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Handwerkerrechnung gerechtfertigt?


27.06.2006 15:11 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf



Bei der Sanierung meiner EFH unterbreitet mir eine Sanitärfirma ein Angebot über 14.000 EUR. Unter dem Angebot steht: "Da uns zum Zeitpunkt der Angebotserstellung keine aktuellen Architektenpläne vorlagen, sind die Rohrleitungen geschätzt. Im Auftragsfall wird nach erstelltem Aufmaß abgerechnet." Nach einigen Sonderwünschen schickt mir diese Firma eine Auftragsbetätigung über 15.000 EUR. Bei der Auftragsbestätigung ist dieser o.g. Satz nicht mehr vorhanden. Nach Ausführung der Arbeiten erstellt mir die Fa. eine Rechnung über 20.000 EUR. Grund: Es wurden 2-3 mal soviel Rohrleitungen benutzt als in der Auftagsbestätigung.
Meine Frage:
1. Darf sich eine Fa. um so viel verschätzen?
2. Muss ich die Mehrkosten von 5.000 EUR bezahlen?
3. Bei der Auftragsbestätigung ist der im Angebot enthaltene Satz nicht mehr enthalten, ist die Fa. trotzdem im Recht?
4. Die Fa. selbst hatte einen eigenen Plan erstellt, muss ihr denn unbedingt ein Architektenplan vorliegen, um ein genaueres Angebot zu erstellen?

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Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten.

Grundsätzlich hat der Handwerker eine Hinweispflicht, so er seinen Kostenvoranschlag wesentlich überschreitet.
Das Vorliegen einer wesentlichen Überschreitung wird in der Rechtsprechung unterschiedlich beurteilt. Eine solche wird bei einer Überschreitung ab 15 bis 25 Prozent angenommen.
Vorliegend gehe ich von einer möglichen Überschreitung im oberen Bereich aus, da Sie aufgrund des Kostenvoranschlags wussten, dass eventuell höhere Kosten bezüglich der Rohrleitungen auf Sie zukommen können.

Nach ergangenem Hinweis des Handwerkers hat der Auftraggeber ein Kündigungsrecht. Übt er dieses nicht aus, hat er die Rechnung zu tragen.

Nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung gehe ich davon aus, dass ein entsprechender Hinweis des Handwerkers nicht erging. In einem solchen Fall wären Sie so zu stellen, als ob Sie von Ihrem Kündigungsrecht Gebrauch gemacht hätten.
Vorliegend sollten Sie den Handwerker schriftlich darauf hinweisen, dass Sie dessen Rechnung für überhöht halten und den entsprechenden Betrag entrichten. Denn Sie haben die Leistungen des Handwerkers bekommen, es geht Ihnen lediglich um die Rechnungshöhe.

Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen: Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind. Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen.
Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

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