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Haftungsfrage Ladungsverlust bei Abschleppvorgang

08.07.2020 19:59 |
Preis: 50,00 € |

Transportrecht, Speditionsrecht


Beantwortet von


14:33

Ich blieb mit meinem Fahrzeug (Chevrolet 1,5 Tonner Pickup mit Campingkabine auf der Ladefläche) wg. blockierender Vorderradbremse liegen und musste den ADAC um Hilfe bitten. Ein Pannenhelfer kam und beauftragte einen Vertragspartner mit dem Abtransport meines Fahrzeugs zu einer Fachwerkstatt (Fahrtstrecke ca. 7 km). Mein Fahrzeug wurde mit der sog. "Brille" an den Vorderrädern angehoben, sodass die Ladefläche schräg nach hinten abfiel. Ob die Kabine gegen Abrutschen gesichert war, wurde vom Fahrer des Abschleppwagens weder überprüft noch nachgefragt. Ca. 1km vor dem Ziel rutschte die Wohnkabine von der Ladefläche meines abgeschleppten Fahrzeugs auf die Straße, wobei die Kabine ebenso wie der Pick-Up schwer beschädigt wurden.

Die Frage ist, wer für den entstandenen Schaden aufkommt: Der ADAC, dessen Mitglied ich bin und die den Transport veranlasst hat? Die Abschleppfirma, deren Mitarbeiter m.E. die Sorgfaltspflicht (Sicherung der Ladung des abgeschleppten Fahrzeugs) vernachlässigt hat oder ich, weil ich angeblich die Kabine nicht ausreichend befestigt habe?

08.07.2020 | 20:54

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben wie folgt beantworte:

Ihr Vertragspartner ist der ADAC. Dieser beauftragt seinen Vertragspartner, daher muß der ADAC für den Vertragspartner einstehen, wenn dieser einen Schaden verursacht.

Insofern müssen Sie sich wegen dem Schaden an den ADAC wenden. Der Vertragspartner oder der ADAC sind gegen solche Schäden wahrscheinlich versichert, dieser Umstand braucht Sie jedoch nicht weiter zu interessieren.
Weiterhin ist es auch möglich, daß der ADAC bei dem Vertragspartner Regreß nehmen kann, dies betrifft jedoch gleichfalls nicht ihren Anspruch gegen den ADAC.

Ein Mitverschulden von Ihnen bzgl. der Befestigung der Wohnkabine sehe ich zunächst nicht.

Der ADAC bzw. das Abschleppunternehmen sind die Fachleute für den Abschleppvorgang, schließlich werden auch oft genug Fahrzeuge abgeschleppt bei denen überhaupt kein Fahrer anwesend ist.

Daher hat das Abschleppunternehmen zu überprüfen, ob der Abschleppvorgang gefahrlos möglich ist – oder das Abschleppen zu unterlassen.

Nach alledem sehe ich hier die alleinige Verantwortung beim ADAC als ihrem Vertragspartner und Sie können den Schaden entsprechend beim ADACA geltend machen

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Mack
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 09.07.2020 | 13:14

Sehr geehrter Herr Mack,

Ihre Antwort zur Haftungsfrage ermutigt mich sehr! Leider hat der ADAC zur gleichen Frage mir ggü. jede Haftung abgewiesen mit der Behauptung, es handele sich bei dem Unfall um ein für den Abschleppdienst "unabwendbares Ereignis", weil ich ggü. dem Transportführer "zugegeben" hätte, dass ich vergessen habe die Campingkabine auf der Ladefläche des Pickup zu sichern (was so nicht stimmt). Daher meine Zusatzfrage: Ist diese Argumentation rechtlich relevant oder halten Sie es für ratsam, den ADAC auf Ersatz des Schadens (ca. 10.000,- EUR) zu verklagen? Wie würden Sie ggf. vorgehen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.07.2020 | 14:33

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne möchte ich Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Diese Behauptung halte ich für vorgeschoben, um sich der Haftung zu entziehen.

Ein "unabwendbares Ereignis" läge nur vor, wenn der Abschleppdienst den Schaden nicht hätte verhindern können.

Das Abschleppunternehmen hätte durch sorgfältige Prüfung sehr wohl feststellen können, daß die Kabine bei dieser Art des Abschleppens nicht ausreichend gesichert ist.

Ich weiß nicht, ob Sie diese Aussage mündlich (telefonisch), oder bereits schriftlich haben.

Sie sollten sich jedoch nicht – mündlich oder schriftlich – auf Diskussionen einlassen, wer was gesagt oder nicht gesagt hat.

Jedenfalls würde ich Ihnen empfehlen, den ADAC nachweisbar schriftlich per Einwurf/Einschreiben unter Fristsetzung von 2 Wochen zur Erklärung aufzufordern, daß der betreffende Schaden übernommen wird.

Kündigen Sie gleichzeitig an, daß Sie nach Ablauf der Frist einen Rechtsanwalt einschalten, um ihre Ansprüche durchzusetzen.

Dies sollten Sie dann nach Fristablauf auch durchführen und einen Anwalt bei Ihnen vor Ort einschalten.


Ich hoffe ich konnte Ihre Nachfrage zufriedenstellend beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Mack
Rechtsanwalt

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