies ohn ihr Verschulden geschehen ist- Sie in Anspruch wegen entgangenen Gewinns nehmen. Dann musste Sie sie weiterhin als Anwältin zahlen. Es kann aber auch sein, dass es zu der Kündigung durch ihr Verschulden gekommen ist, dass hätte sie Ihnen ein Schadenersatz zu zahlen. Sie können aber den Anwaltsvertrag auch einverständlich auflösen.

Ich muss sagen, nach dem Vorgebrachten sehe ich auch kein Verschulden der Kollegin. Ich bezweifele auch, dass das zu der Beschleunigung de s Verfhrens führen würde, obwohl ich dies aufgrund Ihrer Angaben nicht abschließend beurteilen kann.

Mit freundlichen Grüßen



Nachfrage vom Fragesteller 22.08.2010 | 14:53

... eine Kündigung des jetzigen Mandates ist meinerseits nicht beabsichtigt, war auch nicht angefragt ( = Frage nach dem Co-Mandat). Es geht hier darum, spezifische Hinweise zu bekommen. Sie haben dazu einen Beitrag geleistet. MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.08.2010 | 16:31

Sehr geehrter Fragesteller,

ich kann Ihnen noch einen weiteren Hinweis erteilen, obwohl dies nicht zum Gegenstand Ihres jetzigen gerichtlichen Verfahrens gehört, weil Sie inwoseit keine Angaben gemacht haben.

Nach § 2339 BGB ist definiert, wer erbunwürdig ist. Diese Erbunwürdigkeit kann in einer Anfechtungskage gem. § 2342 BGB geltend gemacht werden. Sie ist innerhalb einer Jahresfrist, nachdem Sie Kenntnisse von dem Anfechtungsgrund (d.h. von einem Ereignis, das den abstrakt in § 2339 BGB aufgezählt ist) erlangt haben, zu erheben.

Das, was Sie bisher vorgebracht haben, würde nicht für eine Klagerhebung reichen. Einen Mord oder Totschlag schließen Sie selbst aus, Es müßte entweder ein versuchter Mord oder Totschlag vorliegen oder ein Urkundendelikt i.S.d. §§ 267, 271- 274 StGB unter weiteren Voraasusetzungen des § 2339 Abs. 1 Nr. 4 BGB vorliegen.

Ich kann Ihnen auch gleich sagen, dass ich nach dem Vorgebrachten eine Erhebung der Anfechtungsklage für abwegig halte. Das dient nur Ihrer Information über rechtliche Möglichkeiten unter bestimmten Umständen, von denen Sie bisher allerdings nicht bereichtet haben.

Ich will Ihnen aber auch allgemein sagen, dass Sie eine Behauptung, die sich durch ein einfaches Bestreiten, also durch einen einzigen Satz widerlegen bzw. abstreiten lässt, nicht zu ernst nehmen sollen. Also es reicht vielmehr vorzutragen: Diese Behauptung wird bestritten. Schon bald geriet eine solche Behauptung in die Vergessenheit, wenn nicht weiter vorgetragen wird. Deswegen beauftragt man einen Anwalt und wartet auf das Ergebnis. Nur auf das Ergebnis kommt es schließlich an.

Ich wünsche Ihenn viel Erfolg vor Gericht!

Ergänzung vom Anwalt 22.08.2010 | 17:37

Es liegt auf der Hand, ich weise Sie aber trotzdem darauf hin, dass diese Informationen nicht eine abschließende Beurteilung der Rechts- und Sachlage darstellen. Sie dienen vilemehr einer ersten Orientierung. Eine abschließende Beruteilung ist nur nach einem mündlichen Gespäch möglich.

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