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Haftungseinwand zu hoch? > Unfall bei Touristenfahrt auf Rennstrecke

27.09.2009 17:28 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Wir hatten bei einer Touristenfahrt (bei der die STVO gilt) auf einer deutschen Rennstrecke ein Fahrzeug vor uns, dass in einer Kurve von der Strecke abkam, dadurch gegen die Leitplanke kam und zurück auf die Strecke geschleudert wurde.

Uns blieb dadurch nur die Möglichkeit des Ausweichens auf den Grünstreifen und leider in die gegenüberliegende Leitplanke. Die komplette Front und rechte Seite wurden beschädigt.

Die Versicherung des Unfallverursachers (VHV) hatte anstandslos unseren Schaden anerkannt, aber uns einen Haftungseinwand von 30% abgezogen, WEIL der Schaden auf der Rennstrecke geschah und nicht, weil wir eine Teilschuld hätten.

Der Unfallverursacher und die Streckensicherung haben SCHRIFTLICH bestätigt, dass wir KEINE Mitschuld tragen!

Ist dieser Abzug korrekt?
Wenn Ja, ist dieser nicht weit zu hoch?

Lohnt sich eine Klage, da der Abzug ca. 11.000 EUR beträgt?
Wie stehen die Erfolgsaussichten?
Mit welchen Kosten müssen wir rechnen?

Sehr geehrte Ratsuchende,


vorweg: Grundsätzlich kann diese Art der Fragestellung nur eine erste rechtliche Orientierung sein. Ich darf Sie bitten, im Falle weitergehender Interessen mich telefonisch zu kontaktieren um ein evtl. weiteres Vorgehen zu besprechen.



Zu den Kosten:

im Falle einer Klage auf 11.000€ müssten Sie im Falle einer Niederlage mit insgesamt ca. 3834€ Kosten rechnen ( Prozessrisiko= 100 % Niederlage)

Ob und von wem diese Kosten zu tragen sind, hängt von von der im Falle eines Urteils oder Vergleichs zu erringenden Quote ab.


Fraglich ist, ob Ihnen eine erhöhte Mithaftungspflicht aufgrund des Befahrens einer Rennstrecke auferlegt werden kann.

Entscheidend dafür kann unter anderem sein, ob und welche Geschwindigkeit auf der Rennstrecke gefahren worden ist.

Wie von Ihnen schon beschrieben, gilt auf der Rennstrecke die StVO.

Demnach müsste Ihre Fahrweise und Geschwindigkeit so angepasst sein, dass Sie im Falle evtl. Gefahren durch Dritte rechtzeitig ausweichen/bremsen können.
Da Sie die Leitplanke touchiert haben, gehe ich davon aus, dass Ihre Geschwindigkeit/Abstand unter Umständen nicht angemessen bzw. ausreichend war.

Jedoch kann unter Umständen Ihr evtl. bestehendes Mitverschulden (durch wie von der VHV behauptet durch das Befahren einer StVO konformen Strecke) auf ein geringeres Maß als 30% bzw. ganz auf 0% verringert werden, wenn von Ihnen nachgewiesen werden kann, dass Sie keinerlei Verstoß´gegen die StVO begangen haben, sondern der Unfall einzig und allein von dem vorausfahrenden Fahrzeug verursacht worden ist.Selbst durch das Befahren der Rennstrecke müssen Sie nicht heglichen Eingriff durch Dritte gegen sich gelten lassen. Das bloße Befahren einer Rennstrecke reicht meines Erachtens nicht aus, Ihnen pauschal eine Mithaftung von 30% aufzudrängen.

Ob und inwieweit dies im Falle einer Verhandlung bzw. eines Rechtsstreits gelingt, Ihre Haftungsquote zu verringern, lässt sich ohne gernauere Kenntnis der Einzelumstände jedoch nicht abschließend vorhersagen.

Sollten Sie übere eine Verkehrsrechtsschutzversicherung verfügen, so darf ich Ihnen dringends anraten, diese in Anspruch zu nehmen. Ob die Haftungsquote von 30:70 korrekt ist, wage ich zu bezweifeln- wenn Sie, wie Sie sagen, absolut keinerlei Verschulden am Unfall tragen, dann würde ich im Fall der Fälle (bei bestehen einer Verkehrsrechtsschutz) auf jeden Fall gegen die gegnerische Haftpflichtversicherung vorgehen.

Wie bereits zu Beginn geschrieben, darf ich Sie im Falle weiterer Nachfragen oder auch im Falle einer konkreten Mandatierung bitten, mich auf jeden Fall telefonisch zu kontaktieren.

Weitere Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf meiner Homepage www.kanzlei-bauer.eu

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne per Nachfrageformular oder in diesem Falle auch gerne per Telefon zur Verfügung. Sollte ich nicht im Büro erreichbar sein, so darf ich Sie bitten bei meinen Sekretärinnen Ihre Telefonnumer zu hinterlassen, ich werde Sie umgehend zurückrufen.


Mit freundlichen Grüßen

Michael Bauer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 27.09.2009 | 18:50

Danke für Ihre schnelle Antwort.

Die Fahrt wurde per Digicam aufgenommen und auf dem Video ist DEUTLICH ersichtlich, dass wir genügend Abstand und eine normale Geschwindigkeit von ca. 100 km/h hatten.

Ausserdem habe ich einen Beifahrer gehabt UND auch der Unfallverursacher und sein Sohn im Unfallauto würden in einem Streitverfahren bestätigen / aussagen, dass KEIN Verschulden meinersseits vorlag.

Das Einzige, was ich mir anrechnen lassen müsste, wäre, dass ich hätte noch schneller und präziser reagieren können. Der Unfall war aber so spektakulär, dass man abgelenkt bzw. im "Schock" war.

Wir haben leider keine RV und müssten die Kosten daher aus eigener Kraft stemmen. Was würde uns daher Ihre Sichtung der Unterlagen / Video kosten, damit Sie eine GENAUE Angabe zu den Gewinnchancen machen können?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.09.2009 | 19:32

Sehr geehrte Fragestellerin,


ich darf Sie bitten, mich wegen finanzieller Einzelheiten telefonisch zu kontaktieren. Finanzielle Details sind m.E. nicht für die Öffentlichkeit geeignet.


Eine weitere "kostengünstigere " Variante besteht in der außergerichtlichen Geltendmachung der Schadensersatzansprüche gegen die VHV ( bei 11.000€ dürften die Kosten bei ca. 800€ liegen),


Ich bin am Montag ab ca. 14 Uhr in der Kanzlei.

Bitte rufen Sie mich einfach an


Mit freundlichen Grüßen

Michael Bauer
Rechtsanwalt

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