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Handel mit Btm?Geringe Menge oder nicht?Verhandlung!


19.05.2007 14:31 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Hallo

Vorgeschichte:ich und ein freund sind ab und zu nem bekannten gefahren den ich kennengelernt habe gefahren und haben etwa 5X für 10-20g (gesammt ca. 50-60g)marihuana gekauft.
da ich kein konsument mehr sondern es nur abgwickelte habe wurde ich wegen handel mit btm angklagt und der freund der gefahren ist wegen erwerb.da der richter es nicht versteht das ich das gemacht habe ohne in gewinnabzielungsabsicht gehandelt zu haben.

der bekannte von dem wir geholt haben wurde hochgenommen und es fand eine HD statt bei dem Marihuana gefunden wurde.

zu den aussagen:ich gab bei der verhandlung zu das wir etwa 50-60g von dem bekannten erworben haben.
es war so zusagen ein freundschaftsdienst da er hier niemand kennt.
bei dem bekannten bei dem wir geholt habe hat er in der 1. vernehmung ausgesagt das wir 10X da waren und immer ca. 30g(gesamt 300g) geholt haben.
bei seiner 2. aussage gab er an das es nur 5X (gesamt 150g)waren was von der häufigkeit in etwa so hin kommt wie wir es zu gegeben haben aber die menge noch nicht stimmt.

zur verhandlung:geladen waren mein freund als zeuge und ein sachbearbeiter der polizei der den fall bearbeitet hat(aus der region von dem wir immer geholt haben)
da das gericht mir durch die 2 verschiedene aussagen das bekannten(der vor gericht nicht anwesend war eventuell wegen haft)nicht die genannte menge nicht 100%ig nachweisen konnte wird eine 2. verhandlung auch als zeugen mit diesem angesetzt um zu versuchen mir eine nicht geringe menge nach zu weisen.

zu den fragen:
1.da sie bei mir und meinem freund nichts gefunden haben kommt dann noch die nicht geringe menge in frage sowie auch der handel?
2.ist trotz den wiedersprüchlichen aussagen des bekannten unbedingt noch eine 2. verhandlung nötig(zwecks finanzen)?
3.ist es überhaupt rechtens alle mengen zu addieren um mir eine "nicht geringe menge" anzuhängen?(nochmals es wurde nichts bei mir gefunden sodas kein k.-untersuchung des btm gemacht werden konnte)
von welcher Qualität des marihuanas geht man aus?
4.wie soll ich mich verhalten da ich alles ohne anwalt gemacht habe da ich nur reinen tisch machen wollte
5.was könnte noch auf mich zu kommen im schlimmste fall?

LG aus bayern


-- Einsatz geändert am 19.05.2007 14:46:36

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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Fragen wie folgt.

1. Ja, es kommen trotzdem noch nicht geringe Menge sowie Handel in Frage. Es kommt auf die Aussage desjenigen an von dem Sie gekauft haben. Wenn Sie jeweils eine größere Menge gekauft haben, legt das den Verdacht nahe dass Sie nicht nur selbst konsumiert, sondern weiter verkauft haben.

2. Gerade weil die Aussagen widersprüchlich waren, wird die zweite Verhandlung nötig sein. Dem Gericht kommt es darauf an sich selbst ein Bild von dem Zeugen zu machen um so die Glaubwürdigkeit einschätzen zu können.

3. Ja, das ist so in Ordnung. Allerdings muss, wenn keine BtM sichergestellt wurden, laut BGH, zu Ihren Gunsten angenommen werden dass das Marihuana von schlechter Qualität war. Dann sind ca 250 Gramm zur nicht geringen Menge nötig, da ein Wirkstoffgehalt von 7,5 Gramm THC vorliegen muss.
Andrs wäre es natürlich wenn Ihr Verkäufer aussagt er hätte immer nur beste Qualität verkauft.
Die Handhabung mit geringer und nicht geringer Menge ist auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

4. Wie Sie sich verhalten sollen ist aus der Ferne ohne Akteneinsicht schwer zu sagen. Am besten wäre es gewesen gleich einen Anwalt einzuschalten mit dem Sie Ihr Aussageverhalten nach Akteneinsicht hätten abstimmen können.
Da Sie ja offensichtlich schon ausgesagt haben wird es wahrscheinlich das Beste sein bei der gemachten Aussage zu bleiben. Aber wie gesagt, das ist schwer einzuschätzen.

5. Der schlimmste denkbare Fall wäre eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung. Aber auch das kann so pauschal nicht beantwortet werden. Im Endeffekt steht und fällt hier alles mit der Aussage des Bekannten, wie er sich einlässt und wie glaubhaft er aussagt.
Für das Strafmaß kommt es natürlich auch auf Sie persönlich an. Vorstrafen und wenn ja, welche, sind sehr entscheidend.


Ich hoffe ich konnte Ihnen weiter helfen.


Mit freundlichem Gruß

Thomas Will
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 19.05.2007 | 19:03

Vielen dank für die schnelle und detailierte antwort.
Ich hoffe es kommt so raus wie es wirklich war.
die ganzen probleme sind aufgetreten weil dieser bekannte eine lebensbeichte abgelegt hat und ich denke das es da durcheinander gekommen ist.ich selbst habe über bekannte eine kleine akteneinsicht gewährt bekommen..wenn man ca. 50 leute des ewerbs beschuldigt verliert kann man sehr schnell den überblick.
ich selbst habe noch keine vorstrafen!!!
eine kurze frage hätte ich noch:
sollte es dann doch so ausgehen wie es war und bei der geringen menge bleiben wie stehen dann meine chancen auf ein weiterhin sauberes führungszeugnis?

Nochmals Vielen Dank weil ich selbst konnte diese situation nicht richtig einschätzen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.05.2007 | 12:45

Ich denke auch dass es durchaus möglich ist dass er sich zunächst geirrt hat, vor allem wenn er viele Kunden hatte.
Letztendlich kommt es ausschließlich auf seine Aussage vor Gericht an, nur diese wird verwertet.

Beim Führungszeugnis sieht es so aus, dass, sofern noch keinen anderen Einträge vorhanden sind, erst Strafen ab mehr als 90 Tagessätzen bzw. mehr als 3 Monaten Freiheitsstrafen eingetragen werden.


Mit freundlichem Gruß

Thomas Will
Rechtsanwalt

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