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Handwerkerrechnung - Reparatur auf Verdacht hin

| 10.12.2006 15:45 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai


Es wurden verschiedene Bauteile einer Gastherme auf Verdacht hin ersetzt und eingebaut, keine der Maßnahmen zeigte den gewünschten Erfolg. Letztlich gewährte erst eine veränderte Pumpeneinstellung einen stabilen Dauerbetrieb der Heizungsanlage. Ein Defekt irgendwelcher Bauteile lag gar nicht vor.
Meine Fragen lauten wie folgt:
Können diese Reparaturen, die auf Verdacht hin erfolgen, in Rechnung gestellt werden?
Wenn ja, fallen diese Reparaturen unter die 5-Jahres-Gewährleistung der Bauträgergesellschaft?

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in).

Aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Die ledigliche Reparatur oder der Austausch einzelner Teile einer Heizungsanlage fallen nicht unter die fünfjährige Verjährungsfrist. Für diese müsste eine Reparatur an einem Gebäude vorliegen. Reparaturarbeiten können nur dann als Arbeiten an einem Gebäude angesehen werden, wenn sie für Bestand, Erhaltung und Nutzbarkeit des Gebäudes selbst von wesentlicher Bedeutung sind und wenn sie vom Umfang her einer Neuerrichtung gleichbedeutend sind, was von der Lage des Einzelfall abhängt. Davon kann hier aber nicht ausgegangen werden.

Bezüglich der Vergütung ist zu beachten, dass ein Vergütungsanspruch der Werkstatt auch für nicht zum Erfolg führende Arbeiten besteht, solange diese nach den anerkannten Regeln des Handwerks zur Eingrenzung der Schadensursache notwendig waren.

Beauftragt der Kunde den Handwerksbetrieb sowohl zur Fehlersuche als auch zur Beseitigung des Mangels, so handelt es sich streng betrachtet nämlich um zwei Verträge, einen zur Fehlersuche, den anderen zur Fehlerbehebung. Der Handwerksbetrieb muss die Fehlersuche dabei nach den geltenden Regeln des Handwerks betreiben, also zunächst die wahrscheinlichste Ursache ausschalten und dann zu den nächst wahrscheinlichen Fehlerursachen fortschreiten. Arbeitszeit und Materialkosten für die Beseitigung der mutmaßlichen, vorrangigen Ursachen muss der Kunde auch dann bezahlen, wenn erst eine nachrangig durchgeführte Reparatur sich als eigentliche Fehlerquelle entpuppt. Allerdings muss die Werkstatt bei der Arbeit auch die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit beachten, darf also die Fehlersuche grundsätzlich nicht mit der absolut teuersten Möglichkeit beginnen.

Die Kosten für die notwendige Reparatur (Pumpe) müssen Sie tragen, denn diese Reparatur wäre ja tatsächlich notwendig, um die Anlage wieder zum Laufen zu bringen. Die Kosten für die anderen Ersatzteile und Arbeiten sind nur zu begleichen, wenn diese ohnehin ausgetauscht hätten werden müssen oder nach den oben Kriterien zur Feststellung des Fehlers notwendig waren. Dass dem nicht so war, müssen Sie beweisen. Hierzu empfiehlt es sich die ausgetauschten Ersatzteile aufzubewahren. Wollen Sie die neuen Teile eingebaut lassen, so sind Sie natürlich zur Vergütung verpflichtet. Ansonsten verlangen Sie von dem Unternehmer den kostenlosen Einbau der alten, funktionstüchtigen Teile.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

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