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Handwerker in Mietwohnung

| 16.09.2015 09:01 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Guten Morgen,
es geht um Folgendes: Wir hatten vor einiger Zeit einen Wasserschaden in unserer Einliegerwohnung, Ablauf in der Duschwanne defekt. Jetzt ist es trocken und die Fliesenfugen sind bröckelig. Anfang des Jahres haben wir neu vermietet. Die neue Mieterin wollte unbedingt die Wohnung haben und beanstandete auch nichts. Jetzt wollen wir den "Schaden" beheben. Handwerker hatte es sich schon angeschaut und übernimmt den Auftrag. Die Terminabsprache mit der Mieterin scheiterte, weil sie der Meinung ist, wegen ihrer Berufstätigkeit sollen die Arbeiten nur in ihrer Anwesenheit abends oder samstags stattfinden. Ich bin etwas geschockt über dieses Misstrauen; zumal wir einen Schlüssel haben.
Meine zweite Frage: Die gleichen Fliesen sind nicht mehr zu bekommen. Ich habe aber welche gefunden, die farblich passen. Muss sie das hinnehmen?
Freue mich auf Ihre Nachricht.

Sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Frage beantworte ich aufgrund des vorgetragenen Sachverhalts wie folgt:

Es handelt sich bei den Arbeiten um Erhaltungsmaßnahmen an der Mietsache. Der Mieter hat Erhaltungsmaßnahmen grundsätzlich zu dulden. Die Duldungspflicht des Mieters ist dabei weitgehend uneingeschränkt und geht sogar so weit, dass auch vorbeugende Maßnahmen zu dulden sind. Der Mieter muss Zugang zu den Räumlichkeiten für die Planung und die Durchführung der Arbeiten gewähren.

Für Schäden, die auf der Weigerung der Duldungspflicht beruhen, haftet der Mieter. Die Duldungspflicht des Mieters begründet aber keine Pflicht zur Mitwirkung.

Sie müssen die Maßnahmen rechtzeitig ankündigen (1 Woche). Ist der Mieter zu den vorgeschlagenen Terminen verhindert, so ist er verpflichtet Ausweichmöglichkeiten vorzuschlagen. Diese Ausweichtermine müssen innerhalb der üblichen Geschäftszeiten liegen.

Sie dürfen diese Duldungspflicht jedoch keinesfalls eigenmächtig, z.B. durch unbefugten Zutritt zu den Räumen durchsetzen. Dies würde einen Fall des Hausfriedensbruchs darstellen.

Bei permanenter Weigerung durch den Mieter können Sie gerichtlich einen Duldungstitel erwirken und diesen im Wege der Zwangsvollstreckung durchsetzen. Die Kosten hierfür wären voraussichtlich vom Mieter zu tragen, da dieser sich vertragswidrig verhält.

Im Übrigen sind Sie nicht verpflichtet identische Fliesen zu verbauen. Sie dürfen das Badezimmer jedoch nicht erheblich verändern. Die Mieterin hat sich bei der Besichtigung der Wohnung auch für die Farbwahl im Badezimmer entschieden. Die farbliche Gestaltung ist so zu wählen, dass sie für einen möglichst großen Interessentenkreis an Nachmietern akzeptabel wäre. Die Fliesen sollten daher im ganzen Badezimmer einheitlich gewählt werden um weitere Streitigkeiten zu vermeiden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Gall, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.09.2015 | 10:31

Danke für Ihre Antwort. Also verstehe ich das richtig, sie muss dafür sorgen, dass die Handwerker in die Wohnung kommen. Sie muss das so einrichten, dass der Termin auch in ihrer Abwesenheit (ihr Argument sie muss arbeiten) stattfinden kann;
Was ist unter üblichen Geschäftszeiten zu verstehen? Ich habe keine Schwarzarbeiter, sondern eine normale Firma, denen es meiner Meinung nicht zuzumuten ist, abends oder an Samstagen zu arbeiten. Wahrscheinlich würden sich für mich Mehrkosten dadurch ergeben.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.09.2015 | 11:04

Sehr geehrter Fragensteller,

übliche Geschäftszeiten sind Werktags zwischen 8 Uhr und 17 Uhr.
Die Mieterin muss Ausgleichstermine vorschlagen oder das Betreten der Wohnung gestatten.

Mehrkosten könnten im Rahmen des Schadensersatzes geltend gemacht werden. Sie müssen der Mieterin jedoch die Möglichkeit einräumen dies zu umgehen.

Bei Rückfragen können Sie mich gerne telefonisch erreichen.

Bewertung des Fragestellers 19.09.2015 | 10:04

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