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Hainbuche auf Grenze - Bestandsschutz?

| 01.07.2020 17:13 |
Preis: 57,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


20:06

Zusammenfassung:

Jeder Nachbar kann gemäß § 923 BGB vom anderen die Zustimmung zur Beseitigung eines Grenzbaumes verlangen. Eine eigenmächtige Entfernung ist unzulässig. Der Anspruch unterliegt nicht der Verjährung.

Meine Eltern haben vor über 50 Jahren gebaut, als rechts und links nur Ackerland war.

Dabei haben sie eine Hainbuche gepflanzt, ohne zu beachten,dass diese auf der Grenze steht.
Anscheinend hat der damalige Besitzer damals irgendwann mal erwähnt, dass die Hecke auf der Grenze steht, aber nie etwas dagegen unternommen,.

Vor 4 Jahren hat nun jemand das Grundstück daneben gekauft und bebaut. Das Haus steht seit ca. 2 Jahren. Jetzt haben wir u.a. Unmut wegen der Baustraße über unser Grundstück, die noch immer nicht entfernt wurde (wir haben dem Bauherrn damals mündlich die Erlaubnis dazu erteilt), wozu wir ihn im November 2018 schriftlich aufgefordert hatten. In diesem Zusammenhang droht er nun damit, die Hecke zu entfernen.

Nun mein Frage...darf er das so ohne weiteres oder hat die Hecke mittlerweile Bestandsschutz?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

01.07.2020 | 17:53

Antwort

von


(922)
Bertha-von-Suttner-Straße 9
37085 Göttingen
Tel: 0551 707280
Web: http://rkm-goettingen.de/gero-geisslreiter-verwaltungsrecht
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

§ 923 BGB: Grenzbaum des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) behandelt den Fall eines sog. Grenzbaumes:

(1) Steht auf der Grenze ein Baum, so gebühren die Früchte und, wenn der Baum gefällt wird, auch der Baum den Nachbarn zu gleichen Teilen.

(2) Jeder der Nachbarn kann die Beseitigung des Baumes verlangen. Die Kosten der Beseitigung fallen den Nachbarn zu gleichen Teilen zur Last. Der Nachbar, der die Beseitigung verlangt, hat jedoch die Kosten allein zu tragen, wenn der andere auf sein Recht an dem Baume verzichtet; er erwirbt in diesem Falle mit der Trennung das Alleineigentum. Der Anspruch auf die Beseitigung ist ausgeschlossen, wenn der Baum als Grenzzeichen dient und den Umständen nach nicht durch ein anderes zweckmäßiges Grenzzeichen ersetzt werden kann.

(3) Diese Vorschriften gelten auch für einen auf der Grenze stehenden Strauch.


Der Nachbar darf den Baum also nur mit Ihrer Zustimmung entfernen, die Sie aber auch erteilen müssen. Theoretisch kommen bei eigenmächtiger Entfernung Schadensersatzansprüche in Betracht.

Die Kosten trägt Ihr Nachbar dann allein, wenn Sie nach § 923 BGB: Grenzbaum auf das Recht an dem Baum (Holz) verzichten.

Der Anspruch auf Zustimmung zur Beseitigung und auf die Beseitigung selbst unterliegt nicht der Verjährung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben, und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Gero Geißlreiter
Fachanwalt für Verwaltungsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 01.07.2020 | 19:21

Vielen Dank für Ihre rasche Antwort.

Habe ich Sie richtig verstanden, dass der Nachbar die Hecke auf jeden Fall entfernen darf? Entweder, weil ich die Zustimmung erteilen muss, ob ich will oder nicht? Oder weil er bereit ist, Schadenersatzansprüche unsererseits zu riskieren?

Mit freundlichen Grüssen
E.F.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.07.2020 | 20:06

Sehr geehrter Fragesteller,

das ist richtig.

Die Zustimmung könnten Sie etwa verweigern, wenn Naturschutz die Beseitigung der Hainbuche verbietet (Naturdenkmal o.ä.). Sonst sehe ich keine Verweigerungsgründe.

Beste Grüße von Gero Geißlreiter, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 11.07.2020 | 11:45

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Schnelle Antwort und das am doch schon späten Abend. Ausführlich und verständlich.

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Stellungnahme vom Anwalt:

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11.07.2020
5/5,0

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