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Handwerker erbringt vereinbarte und voraus zur Hälfte angezahlte Leistung nicht

| 06.11.2020 11:28 |
Preis: 53,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Wir sanieren unser Haus und haben uns dafür (die komplette Erneuerung der Wasserleitungen und Material und Unterstützung beim Einbau einer Bodenheizung) von einem Sanitär als Angebot zukommen lassen. Da uns alles zusagte und der Eindruck bei der persönlichen Besichtigung stimmte zahlten wir vor Arbeitsbeginn 50% der Rechnungssumme an (Anzahlung betrug 12 000 Eur). Die restliche Summe ist gemäss Angebot bei Fertigstellung zu zahlen.

Abgemacht war mündlich (zwischen dem Chef der Firma und meinem Partner und mir als die Bauherren) Baubeginn am 12.10.2020. Dies verzögertes sich durch Notfälle auf Seiten der Firma, Krankheit des Mitarbeiters und fehlende Materiallieferungen immer weiter. Wir wurden immer wieder vertröstet, der Chef war nur sporadisch zu erreichen. Am 19.10., nachdem bisher nichts passiert war, forderte ich per E-Mail eine Leistung der vereinbarten Arbeit binnen 2 Wochen wie vereinbart ein. Dies wurde nicht erledigt, sondern in den vergangenen 2 Wochen nur einige Stunden lang einige Leitungen verlegt, so dass per Stand heute nur etwa 20% der Arbeit erbracht wurden. Heute erfuhren wir vom Mitarbeiter, dass ein anderer Auftraggeber wegen Betruges eine Strafanzeige stellen wird, der Mitarbeiter selbst mehrere Lohnzahlungen nicht erhalten hat und gekündigt hat. Zudem gab der Chef zu, dass er Probleme mit dem Grosshändler hatte, Material nicht geliefert werden konnte (welches durch die Anzahlung abgedeckt war, aber scheinbar von der Firma nicht bezahlt wurde). Die Firma läuft über die Frau des Chefs, welcher sich und ihr einen Lohn auszahlt, die Arbeit erledigt der Mitarbeiter als einzige Fachperson. Damit gehen wir davon aus, dass die Firma diese Variante als Masche benutzt und wir keine Leistungen mehr erwarten können, und wir haben natürlich Angst, dass unsere Anzahlung schon längst weg ist.

Wir gehen aufgrund der von uns mitgeschriebenen Stunden und Materialverbräuche davon aus, dass bisher etwa 3500 Eur geleistet wurden.
Ich würde nun per Einschreiben eine letzte Frist zur Fertigstellung setzen und daraufhin eine Abrechnung der erfolgten Leistungen einfordern, um den Vertrag zu kündigen und die Rückzahlung der Restsumme einzufordern. Wäre dies der beste Weg? Vielen Dank im Voraus!

Eingrenzung vom Fragesteller
06.11.2020 | 11:29
06.11.2020 | 12:22

Antwort

von


(2378)
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Sehr geehrte Ratsuchende,

der von Ihnen angedachte Weg ist zutreffend. So sollten Sie vorgehen; senden Sie die Aufforderung aber per Einwurf/Einschreiben.

Sie müssen in dem Schreiben auch aufnehmen, dass Sie sich den Rücktritt vom Vertrag vorbehalten,wenn die Frist nicht eingehalten wird und kündigen Sie für den Fall des Rücktritts die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen an,

Wenn die Arbeiten nicht ausgeführt werden, setzen Sie nochmals eine Frist zur Abrechung und Auszahlung Ihrer Anzahlung abzüglich des genannten Betrages.

Neben der schriftlichen Fristsetzung senden Sie mit dem gleichen Text auch diese nochmal per E-Mail.

Dabei ist aber folgendes zu berücksichtigen. Die von Ihnen gesetzte Frist muss so gesetzt werden, dass auch die Restarbeiten durchgeführt werden können.

Es steht zu vermuten, dass auch in Ihrem Fall die Arbeiten nicht beendet werden und auch die Rückzahlung der Anzahlung abzüglich des von Ihnen genannten Betrages für bisherige Leistung klageweise geltend gemacht werden muss. Das ist der zivilrechtliche Weg.

Sie können nach fruchtlosem Ablauf der Frist zur Rückzahlung der Anzahlung abzüglich der 3.500,00 € auch Strafanzeige erstatten. Diese führt aber nicht dazu, dass Sie auch Ihr Geld zurückerhalten. Mit der Strafanzeige wird die strafrechtliche Seite geprüft und der Strafanspruch des Staates durchgesetzt.

Sie müssen die Rückzahlung zivilrechtlich geltend machen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und bleiben Sie gesund.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Bewertung des Fragestellers 10.11.2020 | 17:25

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5/5,0

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