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Hallo,FS ohne MPU?


07.09.2005 16:35 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers



Hallo.....
ich habe eine frage und zwar bin ich leider nicht mehr im Besitz einer Fahrerlaubnis.Am 20.10.2001 bekamm ich mit 1.62Promille den Fs weg(Klasse3/B).....2monate später wurde ich nochmal angehalten,diesmal ohne Fs(der war ja schon weg)und mit knapp über 1.7Promille.Ich bekamm logischerweise Post von der Kreisverwaltung und wurde aufgefordert eine MPu zu machen(+150Sozielstd...usw).Leider habe ich seit dem keine Arbeit mehr(bin Maurer ohne FS)und auch meine persönliche situation ist nicht prikelnd(hartz4)....Eine MPU Vorbereitung bei der Caritas habe ich absolviert und festgestellt das ich keine/kaum chance habe die MPU beim ersten mal zu bestehen.

Jetz hab ich vor in Polen FS zu machen....Das geld würden wir meine Eltern leihen das wäre kaum ein Problem.Es würde ca 250Euro mehr kosten wie eine MPU aber ich hätte ja schon den FS dann.Heist alles in allem wäre ich nicht nur an der MPU vorbei sondern das ganze wäre auch noch günstiger.MPU+FS wäre in Deutschland ca 1700Euro.Der FS in Polen kostet "nur" 990Euro.....

Nur die frage darf ich damit in Deutschland fahren?Ist das ganze legal?Ich habe viele zweifel an der Methode....deswegen möchte ich sie bitten mir weiterzuhelfen....Vielen dank,mfg

Hier noch der link wo ich mich für interresiere:
http://www.estello.sc/fahrschule.htm

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich würde Ihnen von dem Erwerb eines ausländischen Führerscheins abraten, da Sie vermutlich hiermit in Deutschland nicht allzu lange Freude haben werden.

Zunächst müssen Sie nach EU-Recht für die Erteilung einer Fahrerlaubnis mindestens 185 Tage im Jahr in dem Land wohnen, in dem Sie die Fahrerlaubnis erwerben - in diesem Fall also in Polen. Wenn Sie trotzdem einen Führerschein erhalten (wobei Sie auch dringend prüfen sollten, ob es sich hierbei um keine Fälschung handelt), kann es sein, dass die deutschen Behörden an Ihrem polnischen Wohnsitz zweifeln und Ihnen auf deren Hinweis die polnischen Behörden die Fahrerlaubnis wieder entziehen.

Sobald den deutschen Behörden bekannt wird, dass Sie eine neue Fahrerlaubnis haben, können Sie bei Ihrer Vorgeschichte davon ausgehen, dass Sie aufgefordert werden, Ihre Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen durch eine MPU nachzuweisen. Können Sie eine solche nicht vorweisen, müssen Sie damit rechnen, dass Ihnen die Fahberechtigung für Deutschland entzogen wird.

Ich kann Ihre Verzweifelung in gewissem Rahmen verstehen - aber auch wenn die Rechtsprechung bei diesem Thema noch im Fluss ist, dürften Sie in der Regel mit Ihrer polnischen Fahrerlaubnis in Deutschland ohne MPU nicht lange Freude haben, so dass Sie sich lieber hierauf konzentrieren sollten (auch wenn mir bewusst ist, dass Sie es nicht leicht haben werden, diese zu bestehen).

Leider kann ich Ihnen keine positivere Antwort geben.

Mit freundlichen Grüßen
Arnd-Martin Alpers

Nachfrage vom Fragesteller 07.09.2005 | 18:09

Vielen dank für ihre Antwort...
so änlich hatte ich es schon vermutet....Ich werde mich wohl drüm kümmern müssen meinen Fs in der BRD wiederzubekommen.Dazu hab ich noch ne kleine nAchfrage.Ich habe gehört das das Verfahren der MPU vor dem aus steht.Soll heissen MPU wird abgeschafft und die Strafen sollen höher/länger werden.Ist da was dran?Und verjährt ne MPU Auflage auch nach 10 Jahren z.B oder so?mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.09.2005 | 22:00

Dass die MPU vor dem Aus steht, wurde nach dem Urteil des EuGH im Jahre 2004 immer wieder verbreitet - meines Wissens ist eine Abschaffung allerdings nicht konkret geplant.
Spätestens 5 Jahre nach der Entscheidung über die Versagung der Fahrerlaubnis beginnt die Tilgungsfrist, die 10 Jahre beträgt. Teilweise besteht aber auch schon nach 10 Jahren die Möglichkeit, ohne MPU die Fahrerlaubnis neu zu machen. Hierzu sollten Sie sich dann beim zuständigen Straßenverkehrsamt erkundigen.

Mit freundlichen Grüßen
Arnd-Martin Alpers

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