Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.336
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Handvertrag v. Anbieter gekündigt; Inkassounternehmen beauftragt;Forderungen gerecht?


29.04.2007 17:29 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe




Mein Bruder hat 3 Handyerträge bei O2 abgeschlossen zu jeweils 10 Euro Grundgebühr im Monat.
Diese Verräge beinhalten jeweils 100 Frei-SMS und ein Vertrag eine Flatrate ins O2-Netz und das deutsche Festnetz.

Mein Bruder ist in Zahlungsverzug gekommen und hat mit O2 telefoniert.
Am 1. Februar 2007 bekam er eine Forderung über 592,17 Euro. (Zahlbare bis 11.2.2007)
Er hat um den 12.2.2007 300 Euro bezahlt. Von denen um die 190 Euro angerechnet wurden.

Eine weitere Rate um Mitte März hat er nicht pünktlich bezahlt. Daraufhin wurden ihm alle 3 Verträge außerordentlich gekündigt.

Zu den angefallenen Telefon-Gebühren um die (Schätzungsweise 500 Euro) Euro soll er nun für die 3 Verträge für die restlichen Monate die Grundgebühren in Gesamthöhe von etwa 450 Euro bezahlen.

Am 29.03.2007 informiert ein Inkassounternehmen meinen Bruder über die außerordentliche Kündigung.

Das Inkassounternehmen stellt bei einer Gesamtforderung in Höhe von 986 Euro 147,50 Inkassoverügung + Auslange in Rechnung. (Gesamtsumme 1152,87)
Die Frist wird auf den 3.4.2007 gesetzt.

am 13.4.2007 schreibt ein Anwalt und erhöht den Betrag um erneut über 51 Euro. (Gesamtsumme nun 1208,09 Euro) Frist 23.04.2007 Drohung gerichtliches Mahnverfahren.

So meine Frage nun:
- Ist es in Ordnung, dass O2 drei einzelne Verträge macht, diese ohne weiteres unter einer Kundennummer zusammenfasst (auch wenn dies so nicht gewünscht war) und diese dann auf einen Schlag kündigt?
- Ist es in Ordnung, dass O2 die 10 Euro Grundgebühr verlangt, obwohl in dieser Grundgebühr Leistungen enthalten sind (Kostenlose SMS und Flatrate) die nicht erfüllt werden. Können wir von O2 verlangen, dass sie entweder die frei-sms und die Flatrate rausrücken oder anteilig aus den Grundgebühren rausrechnenen?
- Sind die Fristen korrekt? 29.03.2007 --> 3.4.2007
und 13.4.2007 --> 23.4.2007. Zumindest die erste Frist erscheint mir völlig zu kurz.
- Macht es Sinn bei O2 nachzufragen, den Vertrag unter den alten Bedingungen weiterlaufen zu lassen?
- Macht es Sinn sich mit dem Inkassounternehmen um eine Raten-bezogene Bezahlung zu kümmern?
- Sind die 147 Euro Inkassovergütung gerechtfertigt?
- Sollen wir uns an O2, das Inkassounternehmne oder an den Anwalt wenden?



Mit freundlichen Grüßen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen beantworte ich auf der Grundlage Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt:

Grundsätzlich ist es zulässig, dass O2 drei Verträge mit Ihrem Bruder abschließt und dass dies unter einer Kundenummer läuft. Schließlich war es ja Ihr Bruder, der diese drei Verträge wollte wegen der Frei-SMS usw.
Es dürfte auch korrekt sein, dass O2 alle drei Verträge gleichzeitig kündigt, da Ihr Bruder wohl hinsichtlich aller drei Verträge in Zahlungsverzug gekommen ist.

Hinsichtlich der 10,00 € monatl. Grundgebühr für die Restlaufzeit müßten die Verträge und die dazu gehörigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen geprüft werden. Es ist denkbar, dass im Vertrag diese 10,00 € monatlich als eine Art Vertragsstrafe für Zahlungsverzug vereinbart sind. Theoretisch müßte sich O2 die ersparten Aufwendungen anrechnen lassen, könnte dann aber wiederum den Aufwand für Mahnung etc. in Rechnung stellen. Die Korrektheit der verlangten Beträge kann im Rahmen dieser Erstberatung ohne weitere Unterlagen nicht geprüft werden.
Es macht jedoch keinen Sinn, sich mit O2 wegen eines Weiterlaufens der alten Verträge in Verbindung zu setzen, denn in dem Moment, in dem die SIM-Karte wieder frei geschaltet wird, besteht für O2 das Risiko, dass Ihr Bruder telefoniert, ohne dass dies in der Flatrate enthalten ist (z.B. in andere Handy-Netze) und dass er die dafür anfallenden Kosten nicht bezahlt.

Die erste Frist war zwar zu kurz, aber das bringt Ihrem Bruder nichts, da er ja auch bis zum 13.04 nicht bezahlt hatte, so dass er auch eine längere Frist nicht eingehalten hätte.

Ein Inkassounternehmen darf keine höheren Gebühren verlangen als sie einem Anwalt zustehen würden.
Die Inkasso-Vergütung mit 147 € entspricht einer 1,3 Geschäftsgebühr aus 1.200,00 € für anwaltliche Tätigkeit. Es ist allerdings fraglich, ob für ein standardisiertes Schreiben nicht eine geringere Gebühr angemessen wäre. Hierzu müssten die Unterlagen im Einzelnen überprüft werden. Dies gilt auch für die weitere Gebühr von 51,00 €.

Sie sollten in jedem Fall mit dem Anwalt Kontakt aufnehmen und eine Ratenzahlung vereinbaren, denn so vermeiden Sie die weiteren Kosten für das Mahnverfahren.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de





FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER