Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.578
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Handy Verkauf über Ebay


31.01.2007 12:28 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,

ich hatte vor Weihnachten mein neues Handy, das aus einer Vertragsverlängerung stammt-Wert im Einkauf 469,-Euro, über Ebay zum Verkauf angeboten. Es wurde am 18.Dez. für 341,-Euro verkauft und auch sofort vom Käufer per PayPal bezahlt. Kurz darauf verstarb unser kleines Baby am plötzlichen Kindstod und wie Sie sich sicher vorstellen können ging in unserer Familie nichts mehr! Für uns stand die Welt still - der schrecklichste Albtraum war für uns Wirklichkeit geworden.
Es dauerte dadurch einige Tage bis Kontakt zum Käufer hergestellt wurde, und zwar von meinem Partner - der bis dato ebay nur von meinen Erzählungen kannte. Ich selbst war nicht in der Lage auch nur die alltäglichsten Dinge zu erledigen. Mein Partner schrieb eine Entschuldigung an alle meine Käufer, mit einer Beschreibung unserer Situation und der bitte um ein klein wenig Geduld mit Ihm, er würde so bald als möglich alles versenden da er mit der Materie Ebay nicht vertraut sei, noch weniger aber mit der Abwicklung über PayPal.

Alles in allem, wir waren in Lieferverzug!

Am 08.Jan.07 brachte mein Partner das Päckchen zu Hermes.
Am 10.Jan.07 drohte der Käufer mehrmals mit Polizei, Anzeige und neg.Bewertung ezt...! Auf eine Mail das dass Päckchen unterwegs sei, meinte der Käufer er würde Beruflich nach Moskau verreisen und das Päckchen würde von der angegebenen Lieferadresse (eine Frau mit anderem Namen)nicht angenommen werden und drohte wiederum mit sofortiger Anzeige. Seine Emails waren alle nicht gerade höflich. Da wir weiß Gott nicht noch mehr ´Probleme´ brauchen, entschied sich mein Partner den Betrag zurück zu erstatten. Als ich wieder fähig war mich selbst darum zu kümmern, schrieb ich dem Käufer eine Email, in der ich mich mehrmals für die Unannehmlichkeiten Entschuldigte und bat Ihn eine evtl. Anzeige doch bitte zurückzunehmen. Als Antwort kam wieder eine bösartige Mail und wir sollen unsere Storie anderen leichtgläubigeren Menschen erzählen - er glaube dieses Gesülze nicht. Meine Antwort war ob er kein Herz hätte und die Rechnung des Bestattungsunternehmens als Beweiß sehen müsse auf dem der Name unserer Tochter und ein Babysarg verzeichnet ist. Er meinte es reiche ihm nun ich solle hier nicht so die Moralkeule schwingen, es würde ihn eh nicht Interessieren und er würde die Mail jetzt an Ebay und Polizei weitergeben und mich Anzeigen wegen Beleidigung! (von Moskau aus?)
Nun, ich viel aus allen Wolken, denn beleidigt habe ich diesen Herrn devinitiv mit keinem einzigen Wort! Es ist bis jetzt auch noch nichts Behördliches angekommen.

Nun zu meinen Fragen:
Kann man diesen Herrn belangen wegen Nötigung oder ähnliches?

Ist der Vertrag noch gültig und er verpflichtet das Handy zu bezahlen? Da ich das Handy nun nicht mehr zu diesem Preis verkaufen kann, würde ich es Erheblich günstiger Abgeben müssen!

Ist eine Lieferung mit 3Wochen Wartezeit unter diesen Umständen Rechtlich nicht akzeptabel?

Bitte entschuldigen Sie die lange Ausführung meines Berichtes aber ich denke nur so kann man sich besser in unsere Lage versetzten und das wir nicht willkürlich gehandelt oder uns in irgendeiner Art und Weise im Ton vergriffen haben.


Ich bitte um Ihre Antwort und bedanke mich im voraus für Ihre Mühe.

Mit freundlichen Grüßen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:


Gemäß § 323 I BGB kann der Gläubiger (also der Käufer) vom Vertrag zurück treten, wenn die fällige Leistung nicht oder nicht vertragsgemäß erbracht wurde und dem Schuldner (also Ihnen) erfolglos eine angemessene Frist zur Leistung oder Nacherfüllung bestimmt wurde.

Nach Ihren Angaben wurde vom Käufer weder eine Frist gesetzt noch der Rücktritt erklärt. Somit besteht der Vertrag weiter fort.

Den Tatbestand der Nötigung sehe ich nicht als erfüllt an.

Sie sollten dem Käufer nun selbst eine Frist von zwei Wochen setzen und die Kaufpreiszahlung per Einschreiben/Rückschein fordern. Läuft diese Frist fruchtlos ab, so können Sie einen Kollegen beauftragen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiter helfen.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin

Meine Antwort umfasst nur die Informationen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Für eine verbindliche Bewertung ist eine umfassende Sachverhaltsermittlung vonnöten, die im Rahmen einer Online-Beratung nicht möglich ist.

Nachfrage vom Fragesteller 01.02.2007 | 08:22

Sehr geehrte Fr. Reeder,
vielen Dank für Ihre rasche Antwort!
Vom Verkäufer wurde eine Frist gesetzt und zwar für den 11.01.07, da war das Päckchen aber schon per Hermes unterwegs (was immer etwas länger dauert) als der Käufer dann zum wiederholten male mit einer Anzeige wegen Betrugs drohte und das dass Päckchen nicht angenommen wird, hat mein Partner die Rückerstattung und die Rücklieferung veranlasst. Seinen Rücktritt aus dem Vertrag hat der Käufer nur durch seine Drohungen signalisiert, jedoch nicht schriftlich oder mündlich an mich gerichtet...ist dieser Vertrag dennoch gültig???
Es ist keine Nötigung oder gar schon Erpressung wenn mehrmals mit Anzeige gedroht wird????
Vielen Dank für Ihre Mühe!!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.02.2007 | 19:54

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage. Theoretisch ist immer noch ein Rücktritt vom Vertrag möglich, wenn das Handy nicht fristgerecht geliefert wurde. Wenn nun doch ein Rücktritt vom Vertrag erfolgt, dann muss der Käufer auch das Handy zurück schicken. Wird der Rücktritt nicht erklärt, so ist der Vertrag weiterhin gültig.

Die Androhung der Rechtsverfolgung kann keine Nötigung oder Erpressung sein, auch wenn der Androhende kein Taktgefühl zeigt.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER