Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Halbschwester auszahlen bei Hausübernahme

21.07.2014 09:09 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Sehr geehrte Damen und Herren,

mein vater spielt mit dem Gedanken mir das elterliche Haus zu übertragen und sich und meiner Mutter ein lebenslanges Wohnrechrecht einzuräumen.

Nun zum eigentlichen Bedenken.
Meine Mutter hat aus erster Ehe eine Tochter, die auch z. Zt. im Haus meiner Eltern lebt.
Das Haus wurde vor Jahren aber auf Grund einer Insolvenz meiner Mutter alleinig auf meinen Vater übertragen.
Wenn das Haus nun auf mich überschrieben wird, muss ich meiner Halbschwester einen Pflichtteil auszahlen (spätestens nach ableben meiner Mutter) oder nicht?

Hat sie einen Anspruch obwohl mein Vater "Alleinbesitzer" des Hauses ist und wenn ja wie hoch wäre ihr Anteil prozentual wenn ich sie im Vorfeld bereits auszahle?

Vielen Dank im voraus führ ihre Hilfe!

Einsatz editiert am 21.07.2014 09:17:06

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn das Haus auf Sie überschrieben wird, ich gehe davon aus, dass es Ihnen geschenkt werden soll, müssen Sie an Ihre Halbschwester keine Zahlung leisten.

Wenn Ihre gemeinsame Mutter verstirbt, könnte die Übertragung des Hauses von Ihrer Mutter an Ihren Vater einen Pflichtteilsergänzungsanspruch begründen, wenn die Übertragung im Rahmen einer Schenkung, vor bis zu 10 Jahren erfolgte und Ihre Halbschwester weniger als den Pflichtteil an dem Nachlass unter Berücksichtigung der Schenkung erben würde. Die Ansprüche Ihrer Halbschwester würden sich dann grundsätzlich gegen den Erben richten.

Wie hoch der Pflichtteilsergänzungsanspruch ist, hängt u.a. vom Wert des Nachlasses, dem Wert der Schenkung(en), dem gesetzlichen Erbanspruch ab und kann im Rahmen dieser Plattform daher nicht als prozentualer Teil angegeben werden.


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

PS.: Wenn Sie diese Antwort bewerten, helfen Sie mit, diesen Service transparenter und verständlicher zu gestalten.

Nachfrage vom Fragesteller 21.07.2014 | 10:15

Das bedeutet das meine Schwester lediglich einen Anspruch auf die Schenkung meiner Mutter an meinen Vater hat (was das Haus betrifft) zum Zeitpunkt der Schenkung vor ca. 8-9 Jahren? Betrifft den Wert der Immobilie. Da wir natürlich Umbaumaßnahmen planen, die den damaligen Wert des Hause überschreiten werden. Oder würde das Haus im Erbfall neu geschätzt und der dann aktuelle Verkehrswert zu Grunde gelegt? Und wenn ja besteht vorab die Möglichkeit meiner Halbschwester mit einer notariell getroffen Vereinbarung eine einmalige Zahlung zu leisten und sie verzichtet auf weitere Ansprüche?

Vielen Dank vorab!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.07.2014 | 10:32

Sehr geehrter Fragesteller,

>> Das bedeutet das meine Schwester lediglich einen Anspruch
>> auf die Schenkung meiner Mutter an meinen Vater hat

Ja.

Grundlage für die Berechnung des Pflichtteilsergänzungsanspruch bei Grundstücken ist der geringere Wert vom Wert bei der Schenkung oder dem Wert im Erbfall. D.h. werterhöhende Umbaumaßnahmen gehen nicht zu Lasten der Erben.

Sie (bzw. die Erben oder Ihre Mutter) können natürlich mit Ihrer Halbschwester eine entsprechende notarielle Vereinbarung treffen, dass durch eine Einmalzahlung alle Erb- und Pflichteilsansprüche abgegolten sind.

Ergänzend zu meiner Erstanwort weise ich darauf hin, dass bei Schenkungen unter Ehegatten, die 10 Jahresfrist erst mit dem Ende der Ehe beginnt. D.h. sind Ihre Eltern bis zum Erbfall verheiratet, besteht der Pflichtteilsergänzungsanspruch unabhängig vom Zeitpunkt der Schenkung.

Mit freundlichen Grüßen


Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 71574 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ich kann Herrn Epping zu meinem Problem "Sperrrung meines YouTube Kanals" nur allen, denen es geht wir mir nur empfehlen. Innerhalb von 3 Tagen wurde die Sperrung zurückgenommen. Des Weiteren hat Herr Epping mich immer schnell ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnelle, klare und ausführliche Antwort mit Literatur- bzw. Quellenangabe. Perfekt! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnelle und kompetente Antwort. ...
FRAGESTELLER