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Haftung für Steuer einer Limited?

23.05.2013 18:18 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Zusammenfassung: Haftung des Treuhänders für Steuerschulden, welche im Betrieb entstanden sind

Guten Tag ,

Ich war als Treuhand Geschäftsführer für eine Limited in denn Zeiträumen
05.12.-18.12.2011 18.12-20.12.2011 und 01.03-15.03.2012 berufen .
In der zeit in der ich nicht berufen war , war die Gesellschaft ohne Geschäftsführer .
Seit Gründung der Gesellschaft wurde diese bis zum Schluss durch einen Generalbevollmächtigten vertreten. (Vollmacht wurde durch Notar beglaubigt).
Nun stellt das Finanzamt für denn Zeitraum ab Oktober 2011 bis Dezember 2012 Forderungen gegen meine Person.
Nach meiner Rechtsauffassung muss ich für keine Verbindlichkeiten der Limited haften .

Ich bitte hier um eine entsprechende rechtliche Regelung.

MfG

A.männer

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Der Treuhänder also Sie haften neben dem Treugeber bzw. Generalbevollmächtigten gesamtschuldnerisch, wenn Sie die Pflichten nach §§ 35, 35 AO grob fahrlässig oder vorsätzlich verletzt haben und dadurch Ansprüche des Fiskus aus dem Steuerschuldverhältnis nicht oder nicht rechtzeitig erfüllt werden. Grundsätzlich kann der Fiskus sich somit aussuchen gegen wen er einen Haftungsbescheid erlässt (Treuhänder oder Treugeber) und die offenen Steuerschulden beitreibt. Im Innenverhältnis, also sprich zwischen dem Treuhänder und den Treugeber, kann ein finanzieller Ausgleich stattfinden, soweit der Treugeber natürlich liquide ist.
Der Treuhänder erfährt bei der Haftung jedoch insoweit einen gewissen Schutz, weil er erst dann vom Fiskus in Anspruch genommen wird, wenn die Zwangsvollstreckung in das Vermögen des Treugebers ohne Erfolg geblieben oder davon auszugehen ist, dass die Vollstreckung nicht erfolgreich sein wird, zb. weil bekannt ist, dass der Treugeber ohne pfändbare Habe ist. Soweit eine Steuerhinterziehung durch Sie persönlich begangen wurde und die Haftung auf Verkehrssteuern basiert, greift dieser Grundsatz nicht.
Ist, wie ich vermute, Gegenstand des Treuhandverhältnisses ein Unternehmen bzw. die Führung eines Unternehmens, haftet der Treuhänder, dem der Betrieb treuhänderisch übertragen wurde, gem. § 75 AO für Steuern, die in dem Betrieb während seiner Tätigkeit als Treuhänder in dem Betrieb entstanden sind.
Für die Zeiträume Oktober und November 2011 haften Sie somit nicht. Genaueres lässt sich noch sagen, wenn ich den Haftungsbescheid in Händen halte.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Hermes, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 23.05.2013 | 19:36

Guten Tag ,

Dies beantwortet meine frage leider nur ungenügend . Mich würde Vorallem interessieren wie es sich bei denn von mir angegeben Zeiträumen verhält. Ich bin nachweislich nur zweimal für max . 15 Tage berufen gewesen .
Seit 15.3 würde ich nicht mehr berufen . Der Vollstreckungsbefehl bezieht sich derzeit nur af die Limited .
Zu erwähnen wäre , dass die Ltd. Bereits Feb 2013 gelöscht wurde und fast zeitgleich auch aus dem deutschen Handelsregister wegen vermgenslsigeit gelöscht wurde.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.05.2013 | 20:15

Sie haften grundsätzlich nur für die Zeiträume, in denen Sie auch Treuhänder waren. Hier müsste man sich anschauen, was für Steuerschulden genau in dem Zeitraum Ihrer Tätigkeit als Treuhänder angefallen sind und nicht bezahlt wurden. Etwas anderes gilt dann, wenn Sie bereits während Ihrer Tätigkeit hätten Vorsorge treffen müssen, dass die Steuerschulden zukünftig getilgt werden und bewusst für die Folgezeit kein Geschäftsführer oder faktischer Geschäftsführer eingesetzt wurde, um einer Haftung zu entgehen.
Wie lautet denn die vorgeworfene Pflichtverletzung?
Was mit der Limited passiert ist ( Löschung etc.), spielt hinsichtlich Ihrer persönlichen Haftung keine Rolle. Wenn der Vollstreckungsbefehl nur gegen die Limited lautet, welche Ihren Verwaltungssitz in Deutschland hat, sind Sie ja noch gar nicht persönlich in Haftung genommen worden.

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