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Handel mit der Schweiz

| 01.02.2011 12:17 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren

Ich bin im Aufbau eines Handelsunternehmen. Mein Ziel ist es, Waren wie z.B Stahl von Deutschland direkt zu meinen Kunden in der Schweiz zu verkaufen und auch direkt von meinem Lieferanten zu meinem Kunden zu liefern.

Bis jetzt ist es so dass meine Kunden aufgefordert werden bei der schweizer Vertretung zu bestellen.
Andererseits habe ich die Zusage von den Lieferanten dass Sie bei einer Bestellung durch mich mit Firmensitz in Deutschland problemlos die Ware direkt an meine Kunden in der Schweiz ausliefern.

Meine Frage:
1. Kann ich bei diesem Geschäftsmodell rechtliche Probleme mit den deutschen Lieferanten oder deren schweizer Vertretung bekommen.
2. Auf was muss ich achten, muss ich spezielle Hinweise auf die Angebote oder Rechungen aufbringen usw.

Freundliche Grüsse
Eberhard Dengler

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte diese anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

1. Kann ich bei diesem Geschäftsmodell rechtliche Probleme mit den deutschen Lieferanten oder deren schweizer Vertretung bekommen?

Grundsätzlich nicht. Die Schweiz ist zwar nicht Mitglied der Europäischen Union, diese hat aber bereits 1972 mit der EU ein entsprechendes Freihandelsabkommen abgeschlossen. Durch dieses wird also auch der Warenverkehr Deutschlands mit der Schweiz erfasst. Grundlage des Freihandelsabkommens ist die Beseitigung von grenzüberschreitenden Handelshemmnissen (z.B Kontingente oder Ein- und Ausführzölle). Derartige Schwierigkeiten sind durch dieses Abkommen für den grenzüberschreitenden Warenverkehr in die Schweiz abgebaut worden, so dass Sie aus diesem Grund auch keine Probleme mit den deutschen Lieferanten oder deren Schweizer Vertretung bekommen können. Lediglich um sich eventuellen Ärger im Rahmen der jeweiligen Vertragsabwicklung zu ersparen, sollten Sie vor allem auf entsprechende Nachweise für die tatsächliche Versendung der Ware achten, z.B. auf die Vorlage von Frachtbriefen oder Posteinlieferungsscheinen bestehen.

2. Auf was muss ich achten, muss ich spezielle Hinweise auf die Angebote oder Rechungen aufbringen usw.?

Maßgeblich hierbei ist in jedem Fall die richtige Auszeichnung der Umsatzsteuer auf den Rechnungen. Dies bestimmt sich grundsätzlich beim grenzüberschreitenden Warenverkehr nach Art des Käufers und Zielland der Lieferung. Bei Lieferungen in die Schweiz, welche mangels EU-Mitgliedschaft als Drittland gilt, ist es in diesem Rahmen jedoch nicht ausschlaggebend, ob der Empfänger ein Unternehmen oder eine Privatpersonen ist. Die Lieferung ist als Ausfuhrlieferung in Deutschland von der Umsatzsteuer befreit. Damit entfällt auch die Umsatzsteuerausweisung auf der Rechnung. Daneben ist es im Allgemeinen im grenzüberschreitenden Warenverkehr üblich, in entsprechenden Angeboten und Rechnungen bestimmte Angaben zu machen. Hierunter fallen Name und Adresse des Exporteurs sowie Empfängers mit Lieferadresse, Rechnungs- Auftrags- und Kundennummer, Ort und Datum der Ausstellung, handelsübliche Bezeichnung der Ware nebst Menge, Art sowie Roh- und Eigenmasse, Einzel- und Gesamtpreis, Lieferkonditionen und -datum, Transportweg und –art, Zahlungsbedingungen nebst Bankverbindung, Ursprungsnachweis oder Warenverkehrsbescheingung.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und meine Ausführungen helfen Ihnen weiter. Ansonsten wünsche ich noch einen schönen Tag und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Joschko
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 03.02.2011 | 09:10

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 03.02.2011 4,2/5,0
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