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Haftung nach Übergabe trotz Protokoll

07.07.2021 15:25 |
Preis: 25,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

am 16.05.21 habe ich eine Wohnung übergeben. Bei der Übergabe erhielt ich ein Schreiben von der Vermieterin, dass die Hälfte der Kaution eine Woche später überwiesen werden sollte. Da ich Anfang Juli noch keine Zahlung erhielt, schrieb ich die Vermieterin an. Am 07.07.21 gegen drei Uhr morgens empfing ich eine E-Mail von ihr, worin stand, dass sie mich bereits nach der Übergabe per Mail kontaktiert hätte, um mir mitzuteilen, dass sich in der Küche Schimmel gebildet hätte und der Boden erneuert werden müsste. Diese E-Mail habe ich bis dato nie erhalten. Die Kosten der Renovierung bzw Mängelbeseitigung solle ich tragen, da ich keinen Rohrdeckel an das Abflussrohr befestigt hätte. Die Übergabe wurde protokolliert. Eine Schimmelbildung wurde festgestellt und es wurde sich geeinigt, dass ich als Mieterin nicht hafte. Kann ich nachträglich dafür belangt werden, trotz dass etwas anderes vereinbart und unterschrieben wurde? Ich habe weder eine Überschwemmung der Küche verursacht, noch einen Rohrdeckel erhalten, den man hätte anbringen können. Desweiteren hätte ich lt Vermieterin gesagt, dass beim Abbau der Küche Wasser rausgelaufen wäre, was nicht stimmt. Ich habe lediglich einen Eimer unter die Rohre gestellt, damit es nicht zu einer Überschwemmung kommt und dies auch bei der Übergabe zu Wort gebracht. Wie gehe ich am Besten vor?

07.07.2021 | 17:11

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:
Nach Ihren Angaben wurde die Übergabe protokolliert und es wurde sogar eine Schimmelbildung festgestellt, aber sich gleichzeitig darauf geeinigt, dass Sie hierfür nicht verantwortlich sind.

An diese Feststellungen ist die Vermieterin grundsätzlich gebunden und nur in besonderen Fällen wird sie sich hiervon lösen können. Etwas anderes kann z.B. gelten, wenn sich herausstellt, dass Sie die Vermieterin arglistig getäuscht haben, wofür ich aber bislang keine Anhaltspunkte sehe. Bei einer schriftlichen Feststellung, dass Schimmel vorliegt, Sie aber nicht dafür verantwortlich sind, halte ich die Aussichten der Vermieterin allerdings für verschwindend gering.

Wenn die Vermieterin den offenen Teil der Kaution außergerichtlich nicht freiwillig zurückzahlt, können Sie die Zahlung letztlich nur über einen gerichtlichen Titel (Mahn- bzw. Vollstreckungs­bescheid oder Urteil erreichen). Teilweise kann auch ein anwaltliches Aufforderungsschreiben helfen, den Vermieter davon zu überzeugen, die Kaution besser zurückzuzahlen.

Abschließend weise ich darauf hin, dass die Ersatzansprüche der Vermieterin wegen Verschlechterungen der Mietsache innerhalb von 6 Monaten nach Rückgabe der Wohnung verjähren, § 548 BGB. Danach kann diese immer noch gegenüber Ihrem Anspruch die Aufrechnung erklären, aber es besteht jedenfalls nicht die Gefahr, dass diese noch weit darüber hinausgehende Ansprüche geltend macht. Daher kann es je nach den Umständen ratsam sein, diese Frist verstreichen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers

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