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Handwerkerrechnung höher als Angebot

12.02.2019 00:28 |
Preis: 50,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Wir haben ein Bauunternehmen mit Sanierungsarbeiten an unserem Haus beauftragt.
Das Angebot (nicht Kostenvoranschlag) belief sich auf 16500€. Auf Basis dieses Angebots wurde eine Auftragsbestätigung erteilt. Die Arbeitsschritte sind z. B wie folgt ausgewiesen:
Schwellensanierung: 75h gehobener Baufacharbeiter mit Fahrt-und Rüstzeiten zum Nachweis. 4230€

Eine Freizeichnungsklausel o.ä. gibt es nicht.

Nun haben wir eine Rechnung über 27000€ erhalten. Wir wurden vom Unternehmer nie auf eine drohende Kostenüberschreitung hingewiesen, es gab auch keine Änderungen im Auftrag. Stundennachweise haben wir erst mit der Rechnung bekommen.

Müssen wir den vollen Rechnungsbetrag zahlen?
Wie ist hier am besten vorzugehen?


Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Wenn es ein verbindliches Angebot war, ist der Bauunternehmer auch daran gebunden. Dann kann er den höheren Preis auf keinen Fall fordern. Sie sollten ihn darauf hinweisen und fragen, wie er den höheren Preis rechtlich und tatsächlich begründet. Wenn er keinen oder keinen nachvollziehbaren Grund nennt, sollten Sie einen örtlichen Anwalt zwecks Forderungsabwehr einschalten. Bis dahin sollten Sie, sofern die Arbeiten ansonsten fehlerfrei ausgeführt wurden, "nur" den Preis gemäß Angebot zahlen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 12.02.2019 | 11:52

Sehr geehrter Herr Weber,
Herzlichen Dank für die schnelle Antwort.

Einen örtlichen Anwalt hatte ich bereits kontaktiert. Dieser wusste offensichtlich nicht, dass es einen Unterschied macht ob man ein Angebot oder einen Kostenvoranschlag. Seine Beratung zielte daher nur auf einen Kostenvoranschlag ab.
Ich verstehe sie aber richtig. Der Angebotspreis ist bindend. Die Formulierung "zum Nachweis" in den Einzelpositionen reicht nicht aus, um eine Unverbindlichkeit anzuzeigen.
Wie gesagt es fehlt sonst jeglicher Hinweis im Angebot, dass es unverbindlich ist oder eine Abrechnung nach tatsächlichen Aufwand und Aufmaß erfolgen soll.

Der Kostentreiber ist recht einfach zu identifizieren , so wie es aussieht hat er die notwendige Arbeitszeit massiv unterschätzt.
Beim eingesetzten Material gibt es auch Abweichungen aber nicht so erhebliche.

Das ein Sanierungsprojekt im vorhinein schwer 100%ig zu kalkulieren ist, verstehe. 10-15%hätte ich vermutlich auch gar nicht groß hinterfragt. Aber über 60% kann doch nicht sein.





Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.02.2019 | 15:27

Sehr geehrter Ratsuchender,

um sicher zu gehen, lassen Sie sich von dem örtlichen Anwalt nochmal genau erklären, wieso er es für einen Kostenvoranschlag und nicht für ein verbindliches Angebot hält. Möglicherweise hat er etwas gesehen, was Sie übersehen haben.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

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