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Hagelschaden-Angebot der Versicherung


15.08.2006 18:22 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Mein KFZ hat im Juli 2006 im Schwarzwald einen Hagelschaden erlitten.
Laut Gutachten belaufen sich die Reparaturkosten auf 7.944,50 € (incl. MwSt.) Der Wiederbeschaffungswert beträgt 9.784,48 (ohne MwSt.) €. Der Restwert beträgt 6.150,- €.
Fahrzeugschaden 3.634,48 €.

Ich möchte das KFZ nicht reparieren und hätte gerne die Reparaturkosten in Höhe von 7.944,50 € ausbezahlt.

Die Versicherung sagt mir aber dass ich dann lediglich einen Anspruch auf den Fahrzeugschaden in Höhe von 3.634,48 € habe.

"Bis zum Nachweis einer vollständigen und fachgerechten Reparatur ist die Höchstentschädigung bedingungsgemäß auf die Differenzn zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert beschränkt § 13 Abs 5 a Satz 1 Allgemeine Bedingungen für Kraftfahrtversicherung (AKB)".

Kann ich trotz AKB darauf bestehen, die Reparaturkosten laut Gutachten zu erhalten, auch wenn ich den Schaden nicht reparieren lasse, oder habe ich bei einem Rechtsstreit keine Chance zu gewinnen? Gibt es dazu schon Urteile, wenn ja welche?

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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Ansprüche, die gegenüber dem eigenen Kaskoversicherer bestehen, unterscheiden sich von den Ansprüchen, die Sie gegen den Versicherer eines Unfallgegners geltend machen können.

Vom Versicherer eines Unfallgegners können Sie den Ersatz der "fiktiven Reparaturkosten" verlangen (auch dort übrigens ohne MwSt).

Die Möglichkeit der fiktiven Abrechnung besteht gegenüber dem eigenen Kaskoversicherer jedoch nicht.

In der Tat können Sie gemäß AKB wie folgt abrechnen:

"Wird das Fahrzeug nicht oder nicht vollständig repariert, so ersetzt der Versicherer die Reparaturkosten bis zur Höhe des um den Wert des beschädigten Fahrzeugs verminderten Wiederbeschaffungswertes."

Dieser Wert ist der Fahrzeugschaden (Wiederbeschaffungswert - Restwert).

Mehr muss Ihr Versicherer ohne Reparatur nicht erstatten.

Ich bedaure, Ihnen keine positivere Auskunft geben zu können, hoffe aber, Ihnen dennoch eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

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