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Handwerker hat Badewanne beschädigt


| 08.11.2006 13:42 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Sehr geehrte Anwälte,

Bei meiner Mieterin war der Fußboden feucht.
Ursache dafür war ein Rohrbruch in der Abwasserleitung.
Der Klemptner hat dies schon fertig gemacht.
Da der übergelagerte Holzfußboden nass war, musste er durch einen Schreiner entfernt und ersetzt werden.
Meine Mutter und die Mieterin kann aber nun bestätigen, dass die Arbeiter der Firma Werkzeug in die Badewanne haben fallen lassen.
Diese weist nun einen Sprung auf bzw. einen Kratzer.
Die Firma selbst hat in ihrer Endabrechnung mir nun und ich zitiere " 003 1 Nachlaß aus Kulanz
(Beschädigungen an den Fliesen sind in dem Bereich, wo der alte Boden bereits entfernt war)"

Das zusätzlich die Fliesen kaputt waren, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch garnicht, dieses hat er ja auch zugegeben, jedenfalls teilweise.
Nun sind Fliesen und Badewanne beschädigt.
Insgesamt will der Handwerker mehr als 350 Euro haben und will bei den kaputten Fliesen einen Abzug von 50 Euro geltend machen.

Meine Frag eist nun, was ich ihm Schreiben soll, welchen Paragraphen ich angeben muss und ob ioch das Geld erst einmal einbehalten kann und mir u.U. ein eigenes Angebot zur Reparatur der Badewanne einholen lassen muss.

Kann ich die ganze defekte Wanne in Rechnung stellen, also kann ich eine neue Badewanne mit Lohn verlangen ?

Danke

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Sehr geehrter Fragesteller,

Sie können in der Tat Schadensersatz von dem Schreiner verlangen. Der Umstand, dass Werkzeug in die Badewanne gefallen ist, stellt eine Pflichtverletzung dar. Der daraus resultierende Schaden kann gem. § 634 Nr. 4 BGB iVm § 280 BGB geltend gemacht werden.

Obgleich es einer Fristsetzung an sich nicht bedarf, sollten Sie den Schreiner vorsorglich mit kurzer Frist zur Beseitigung des Schadens auffordern. Gleichzeitig sollten Sie ihn auffordern, Ihnen seinen Haftpflichtversicherer und die Versicherungsnummer zu benennen, sofern der Schreiner versichert ist.

Reagiert der Handwerker nicht oder ersetzt er den Schaden nicht fachgerecht, können Sie die Badewanne austauschen lassen und ihm die Kosten in Rechnung stellen. Mit diesen Kosten können Sie dann gegen die Rechnung des Handwerkers aufrechnen.

Voraussetzung für die Geltendmachung des Schadensersatzanspruchs ist selbstverständlich, dass bewiesen werden kann, dass der Schaden in der Badewanne tatsächlich erst durch den Handwerker oder seine Mitarbeiter verursacht wurde. Da insoweit ein gewisses Risiko besteht, empfehle ich Ihnen, für die weitere Abwicklung einen Anwalt zur Interessenvertretung zu beauftragen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Matthes
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 08.11.2006 | 15:04

Vielen Dank für die Anteort.

Dem Grund nach habe ich kein Interesse, die Badewanne auszuwechseln, die Mieter selber haben dies auch nicht moniert.

Ich möchte nur, dass der Handwerker mit den Schaden ersetzt.

Im Mietrecht ist es dem Grunde nach bei Kautionsauszahlungen auch so, dass man "nur" ein Angebot zum Beispiel über Beschädigungen in der Wohnung einholt, dies dann von der Kaution abziehen kann.

Wäre dies in diesem Falle hier auch möglich und wie stelle ich das an, wie oben bereits erwähnt, würde ich gerne ein Angebot erstellen lassen und dieses Angebot mit der Handwerkerrechnung verrechnen.

Ich hatte zudem in meiner Anfangsfrage noch etwas vergessen:

Der gleiche Handwerker hat an der Eingangstüre ein Schliessblech gemacht.

Durch Zufall bescheinigt mir nun ein anderer Handwerker, der eigentlich die Balkontüre machen solle, dass das Schliessblech nicht richtig zu geht, also ist die Arbeit des ersten Handwerker mangelhaft, was der neue Handwerker mir in dem Angebot auch so bescheinigt.

Kann ich nun die Rechnung verweigern mit Hinweis auf die neue Angebot oder msuss ich dem Handwerker eine Frist zur Beseitigung geben ?

Ich habe nun folgendes formuliert, kann ich dies so abschicken?:

Nach § 281 Abs. 4 Schadensersatz
Laut Rechnung akzeptieren sie die Macke nicht an der Badewanne, obwohl ich ihnen das mitgeteilt habe, daher greift § 281 Abs. 2 BGB

Werde erst mal unter Vorbehalt 100 Euro zahlen nach § 638 Abs. 1
Dies stellt nach § 638 Abs. 3 eine Schätzung dar.
Ein Angebot werde ich noch einholen.
Falls der Schaden höher ausfallen wird als gedacht, muss ich noch Schadensersatz fordern.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.11.2006 | 15:15

Eine fiktive Abrechnung ohne tatsächliche Reparatur auf Basis eines Kostenvoranschlags ist ebenfalls möglich. Sie können dann als Geldbetrag allerdings nur die Nettoreparaturkosten ohne Mehrwertsteuer erstattet verlangen.

Weiter weise ich Sie darauf hin, dass die Nachfragefunktion sich auf den ursprünglichen Sachverhalt beschränkt. Eine Beurteilung der Fragen im Zusammenhang mit dem Schliessblech ist aufgrund der Nutzungsbedigungen dieser Plattform leider nicht möglich. Ich bitte um Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers |


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