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Handyvertrag mit zusätzlichen Abos

| 17.07.2010 22:22 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag, Ende April habe ich in meinem Namen für meinen Sohn über "eteleon" ein Handy bestellt incl. Vertrag von "talkline". Darin enthalten waren 100 Freiminuten pro Monat, SMS zu 19 Cent und ein 4-wöchiges Full-Flatrate Probe-Abo von Jamba zum kostenlosen herunterladen von Liedern,Videos,Logos usw. Die Verträge hierzu habe ich sowohl von eteleon, als auch von talkline per e-mail zum ausdrucken erhalten (beide zusammen ca. 15 Seiten!) Den Handyvertrag hatte ich soweit mit meinen Daten ausgefüllt und zum aktivieren zurück gefaxt. Meine erste Frage hierzu: Das Jamba Flatrate Probeabo lief bis zum 23.04.2010 also bis 4 Wochen nach Aktivierung des Vertrages. In dieser Zeit musste man kündigen, wenn man das Abo nicht mehr haben wollte, was ich auch fristgerecht getan hatte (per Fax und Einschreiben!). Die Kündigung des Probeabos kam am 17.04. dort an und wurde am Computer dort als "sofort" gegen 10 Uhr morgens eingegeben. Da ich aber der Meinung war (und immer noch bin) dass ich ein Probeabo auch bis zum letzten Tag (oder zumindest zu dem Tage als ich gekündigt hatte quasi den 17.04. bis 24 Uhr) ausschöpfen und nutzen kann, habe ich mit meinem Sohn nach dem 17.04. noch 4 weitere Dinge auf Jamba herunter geladen. Diese wurden mir aber von Jamba als neues, wöchentliches Abo mit jeweils 4,99€ angerechnet d.h. mit 40€ für 2 Wochen, denn dann bekam ich erstmalig von talkline meine Monatsabrechnung. Klar hatte ich mich bei Jamba sofort beschwert und wollte das ( in meinen Augen ) zu unrecht abgezogene Geld wieder zurück haben. Sie haben nur zurück geschrieben, dass sie aus Kulanzgründen mir 20€ auf Jamba eine Gutschrift erstellen. Dies sollte ich noch schriftlich bestätigen, was ich bis heute aber noch nicht gemacht habe. ( bei Jamba hatten sie gesehen, dass ich tatsächlich nach dem 23.Mai.2010 -den ich als letzten Abotag angesehen hatte- nichts mehr herunter geladen habe ). Meine erste Frage: ist es rechtens, dass bei einer fristgerechten Kündigung sofort der Tag des Kündigungseinganges herangezogen werden darf oder habe ich das Recht vom ersten Tag der Aktivierung an gerechnet, 4 Wochen lang etwas herunter zu laden? Meine zweite Frage wiegt für mich noch viel schwerer. Auf der Internetseite von "eteleon" wurden einem sämtliche Kosten, die den Vertrag betreffen, aufgelistet, DACHTE ICH! Das man das Probeabo von Jamba vor dem Ablauf der Probezeit schriftlich kündigen muß, wurde dort ordnungsgemäß beschrieben. Heute mußte ich aber zu meinem entsetzen feststellen, dass bei dem Handyvertrag von Talkline, den ich per e-mail bekommen hatte und den ich ja auch bereits unterschrieben wieder zurück gesandt hatte, das dort von Talkline direkt bereits bei 2 Abos ein X in den Kästchen gesetzt wurden, die ich total übersehen hatte, weil ich damit auch nicht rechnen konnte. Ich wurde von talkline NICHT EINDEUTIG darauf hingewiesen, dass dort bereits 2 Häkchen eingesetzt wurden. ( irgendein Basis-Paket zu 8 Euro und ein take away flat-Paket zu 11 Euro ) Ich hätte laut Kundeninfo die Häkchen rausmachen müssen, wenn die die Pakete nicht hätte haben wollen! Dies finde ich eine Unverschämtheit und totale Abzocke am Kunden. Ich bin doch der Kunde und entscheide, ob ich noch eine zusätzliche Option haben möchte und trage dann mein X ins Kästchen ein und nicht umgekehrt. Nun soll ich also anstatt 3,99€ im Monat ca. 40€ jeden Monat bezahlen, für etwas, das weder ich noch mein Sohn benutzt! Können Sie mir bitte sagen, wie die Rechtslage hierzu aussieht? Was passiert, wenn ich denen die Einzugsermächtigung entziehe und ich die Rechnung, so wie sie ist, einfach nicht bezahle ( und mit dem Telefon auch nicht mehr telefoniere ). Ich bin total verzweifelt und verärgert, dass ich von talkline so hintergangen worden bin. Übrigens hätte ich laut Kundeninfo die Möglichkeit gehabt, die zusätzlichen Optionen nach 4 Wochen zu kündigen. Aber nicht einmal hierzu habe ich von Talkline eine Information bekommen, auf die ich noch rechtzeitig hätte reagieren können!
Mit freundlichen Grüßen
Frank Betz

17.07.2010 | 22:56

Antwort

von


(344)
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel: 0211/133981
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für die eingestellten Fragen, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:

1.) Hier kommt es auf die vertragliche Regelung an. Sieht die Klausel vor, dass bei fristgerechter Kündigung das Abo sofort gekündigt wird, so müssten Sie die Dienstleistung extra bezahlen. Sieht die Vereinbarung lediglich vor, dass sich das Abo nicht über den 23.4. hinaus bei fristgerechter Kündigung verlängert, sondern mit dessen Ablauf endet, so müssen Sie keine zusätzliche Zahlung leisten. Was genau zutrifft, können Sie dem Vertrag entnehmen.

2.) Problematisch ist, dass Sie zwar zunächst nicht darauf geachtet haben, dass entsprechende Kreuze getätigt wurden, Sie den Vertrag aber unterschrieben und übersendet haben. Es kommt daher nur eine Anfechtung aus dem Grunde in Betracht, dass Sie sich bei Unterzeichnung des Vertrages geirrt haben, d.h. einen Vertrag unterzeichnet haben, dessen Inhalt Sie nicht wollten oder dass die Gegenseite Sie arglistig getäuscht hat. Eine Anfechtung muss umgehend nach Kenntniserlangung geschehen, d.h. unverzüglich. Problematisch ist, dass bereits einige Zeit verstrichen ist und Sie beweisen müssten, dass Ihnen dieser Irrtum erst jetzt aufgefallen ist bzw. Sie von der arglistigen Täuschung Kenntnis erlangt haben. Erfahrungsgemäß ist ein solcher Beweis recht schwierig zu führen. Können Sie den Vertrag nicht mehr anfechten und stoppen Sie den Bankeinzug, so droht Ihnen ein Inkasso- oder Mahnverfahren, was die Kosten nur noch erhöht. Sie können aber die Rechnungen zunächst unter Vorbehalt zahlen, d.h. dies in den Betreff einer Überweisung einfügen. So behalten Sie sich eine Rückforderung offen, laufen aber nicht Gefahr gerichtlich in Anspruch genommen zu werden.

In Ihrem Falle empfehle ich Ihnen, die Gegenseite aufzufordern die nicht gewünschten Extras zu stornieren mit der Androhung, sich ansonsten anwaltlich vertreten zu lassen bzw. die Verbraucherzentrale zu informieren. Sollte man dort bei der bisherigen Auffassung verbleiben, so sollten Sie ggf. in der Tat einen Anwalt beauftragen. Allerdings würden Sie vermutlich auf ein freiwilliges Entgegenkommen der Gegenseite angewiesen sein.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion. Gerne stehe ich Ihnen darüber hinaus auch für eine Interessenvertretung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021


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