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Handyrechnung wg. Internet über 1.400 €


| 28.11.2011 20:14 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht



Habe bei Base (E-Plus) auf meinen Namen seit ca.3 J. einen Handyvertrag für meinen mittlerweile volljährigen Sohn, der noch zur Schule geht.
Seit Juli diesen Jahres hat er ein iphone. Bis dahin hatte er einen Vertrag mit mehreren Flatrates und die Rechnung war normalerweise 45 € (es sei denn, es kamen Auslandsgebühren o.ä. hinzu). Zunächst haben wir den Vertrag nur verlängert, und es kam noch eine Zusatzgebühr für das neue Handy dazu. Mein Sohn hat bis Mitte Oktober Internet nur über kostenloses WLan genutzt. Dann habe ich ab Ende Oktober eine Internetflatrate dazugebucht (für 5 o. 10 €). Heute habe ich die Rechnung für Oktober gesehen und war erschüttert, weil sie sich auf über 1.400 € beläuft, wovon fast alles (bis auf die üblichen 40-50€) für Internetnutzung waren und zwar an nur 3 Tagen, bevor ich die Flat dazugebucht hatte. Auf meine Nachfrage erklärte man mir, dass Internetnutzung bei Base ohne Flat eben 6 ct pro 10 KB kostet und mein Sohn in den drei Tagen eben so viele Daten aus dem Internet genutzt hat. Er hätte das ja wissen müssen, weil das in der Anleitung für sein Iphone stehe (was nicht stimmt)und weil man ja wisse, wieviel Daten bei jeder Interseite übertragen würden, weil es unten stehe (was auch nicht stimmt, ich nutze selber auch Internet und eine solche Anzeige steht nirgends)und weil er ja selber das Internet an seinem Handy aktiviert habe. Meine Frage, warum Internet einzeln so teuer sei, wenn man für die selbe Leistung über Flat nur einen winzigen Bruchteil bezahle, konnte man mir auch nicht plausibel beantworten.
Jetzt würde ich gern wissen, ob es eine Möglichkeit gibt, sich gegen diese Rechnung zu wehren.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage im Rahmen einer ERSTberatung zu vermitteln. Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Fragen zusammenfassend wie folgt beantworten:
Es ist sehr fraglich, ob Sie die Gebühren wie berechnet, bezahlen müssen.
Ihren Mobilfunkanbieter treffen mehre Pflichten, gegen welche dieser verstoßen hat. So muss jeder Telefonanbieter seine Kunden vor Schäden schützen. Hierzu gibt es reichlich Rechtsprechung aus der letzten Zeit, welche Ihre Position stützen.

So hat das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht mit Urteil, entschieden, dass der Mobilfunkanbieter gegenüber dem Verbraucher eine vertragliche Nebenpflichtverletzung begeht, wenn er den Vertragspartner nicht vor Schäden bewahrt, etwa dadurch, dass die Tarife gedeckelt seien und nicht erst bei einer vierstelligen Summe eine Sicherheitssperre greift. Bei Ihrem Tarif hat ja anscheinend überhaupt keine Deckelung eingegriffen, was per se nicht rechtens ist.

Das Landgericht Kleve hat z.B. in einem Fall von ausländischen Gebühren ausführlich begründet, dass eine solch hohe Summe nicht gezahlt werden muss.

Das Landgerichts Arnsberg geht sogar davon aus, dass allein der Einzelverbindungsnachweis nicht ausreichend war, um die Gebühren zu beweisen, da diese die in Rede stehenden Datenverbindung nicht genau aufgeschlüsselt werden.

Aus Ihrer Anfrage ergibt sich, dass Ihr Telefonanbieter weder eine Sicherheitssperre eingebaut, noch Sie darüber hinreichend informiert hat, welche Kosten auf Sie zukommen können. Daher kann hier zumindest eine nicht unerhebliche Reduzierung der Kosten erreicht werden.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, etwa zur um BASE anzuschreiben, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.

Weiterhin möchte ich Sie höflichst auf die Bewertungsfunktion aufmerksam machen, die dafür sorgt, diesen Service für andere Ratsuchende transparenter zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 28.11.2011 | 21:21

Sehr geehrter Herr Gerth,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Sie hilft mir auf jeden Fall, die Lage besser einzuschätzen.
Interessant auch, das Sie das Thema Deckelung erwähnen, ich hatte früher schonmal und heute wieder bei Base angefragt, ob es nicht möglich sei, ein monatliches Limit zu vereinbaren, worauf man mir die Auskunft gab, das wäre bei Base nicht möglich! Wie Sie es schildern, wäre das dann ja rechtswidrig?
Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.11.2011 | 22:05

Sehr geehrte Ratsuchende,
die fehlende Deckelung ist nicht rechtswidrig, führt aber dazu, dass sich der telefonanbieter dieses jetzt wird vorhalten lassen müssen.

Der Telefonanbieter muss jetzt erklären, wie er den Schaden von seinen Kunden abweden will, wenn er keine Deckelung, die zumindest bei anderen Anbietern üblich ist, anbietet.
Hierauf werden die Damen und Herren eine Antwort finden müssen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerth
Rechtsanwalt
Fachanwalt für IT-Recht

Bewertung des Fragestellers 28.11.2011 | 22:15


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