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Haftung für Wasserschäden am Eigentum des Mieters?

09.10.2012 10:01 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Ich hatte einen Wasserschaden in der Küche meiner 2 Zimmer-Mietwohnung. Ich selbst war nicht zu Hause, als es passierte. Das Hauptrohr in der Wand war verstopft, bei mir kam Wasser aus dem Ausguß des Spülbeckens und überschwemmte die Küche. Das Wasser lief durch die Decke zum unteren Mieter. Der rief die Feuerwehr, die Wohnungstür mußte aufgebrochen werden.

Das Wasser lief unter den PVC Boden in der Küche und die Küche ist auch nicht mehr zu gebrauchen.

Frage: Wer ist für die Bezahlung des Schadens zuständig?
Der Hausbesitzer ist selbst eine Versicherung Die sagen, daß sie für Bodenschaden zuständig sind, nicht aber für die Anschaffung einer neuen Küche. Das würde auf Hausratversicherung gehen. Ich bin der Meinung, daß jedoch die Haftpflicht des Hausbesitzers auch eine neue Kücheneinrichtung abdecken muß.
Denn schließlich ist die Schadensursache dem Hausbesitzer zuzuschreiben, weil die alten Rohre nicht gewartet werden. Wie ist die korrekte Sachlage?

Danke für Ihre Antwort

MfG

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Ich unterstelle zunächst, dass die Küche Ihr Eigentum ist und nicht mitvermietet wurde. Denn ansonsten wäre der Vermieter schon aus dem Mietvertrag verpflichtet, Ihnen eine neue Küche zur Verfügung zu stellen.

Ein verstopftes Hauptrohr ist grundsätzlich als Mietmangel anzusehen, den der Vermieter beheben muss, unabhängig davon, ob ihn an der Entstehung des Mangels eine Schuld trifft oder nicht. Bezüglich der Schäden am Eigentum des Mieters muss allerdings differenziert werden:

Entsteht während der Mietzeit ein Mangel in den Mieträumen, so ist der Vermieter nur dann zum Ersatz eines hierauf beruhenden Schadens am Eigentum des Mieters verpflichtet, wenn den Vermieter an dem Schaden ein Verschulden trifft. Daher muss der Vermieter in Ihrem Fall die beschädigte Küche nur dann ersetzen, wenn er den Wasserschaden verschuldet hat, also wenn er die im Rechtsverkehr erforderliche Sorgfalt außer acht gelassen hat. Grundsätzlich ist der Vermieter aber nicht zur regelmäßigen Überprüfung der Sanitäranlagen verpflichtet. Nur wenn bereits häufiger Rohrbrüche oder -verstopfungen aufgetreten sind, dürfte hier eine Wartungs- und Überprüfungspflicht des Vermieters bestehen.

Allerdings haftet der Vermieter verschuldensunabhängig, wenn die Rohre schon zu Beginn des Mietverhältnisses mangelhaft waren und dem Mieter daraus Schäden entstehen. Waren die Wasserrohre in den gemieteten Räumen schon vor Abschluss des Mietvertrages mangelhaft installiert und bestand daher die latente Gefahr einer Verstopfung o.ä., haftet der Vermieter unabhängig von seinem Verschulden auch für einen während der Mietzeit eintretenden Wasserschaden am Eigentum des Mieters. Dass die Mängel schon bei Vertragsabschluss bestanden, muss allerdings der Mieter beweisen.

Ob der Vermieter Ihnen den Schaden an Ihrem Eigentum ersetzen muss, hängt also davon ab, ob die Rohre bereits bei Abschluss des Mietvertrages mangelhaft waren. War dies nicht der Fall, wäre zu prüfen, ob es für den Vermieter Anhaltspunkte für eine drohende Verstopfung gab und ihn daher Wartungs- und Überprüfungspflichten trafen, die er nicht beachtet hat.


Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen

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