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Haftungsauschluss bei Wasserschäden durch defekte Heizungsrohre

| 27.06.2017 18:59 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch


Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Sachverhalt:

Wir beabsichtigen eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus zu kaufen.

Die maroden Heizungsrohre sind sehr häufig defekt, aufgrund dessen bereits die Gebäudeversicherung den Vertrag gekündigt hat. In der zu kaufenden Wohnung wurden u. a. die Heizungsrohre bereits erneuert.

Reparaturrechnungen über die Erneuerung der Heizungsrohre in der Wohnung sind vorhanden.

Fragen:

Was ist zu tun, damit keine Haftung auf uns als Neu-Eigentümer durch Wasserschäden in anderen Wohnungen etc. aufgrund defekter Heizungsrohre unserer Wohnung erfolgen kann, d.h. kein Haftungsübergang vom Alt-Eigentümer auf Neu-Eigentümer z.B. Notarvertrag?

Ist dieser Haftungsausschluss möglich, wenn ja für wie viele Jahre? Gibt es ggf. Alternativen, die Haftung zu verringern?

Sehr geehrte Mandanten,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage wie folgt:

Ein Ausschluss der Haftung ist nicht möglich, insbesondere können Sie die bestehenden Haftungsrisiken auch nicht im Notarvertrag ausschließen.

Sobald Sie die Wohnung gekauft haben, haften Sie als neue Eigentümer auch für von Ihrem Eigentum ausgehende Risiken und möglicherweise eintretende Schäden.
Sicherlich sind diese Risiken bereits sehr gering, weil die Heizungsrohre zumindest in der von Ihnen favorisierten Wohnung ausgetauscht worden sind.

Dennoch besteht das (unversicherte) Risiko weiterer Schäden. Zudem müssen Sie bedenken, dass Sie über die Wohnungseigentümergemeinschaft auch für weitere Schäden zur Verantwortung gezogen werden können, wenn das Gemeinschaftseigentum betroffen ist. Und Leitungsrohre sind zu einem ganz überwiegenden Teil als Gemeinschaftseigentum einzustufen.

Zusätzlich wollen Sie bitte bedenken, dass eine Bankfinanzierung mangels Gebäudeversicherung aller Voraussicht nach nicht zustande kommen wird.

Ich kann Ihnen daher leider zu einem Kauf unter diesen Bedingungen nicht raten. Entschließen Sie sich dennoch dazu, muss es massive Abschläge beim Kaufpreis geben, Sie müssen die bestehende Versicherungslücke gegenüber einer finanzierenden Bank in jedem Fall offenlegen und sollten mit den Miteigentümern einig gehen, dass eine Komplettsanierung ansteht, an die sich eine Neuversicherung anschließen sollte.

Ich bedauere, Ihnen keine positiveren Nachrichten übermitteln zu können, bin aber dem sichersten Rat verpflichtet.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 27.06.2017 | 21:54

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"Sehr geehrte RA'in Daniela Désirée Fritsch,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Sie haben uns bei unserer Entscheidung maßgeblich unterstützt.

MfG "
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