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Handy Verkauft,Käufer will es zurück geben.


20.12.2006 12:08 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Hallo,
ich habe über ebay ein Nokia 7650 für 101,-Euro plus Versand verkauft, in der Beschreibung stand das es gebraucht ist und in einem 1a Zustand,was ich auf das "Technische" bezog,aber leider nicht beischrieb.
Das Handy hat eine Neue Oberschale bekommen,sowie einen Neuen Akku hatte ich eingesetzt,da es von mir noch in Gebrauch war.Die Oberschale vorn habe ich mit "sehr geringen bis keine Gebrauchsspuren vorn" angegeben (hatte sie erst gekauft und das Handy dann nicht mehr benutzt) Die Rückseite des Handys sind leichte Spuren durch das hinlegen,da diese nicht ausgewechselt wurde.
Die Käuferin hat das Handy nun bekommen und möchte es zurückgeben da sie mir Arglistige Täuschung vorwirft.
Sie bemängelt folgendes:
Es wären auf der Oberschale mehr als geringe Gebrauchsspuren,sowie würde sich in irgendeiner Ecke die Oberschale lösen.
Auf der Rückseite würde man das Nokia Zeichen überhaupt nicht(kaum) mehr sehen/lesen können sowie die Bezeichnung der Kamera!

Von dem Ablösen der Oberschale ist mir absolut nichts bekannt,die Oberschale wurde neu draufgezogen!
Das es nun Gebrauchsspuren hat auf der Rückseite ist sofern die Schale nicht ausgewechselt wurde doch normal, was ich ja auch beischrieb?
Auf meine Nachfrage hin das sie mir bitte fotos senden solle mit den Besagten Mängeln bekomme ich nur böse Post,das sie das Handy zurück geben will und ich ihr umgehend das Geld überweise und sie dann erst das Handy losschickt.

In meiner Auktion habe ich noch zu stehen :
Keine Garantie oder Rücknahme,Versand über Hermes 3,90 versichert
Da ich privater Verkäufer bin.

Ich weis nun nicht recht was ich machen soll, eine "normale" Einigung ist mit ihr nicht möglich!Ich habe daran gedacht vielleicht Ihr ein wenig Geld zurück zuüberweisen und sie das Gerät behält.
Ehrlich gesagt kann ich diesen Monat nichts mehr irgendwohin bezahlen,da ich am WE meinen Hund einschläfern lassen musste was mich inkl OP rund 350Euro gekostet hat,wo ich somit das "Geld" ausgegeben habe.

Was kann ich tun ?
kann sie mich auch anzeigen wegen Betruges oder keine Ahnung was?
Vielen Dank für Ihre Hilfe.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

I. Ihr Fall dürfte ein „Grenzfall“ sein. Grundsätzlich haben Sie hier die Gewährleistung ausgeschlossen. Eine Ausnahme davon gilt nur dann, wenn Sie den Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen haben. Soweit die Behauptungen zutreffen, dass hier wirklich „Mängel“ bestehen (das Ablösen der Oberschale, wenn zutreffend, dürfte einen „Mangel“ darstellen), dann muss die Käuferin beweisen, dass sie (Verkäuferin) den Mangel bereits bei Vereinbarung des Haftungsausschlusses gekannt haben. Dies dürfte die Käuferin jedenfalls dann beweisen können, wenn das Ablösen „offensichtlich“ gewesen ist. Allerdings möge die Käuferin erst einmal Fotos von den Mängeln an Sie übersenden, da die Käuferin wiederum für das Vorliegen eines Mangels beweispflichtig ist.
Eine „Garantie“ für eine bestimmte Eigenschaft des Handys haben Sie meines Erachtens nicht abgegeben. Dies kann allerdings vom Gericht anders gesehen werden.

II. Fordern Sie daher die Käuferin auf, Ihnen Fotos von den angeblichen Mängeln zuzusenden und weisen Sie die Käuferin darauf hin, dass sie dafür beweispflichtig ist.
Sollten sich die Mängel bewahrheiten, dann empfehle ich eine Rückabwicklung des Kaufvertrages. Zu einer Vorleistung (Geld zurück zahlen) sind Sie meiner Ansicht nach nicht verpflichtet, sondern sollten erst den Wareneingang bei Ihnen abwarten.
Insoweit sollte es zu einer möglichen Rückabwicklung in diesem Monat nicht mehr kommen.
Alternativ können Sie der Käuferin eine Minderung des Kaufpreises anbieten. Die Käuferin hat das Wahlrecht, ob sie vom Kauf zurücktreten oder mindern will.

III. Eine Strafanzeige wegen Betruges ist hier ohne „Aussicht auf Erfolg“. Es handelt sich hier um eine rein zivilrechtliche Auseinandersetzung.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt
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