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Handwerker bezahlt, mangelhafte Lieferung

17.08.2011 00:10 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Guten Tag,

folgende Faktenlage: Wir haben neu gebaut (Einzug 31.05.2011) und im Zuge dessen einen Schreiner beauftragt (schriftlicher Vertrag) unsere Küche einzubauen. Der selbe Schreiner hat auch den Auftrag gehabt die Türen einzubauen (erledigt), im Bad Ablagen aus Holz (erledigt) und Spiegelschränke einzupassen (teilweise erledigt, Wert ca. 400 €). Wir haben die Küche vollständig bezahlt, die Türen ebenso – Holzablagen im Bad und Spiegelschränke nicht. In der Küche fehlt die Dunstabzugshaube und zwei Schubladenabdeckungen. Des Weiteren war mit ihm vereinbart (hierfür liegt ein Kostenvoranschlag vor), dass auf den Küchenblock und die Spüle Arbeitsplatten aus Glas kommen, daher hat er mangelhafte waaaserabweisende Unterplatten (kleinere Schäden im Lack) eingebaut – welche nun im Bereich der Spüle bereits langsam aufquellen, weil sie nicht vollständig abgedichtet sind durch den Schreiner beim Einbau.

Wir haben mehrfach telefonisch (mailbox) auf Fertigstellung gemahnt, am 13.08. jetzt auch schriftlich per mail und Fax mit einer Frist sich bis zum 20.08.2011 zu melden. Dieser Handwerker meldet sich seit dem Einzug nie zurück (nicht per mail, nicht per Fax, nicht telefonisch, gar kein Lebenszeichen).

Die Arbeitsplatten werden irreparabel geschädigt wenn wir noch länger ohne Glasarbeitsplatten arbeiten. Die Dunstabzugshaube ist auch dringlich, ist die Lüftungsanlage ja nicht auf ungefilterte Abluft aus der Küche ausgelegt.

Nun meine Frage: Was tun? Meiner Meinung nach übergebe ich die Restarbeiten in der Küche einem anderen Schreiner und verrechne diese Leistung dann mit den noch nicht bezahlten Leistungen des Schreiners und schicke ihm dann einen Brief!? Ich habe auch noch eine Kappsäge des Schreiners, Wert ca. 300 €, welche er mir kostenlos ausgeliehen hat. Oder gibt es eine Möglichkeit gerichtlich vorzugehen und wenn ja, welches Procedere müsste ich einhalten? Oder kann ich einfach Anzeige stellen?

Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

Sehr geehrter Fragensteller,

anhand des geschilderten Sachverhalts und Ihres Einsatzes kann ich Ihre Fragen im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten:

Der Schreiner hat nach Ihrer Schilderung ein mangelhaftes Werk erbracht. Er wurde von Ihnen bereits unter Fristsetzung mehrfach aufgefordert, nachzubessern. Sollte er diese Frist fruchtlos verstreichen lassen steht Ihnen im Werkvertragsrecht ein Recht zur Selbstvornahme gem. § 637 BGB zu. Die Kosten, die Ihnen hierdurch entstehen sind ein direkter Anspruch gegen den Schreiner. Mit der Forderung steht einem insofern grds. die Möglichkeit der Aufrechnung, wie auch die gerichtliche Geltendmachung zur Verfügung.

In jedem Fall sollten Sie aber zunächst die gesetzte Frist (20.08.11) abwarten.

Sollten Sie sich entscheiden, die dann durch einen Drittunternehmer (oder Sie selbst) entstandene Forderung gerichtlich geltend zu machen würde sich das Mahnverfahren anbieten (§§ 688 ZPO), weil hier im günstigsten Fall verhältnismäßig schnell und ohne eine mündliche Verhandlung ein Vollstreckungstitel geschaffen werden kann.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit meinen Antworten eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Weiss
Rechtsanwalt
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Allgemeiner Hinweis:

Für die Vergütung einer außergerichtlichen Tätigkeit verlangt § 4 Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG), dass der vom Auftraggeber an den Anwalt zu zahlende Betrag in einem angemessenen Verhältnis zu Leistung, Verantwortung und Haftungsrisiko des Anwaltes stehen muss. Als Richtwert kann insoweit für eine Erstberatung der Betrag von € 190,00 netto herangezogen werden ( § 34 Abs. 1, S. 3, 3. Hbs. RVG).

Vielen Dank!

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