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Haftung eines Steuerberaters

| 09.04.2017 17:27 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich verkaufe und vermiete italienische Ferienhäuser. Als was ich betrachtet werde, ist nicht Inhalt meiner Frage.
Ich hatte eine Umsatzsteuerprüfung, das Finanzamt hat daraufhin einen Bericht geschickt. Ich zahlte, der Steuerberater hielt sich -und ich dann ebenfalls -an den Bericht.
Jetzt bin ich umgezogen u. das neue Finanzamt ist anderer Meinung. Der Bericht wäre nicht richtig und ich soll nachzahlen ( entspricht einer Schließung).
Meine Frage -wer haftet. Altes Finanzamt mit Bericht? Mein alter Steuerberater? Haftet überhaupt jemand?
mfg

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Das neue Finanzamt muß sich an den Bericht halten, sofern keine neuen Tatsachen bekannt wurden. Als neue Tatsachen gilt alles, was in dem Bericht oder den Steuererklärungen nicht berücksichtigt wurden. Abweichende Rechtsmeinungen sind nicht relevant, d.h. das neue Finanzamt ist an die Rechtsmeinungen des alten Finanzamtes gebunden.

Der alte Steuerberater haftet nur, wenn er einen Fehler gemacht hat. Diesen Fehler müssen Sie konkret benennen und nachweisen. Da der Bericht aber - wenn überhaupt - Fehler zu Ihren Gunsten enthielt, hat der Steuerberater nichts falsch gemacht.

Das alte Finanzamt haftet Ihnen gegenüber ebenfalls nicht, da deren Fehler - sofern überhaupt gegeben - zu Ihren Gunsten ausfielen.

Ich empfehle daher, das neue Finanzamt aufzufordern, die neue Forderung ausführlich zu begründen, insbesondere die neuen Tatsachen zu benennen, auf denen die neue Forderung beruht, sowie die angeblichen Fehler des alten Berichts konkret zu benennen. Auch sollten Sie einen Steuerberater einschalten, um die Forderung des neuen Finanzamtes abzuwehren.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 11.04.2017 | 20:50

Sehr geehrter Herr Weber,
es handelt sich um Umsatzsteuer. Finanzamt Landshut entschied durch einen Prüfer, daß ich als Vermittler zu besteuern bin (Grundstücke im Ausland) und daher steuerfrei. Finanzamt Passau, wo ich jetzt bin, ist der Meinung, ( zunächst hieß es ich soll nach Italien zahlen) jetzt bin ich Reiseveranstalter und sollte für 2 bis 10 Jahre nachzahlen. Bei mir kam es zu keiner Veränderung. Ich persönlich hielt die erste Entscheidung für falsch, man respektiert aber. Der Bericht ist daher nicht zu meinem Gunsten - wenn ich jetzt nachzahlen soll. Meine neue Steuerberaterin scheint mir absolut überfordert zu sein.
mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.04.2017 | 22:21

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Bericht wäre zu Ihren Gunsten, wenn er fehlerhaft war und Sie ohne die Fehler mehr bezahlen müßten. Die Steuerberaterin müßte nur haften, wenn der Bericht fehlerhaft ist und Sie wegen dem fehlerhaften Bericht ursprünglich mehr zahlten als bei einem richtigen Bericht. Das aber betrifft nur die Frage nach der Haftung für den ersten Bericht.

Was nun das neue Finanzamt angeht, bleibe ich bei meinem Ratschlag: Weisen Sie das neue FA auf die Steuerbescheide aufgrund des alten Berichts hin und fragen Sie das neue FA, aufgrund welcher Vorschrift es denn die alten Bescheide abändern will. Auch sollten Sie einen (anderen) Steuerberater einschalten, damit dieser den Fall vollumfassend prüft und die Forderungen des neuen Finanzamtes abwehrt.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.04.2017 | 07:44

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"Sehr geehrter Herr Weber,
es handelt sich beim ganzen um Umsatzsteuer, soll ich diese anwenden oder nicht. Es wurde entschieden, ich soll sie nicht anwenden. bzw berechnen (Immobilien im Ausland). Ich habe selbstverständlich einen neuen Stb, leider fühle ich mich in dieser Sache nicht vertreten. Das neue Finanzamt meint nun, ich wäre doch Reiseveranstalter (was damals verneint o. nicht erkannt wurde) und soll nun Umsatzsteuer ans Finanzamt zahlen, die ich nie kassiert habe -2 bis 10 Jahre ZURÜCK. Zulässig? Für einen Art wäre ich dankbar. mfg "
FRAGESTELLER 10.04.2017 5/5,0