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Haftung eines Anwaltes (Berufshaftpflicht)

| 02.05.2011 17:03 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


17:41

Guten Tag,

ich habe eine wichtige und eilige Frage:

Ich bin seit meheren Jahren in einer anwaltlichen Beratung wegen einer Unterhaltsangelegenheit (Kinder-Ehegattenunterhalt).
Ich selbst habe für meine gesch.Ehefrau (1 Jahr verheiratet) und meine beiden Kinder 15 und 11 über 10 Jahre Unterhalt gezahlt.Einer meiner Kinder lebt nun auf eigen Wunsch seit 2004 bei mir.Wir haben gemeinsames Sorgerecht und das Aufenthalstbestimmungsrecht liegt bei gerichtlich (nach einem Familienpsych.Gutachten)bei dem Elternteil der das Kind hat (ist also geteilt).

Meine gesch.Frau hat nie Unterhalt an meinen bei mir lebenden Sohn bezahlt und ich arbeitete immer konstant und viel.Ich und das bei mir lebende Kind erhalten keine staatlichen Transferleistungen (lege selbst Wert hierauf!!).
Meine Ex hat seit 14 Jahren von Hartz 4 gelebt und kann jetzt angeblich nicht mehr aus gesundheitlichen Gründen arbeiten nur noch als Putzfrau (sie ist exam.Pflegerin).

Unter Rücksicht auf meinen Sohn der bei Mami lebt habe ich versucht über ein Vereinfachtes Verfahren von Mami Unterhalt zu erhalten (auch um den bei ihr lebenden Sohn e n d l i c h aus Hartz 4 heraus zu bekommen).

Das vereinfachte Verfahren ist von dem örtlichen Richter zunächst abgelehnt worden,nach einer Beschwerde beim OLG aber doch eindeutig als begründet akzeptiert worden..

Nun zu meinem Anwalt:

Herr Anwalt X hat mir über 8 Jahre versprochen,"Mami" mit allen Mitteln in Arbeit zu bringen-Kein Erfolg!

Bei dem letzten Gerichtstermin schlug der neue Richter nun vor meine Ex-Frau in Form eines Gutachtens auf ihre Einschränkungen bezüglich der Leistungsfähigkeit prüfen zu lassen-Mein Anwalt ist hier nicht darauf eingegangen!

Stattdessen versuchte die Gegenseite nun Unterhalt zu erhalten und hat meinen Anwalt unter Druck gesetzt,sodaß er mich auf den Flur zu einem 4-Augeggespräch zitierte und angab,daß ich nun Unterhalt zu zahlen hätte...

Da ich die Welt nicht mehr verstand habe ich ihm vorgeschlagen den Kinderfreibetrag von meiner Ex-Frau auf meine Steuerkarte eintragen zu lassen und dann den "Zugewinn"an meinen jüngsten Sohn,der bei Mami lebt abzuführen=>Es kam zu einem Vergleich,wo die geannten Dinge (Sie übertragung des Freibetrages-ich Unterhalt)fixiert wurde.

NACH ERKUNDIGUNGEN BEIM FINANZAMT IST DIES GAR NICHT MÖGLICH!

Ich habe meinen Anwalt hierüber informiertert,er hat im Beisein von Freunden in seiner Kanzlei mehrfach den Fehler zugegeben,sich entschuldigt und mir geraten zunächst NICHTS ZU ZAHLEN!

Folge:Es sind drei Lohn-Pfändungwellen über mich gerollt (ich habe immer einen einwandfreuen Leumund und 1 A Schufa-Einträge).

Mein Anwalt hat nichts unternommen-keine Rivision rein gar nichts.Am Telfon ist er immer in einer Besprechung und ruft auch nicht zurück!

Da ich als Laie hier eine grobe anwaltliche Fehlberatung sehe,werde ich versuchen seine Berufsthaftpflicht zu bemühen..Ich weiß das "eine Krähe der anderen kein Auge aushackt" und unter Kollegen gegen Kollegen Ratschläge zu geben sehr prikär ist...

Leider muß ich auch an die Situation meines bei mir lebenden Sohnes denken,der unter einer anerkannten seelischen Behinderung leidet und von seiner Mutter als "Wegläufer"deklassifiziert wird (er bringt ihr ja keinen Geldvorteil beim Amt mehr).

Fragen:
Was kann ich schnellstmöglich tun um den Vergleich und die Pfändung abzustellen?

Wie geht es die Haftpflicht meines Anwaltes zu bemühen?
Bekomme ich den gepfändeten Betrag (nun fast 1000 Euro) von meiner Ex-Frau zurück-wohl kaum?

Es ist dringend und eilig-DANKE!!!

02.05.2011 | 17:20

Antwort

von


(943)
Golmsdorfer Str. 11
07749 Jena
Tel: 036412692037
Web: http://www.jena-rechtsberatung.de
E-Mail:

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in)

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:


1) Was kann ich schnellstmöglich tun um den Vergleich und die Pfändung abzustellen?

Der Vergleich kann eventuell widerrufen werden, wenn er widerruflich geschlossen worden ist und die Frist noch nicht abgelaufen ist.

Gerichtlich Vergleiche werden gelegentlich mit der Möglichkeit zum Widerruf binnen 2 oder 3 Wochen abgeschlossen.

Sofern in Ihrem Fall kein Vergleich mit Widerruf geschlossen worden ist – wovon man fast ausgehen muss, da Sie und Ihr Anwalt vor Gericht anwesend waren – kommt nur noch eine Anfechtung in Betracht.

Dann müsste man den Vergleich anfechten. Dazu bedarf es allerdings eines Anfechtungsgrundes.

Ein Anfechtungsgrund dürfte auch nicht gegeben sein. Ein Irrtum ist bei anwaltlicher Begleitung ausgeschlossen und eine Täuschung bei Vergleichsabschluss wohl auch.

Gegen die Pfändung kann dann nur Vollstreckungsschutz beantragt werden. Die Unterhaltsregelung muss mit einem weiteren gerichtlichen Verfahren, dem Abänderungsantrag, geändert werden.

Im Ergebnis wird aber der Anwalt für den Ihnen entstehenden Schaden aufzukommen haben. Im Rahmen des Haftungsprozesses wird der Anwalt den Ihnen entstandenen Schaden ersetzen und Sie von künftigen Ansprüchen freihalten müssen.

2) Bekomme ich den gepfändeten Betrag (nun fast 1000 Euro) von meiner Ex-Frau zurück-wohl kaum?

Der Unterhaltsanspruch ist durch den Vergleich tituliert. Daher besteht kein Anspruch gegen die Frau auf Rückerstattung.

Allerdings kommt hier die Haftung und Inanspruchnahme des Anwalts in Betracht. Dieser muss Ihnen diesen Schaden ersetzen.

3) Wie geht es die Haftpflicht meines Anwaltes zu bemühen?

Sofern hier die Haftung des Anwalts feststeht, was nach dessen Fehlereinräumung klar sein sollte, ist der Anspruch zu beziffern und bei dem Anwalt schriftlich geltend zu machen.

Der Anwalt muss dann den Schadensfall seiner Versicherung melden.

Sie müssen sich zunächst nicht direkt an die Versicherung sondern an den Anwalt wenden.


Rechtsanwalt Steffan Schwerin

Rückfrage vom Fragesteller 02.05.2011 | 17:32

Sehr geerter Herr Rechtsanwalt,

da in dem verfahren ja zwei Anwälte zugegen waren (meiner und der Gegnerische) stellt sich die Frage,daß beide Anwälte ja die Folgen zu tragen haben.Somit müsste ja auch der gegenerische Anwalt von mir auch in Haftung genommen werden könne (er war einmal selbst Richter beim Amtsgericht a.D.).

Kann ich meinenm Anwalt formlos die Ansprüche die ich dann gegen ihn habe per Einschreiben zu kommen lasse oder ist es besser erneut eine Anwalt zu konsultieren?

Danke für Ihre hervorragende Beantwortung meiner Frage!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.05.2011 | 17:41

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Nein, Sie können nicht den gegnerischen Anwalt in Haftung nehmen.

Sie können lediglich Ihren Anwalt in die Haftung nehmen, da nur mit Ihrem Anwalt ein Vertragsverhältnis bestand.

Dass auch der gegnerische Anwalt an dem Vergleich beteiligt ist, ist zwar korrekt. Diesen trifft aber kein Verschulden, wenn ein fehlerhafter Vergleich zustande kommt.

Der gegnerische Anwalt hat Ihnen gegenüber keine Sorgfaltspflichten und musste sich deshalb nicht darum kümmern, welche Fehler Ihr Anwalt macht.

Ihnen gegenüber haftet allein Ihr Anwalt.

Sie können Ihre Ansprüche erstmal allein und formlos dem Anwalt gegenüber geltend machen.

Erst wenn er nicht reagiert oder die Haftung ablehnt, ist es erforderlich, auch einen Anwalt zu beauftragen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Steffan Schwerin
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 04.05.2011 | 01:46

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