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Handwerker stellt unerbrachte Leistungen in Rechnung

27.03.2010 22:47 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Wir haben einen Handwerker mündlich beauftrag bestimmt Arbeiten zu erledigen. Er hat dies erledigt und auch sein Geld dafür bekommen. Eigentlich wollten wir ihm noch einmal einen Auftrag erteilen, haben dies aber aus finanziellen Gründen erst einmal zurückgestellt. Einige Wochen später erhielten wir plötzlich eine Rechnung im 4stelligen Bereich des Handwerkers mit Arbeiten, die er nie ausgeführt hat. Da wir keinen Auftrag erteilt hatten, haben wir nicht auf diese Rechnung reagiert. Ein paar Wochen später kam die gleiche Rechnung, d.h. sie hatte das selbe Datum wie die erste - auch war sie nicht als Mahnung zu erkennen - also eine exakte Kopie. Ein paar Wochen später wieder die gleiche Rechnung, mit selben Datum. Einige Zeit später kam dann ein Schreiben von seinem Anwalt (Inkassoberechtigt), dass wir die Rechnung begleichen sollen, samt dessen Gebühren.
Nun meine Frage/-n:
Hat der Handwerker eine Chance diesen Sachverhalt durchzusetzten? Welches Rechtsgebiet muss der Anwalt haben, damit er uns in dieser Sache vertreten kann? Wie sollen wir uns verhalten?

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und beantworte sie unter Zugrundelegung Ihres Einsatzes und des Sachverhaltes wie folgt:

Der Handwerker hat keine Chancen nicht erbrachte Leistungen durchzusetzen. Seine Foderung ist unberechtigt. Seine Arbeiten sind Wervertragsleistungen. Beim Werkvertrag gem. § 631 Abs.1 BGB verpflichtet sich der Unternehmer, hier der Handwerker zur Herstellung des versprochenen Werkes und der Besteller zur Entrichtung der vereinbarten Vergütung.

In Ihrem Fall bedeutet dies: Zum einem wurden keine Handwerksleistungen erbracht, so dass er dafür keine Vergütung erfolgreich verlangen kann. Zum anderen haben Sie die nicht erbrachten und in Rechnung gestellten Leistungen auch nicht bestellt.

Das Werkvertragsrecht entspringt dem Schuldrecht, welches ein Teil des Zivilrechts ist. Sie können mit Ihrem Fall einen Rechtsbeistand beauftragen, der im Zivilrecht gute Kenntnisse besitzt. Dieser kann dann die Inkassofirma anschreiben und eine Begründung sowie eine explizierte Auflistung der in Rechnung gestellten Leistungen einfordern.

Da der Handwerker Ansprüche gegen Sie stellt, muß er diese auch beweisen. Dies wird ihm nicht gelingen,denn die Arbeiten wurden tatsächlich nicht erbracht. Dieses rechtwidrige Verhalten des Handwerkers können Sie der Handwerskammer melden.

Darüberhinaus ist zu überlegen, ob Sie dieses kriminelle Verhalten strafrechtlich verfolgen und Ihn wegen Betruges nach § 263 StGB anzeigen. Das bleibt dann Ihnen überlassen.

Ich weise Sie daraufhin, dass es sich hierbei um eine erste rechtliche Einschätzung handelt, die anders ausfallen kann, wenn Angaben wegelassen wurden oder der Sachverhalt sich anders darstellt.

Ich bedanke mich nochmals, wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihrer Rechtssache, sowie ein schönes Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Gancarczyk
Rechtsanwalt

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