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Handwerkerreklamation


20.02.2006 15:10 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Per Fax haben wir uns von diversen Anbietern Angebote zu Türen eingeholt. Mit diesem Faxan wurde ein Stiltyp (also keine glatte Tür) angefragt.
Aufgrund des Angebotrücklaufs haben wir uns für den günstigsten Anbieter entschieden, dessen Angebot um ca. 15 % geringer als das seiner Mitbewerber ausfiel. Dabei hatten wir übersehen, dass in diesem Angebot der Türtyp nicht explizit benannt wurde.
Beim Einbau der Türen mußten wir dann feststellen, dass Standard- statt Stiltüren geliefert wurden.
Welche Möglichkeiten haben wir nun:
1. Können wir vom Anbieter verlangen, die Türen zum ursprünglichen Angebotspreis in Stiltüren umzutauschen? (Das Angebot hatten wir schriftlich bestätigt, wobei wiederum der Türtyp nicht explizit benannt wurde.)
2. Wenn wir die falschen Türen behalten, wieviel Rabatt ist als "Entschädigung" realistisch? Es geht um eine Rechnung von 3000 Euro.
Vielen Dank im voraus für Ihren Rat.

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf den vorliegenden Informationen gerne summarisch beantworte.

Sie haben mit dem Anbieter einen Vertrag geschlossen. Ob Kauf- oder Werkvertrag kann vorliegend dahinstehen. Ein Vertrag kommt durch übereinstimmende Willenserklärungen zustande. Der Inhalt dieser Willenserklärungen ist nach §§ 133, 157 BGB auch nach dem Empfängerhorizont auszulegen.
Bei Ihren Faxen an Anbieter handelte es sich um eine sog. invitatio ad offerendum, eine Aufforderung Angebote abzugeben.
Auf das Angebot des billigsten Anbieters haben Sie geantwortet und das Angebot bestätigt. Der Türtyp wurde nicht erörtert.
Im vorliegenden Fall haben Sie also Türen bestellt und Türen bekommen. Der Irrtum lag bei der Annahme auf Ihrer Seite.


Frage 1:
Nein, da Sie das Angebot des Anbieters so angenommen haben, wie er es gestellt hatte. Es besteht natürlich die Möglichkeit den Vertrag wegen eines Irrtums nach § 119 BGB anzufechten, dies muss allerdings nach § 121 BGB unverzüglich nach Erkennen des Irrtums geschehen. Sie haben allerdings eine nach den Umständen des Einzelfalles zu bestimmende Prüf- und Überlegungsfrist, die vorliegend allerdings recht kurz ausfallen dürfte, da Sie den Irrtum sofort erkennen konnten.
Rechtsfolge einer erfolgreichen Anfechtung wäre die Rückgängigmachung des Vertrages. Dadurch erhalten Sie allerdings keine Stiltüren, sondern machen sich gegebenenfalls schadensersatzpflichtig nach § 122 BGB.


Frage 2:
Sie haben das Angebot des Anbieters so angenommen. Eine Rabattgewährung durch den Anbieter dürfte äußerst unwahrscheinlich sein. Rechtlich sehe ich da keine Möglichkeit.

Ich schlage hier eine kulanzweise Einigung mit dem Anbieter vor.


Ich bedaure, Ihnen keine positive Antwort geben zu können. Für eine weitere Beratung oder Vertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Güssen

Stephan Weingart
Rechtsanwalt
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