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Handwerkerrechnung Asbestsanierung

| 14.09.2018 01:16 |
Preis: 60,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt


VORGESCHICHTE:
Für die Asbestsanierung unserer Fassade hatten wir eine Fachfirma beauftragt. Es handelte sich um ca. 50 qm asbesthaltige Fassadenplatten, die vorschriftsmäßig nach TRGS 519 und 521 entfernt wurden. Die Firma hatte für die Arbeiten 2-3 Tage veranschlagt (diese Einschätzung kam per Mail, da ich die Gewerke planen musste) und die Firma war nach 2 Tagen fertig.
Die Kosten für die Demontage der Platten betrugen brutto ca. 17,60 EUR / qm, die Schlussrechnung betrug inclusive aller Kosten (Genehmingungen einholen, Baustelle einrichten, Anfahrt, Entsorgung etc.) ca. 1500.- EUR brutto. Als Gesamt - Lohnsumme werden in der Rechnung 1055,17 EUR ausgewiesen. Vor Ort waren 3 Leute beschäftigt.
Das Angebot lag brutto bei ca. 1600.- EUR, die Schwankung "zu unseren Gunsten" ergab sich, weil kein Kran eingesetzt werden musste und die tatsächliche Menge der Platten bei der Entsorgung gewogen wurde.
Wir waren mit den Arbeiten und der Firma sehr zufrieden.

UNSER FALL, UNSERE FRAGE
Nachdem wir ein paar Wochen später entschieden haben, auch noch unser (asbesthaltiges) Dach zu sanieren, haben wir dieselbe Firma angefragt und nach Angebotsabgabe auch beauftragt
Die Dachfläche betrug 115 qm, das Angebot war deutlich höher als bei der Fassade - Demontage der Platten brutto 31,25 EUR, das Angebot inclusive aller Kosten brutto 6000.- EUR.
Per Mail wurde uns mitgeteilt, dass die Firma damit rechnet, dass sie für die Arbeiten ca. 3 Tage brauchen wird.

Nachdem wir davon ausgingen, dass Dacharbeiten deutlich schwieriger bzw gefährlicher sind und länger dauern, und dadurch die fast doppelt so hohen Demontagekosten als gerechtfertigt ansahen (und natürlich auch keine Ahnung haben, was angesetzt werden "darf"), haben wir dem Angebot zugestimmt und den Auftrag erteilt.
Es waren wieder 3 Leute vor Ort, die auch zügig und soweit okay gearbeitet haben. Die kompletten Arbeiten waren - ganz im Gegenteil zur Einschätzung der Fachfirma - aber bereits nach einem Tag und einem nächsten Morgen von 7.30 - 10.00 erledigt.

Nun kam die Rechnung, die in keinster Weise berücksichtigt, dass die Arbeiten in unter der Hälfte der geschätzten Zeit erledigt wurden...mit einer ausgewiesenen Gesamt- Lohnsumme von ca. 4500.- brutto. (für 11 Stunden mit 3 Leuten ergibt das einen Stundenlohn von ca. 135.- EUR!!)

Darf die Firma die komplette Summe in Rechnung stellen, obwohl sie sich zeitlich "so verschätzt hat"? Die Bedingungen vor Ort waren sehr gut, das Gerüst perfekt, das Dach ohne Gauben oder andere "Hindernisse"...

Meine Frage ist konkret: Wenn eine Firma ein Angebt erstellt und mit der geschätzten Arbeitszeit so „daneben" liegt, muss ich als Kunde dann die komplette Rechnung bezahlen oder muss der Handwerker die Rechnung korrigieren?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Man muss unterscheiden zwischen einem Festpreisangebot und einem Angebot für eine Abrechnung auf Stundenbasis.

Ihren Schilderungen entnehme ich, dass es sich wohl um ein Angebot für eine Abrechnung auf Stundenbasis handelt.
Dann darf der Handwerker nur die tatsächlich geleisteten Stunden abrechnen. Idealer Weise hätte er Ihnen Stunden Zettel vorlegen müssen, die Sie hätten unterschreiben müssen. Aus Ihrer Frage geht leider nicht hervor, ob dies der Fall ist.

Wenn sie sich ganz sicher sind, dass es sich nicht um einen Festpreisangebot handelt, so sollten Sie den Handwerker anschreiben und die Rechnung monieren.
Sie können auch ausrechnen, was ihrer Meinung nach angefallen ist und diesen Betrag bezahlen. Andernfalls zahlen Sie einen angemessenen Abschlag. Vorher können Sie selbstverständlich das Gespräch mit ihm suchen.

Ich hoffe ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Draudt Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 24.09.2018 | 12:13

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 24.09.2018 4,2/5,0
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