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Haftung des minderjährigen Sohn bei Straftat gegenüber dem Vater


| 01.12.2006 19:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Vater zahlt Unterhalt für seine 3 leiblichen Kinder (13, 17, 20). Es verbleibt lediglich ein Selbstbehalt in Höhe von 890,00 EUR. Der 17jährige Sohn zersticht wiederholt die Reifen des PKW seines Vaters(4 x), auf den er angewiesen ist, um seiner Berufstätigkeit (45 km entfernt) nachkommen zu können. Es entsteht ein Schaden in Höhe von 576 EUR. Der Sohn wurde bei der Tat gesehen. Konnte aber nicht dingfest gemacht werden. Als Beweis dient lediglich das Fehlen in der Schule sowie das Sehen auf dem Parkplatz in Oberhausen (sein Wohnort in Duisburg; er war an den infrage kommenden Tagen in der Schule nicht anwesend und krank gemeldet). Um dem Sohn entgegen zu kommen teilt der Vater die Summe in 24 Raten auf (2 Jahre). Er hält einen monatlichen Betrag von 24 EUR vom Unterhalt ein. Erzieherisch eingewirkt, soll dieser Betrag vom Taschengeld des Sohnes abgezogen werden. Hiermit ist weder Mutter noch Sohn einverstanden. Welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen? Nach Auskunft der Mutter ist es nicht rechtens, den Betrag vom Unterhalt einzuhalten. Muss tatsächlich der eigene Sohn angezeigt werden? Wer ersetzt den Schaden, da der Sohn ja noch kein Einkommen hat? Ist der Vater weiteren kriminellen Energien seines Sohnen ausgesetzt? Bei weiterem finanziellen Schaden ist der Vater nicht mehr leistungsfähig. (Entweder Pkw-Instandstzung od. Unterhalt). Sohn fühlt sich bestätigt und gibt an, dass man ihm ja eh nichts könne.

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in).

Aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Nach Ihren Schilderungen hat Ihr Sohn eine Straftat in Form der Sachbeschädigung begangen. Für die Sachbeschädigung sieht das Gesetz Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe vor. Da Ihr Sohn zum Tatzeitpunkt erst siebzehn Jahre alt war käme jedoch das Jugendgerichtsgesetz mit den dort vorgesehenen Rechtsfolgen zur Anwendung.

Aus dieser Straftat ist er Ihnen zum Schadenersatz verpflichtet. Sie können daher in angemessenen Raten aufrechnen sofern hierdurch der Lebensunterhalt des minderjährigen Kindes nicht gefährdet ist.


Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 01.12.2006 | 20:20

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

zunächst möchte ich mich für die schnelle Antwort bedanken.

Offen bleibt für mich die Frage, ob die Sachlage erst durch ein Gericht bestätigt werden muß. Mutter und Sohn stellen sich auf den Standpunkt, dass der Beweis für die Tat nicht gegeben ist, da ich ihn nicht "inflagranti" erwischt habe und direkt nach der Tat auch nicht festhalten konnte. Reicht dieser Sachverhalt - dass er in unmittelbarer Nähe des PKW aus dem direkten Bürogebäude aus gesehen wurde - für einen Beweis aus? Oder welcher Beweis ist noch anzuführen (Anzeige)? Ich würde mich scheuen, den eigenen Sohn anzuzeigen (bereits Vordelikte), um ihm nicht seinen kompletten weiteren weg zu verbauen; möchte aber auch dieses tätliche Verhalten nicht weiter dulden.

Vielen Dank!

Ergänzung vom Anwalt 01.12.2006 | 20:13

Sie als Geschädigter sind jedoch hier in der Beweispflicht.
Sofern die Sachbeschädigung dem Sohn objektiv nachgewiesen werden kann ist das ausreichend. Jedoch dürfte dies anhand der dünnen Beweislage schwierig sein. Sofern Ihre Existenz durch das Verhalten des Sohnes in Gefahr ist sollten Sie in Anbetracht der Häufigkeit der Beschädigungen bei einer Wiederholung an eine Strafanzeige denken.
Ergänzung vom Anwalt 01.12.2006 | 20:45

Sehr geehrter Fragesteller.

Sofern Sie sich bezüglich der Täterschaft des Sohnes 100%ig sicher sind, diese beweisen können und keine Strafanzeige stellen möchten, so können Sie die Zahlung um den von Ihnen angegebenen Betrag kürzen sofern der Lebensunterhalt des Sohnes hierdurch nicht gefährdet oder er dadurch auf andere Hilfe angewiesen ist.
Allerdings ist dieser Weg etwas riskant denn es könnte passieren, dass der Sohn als Unterhaltsberechtigter gegen diese Aufrechnung rechtlich vorgeht. Dann wären Sie in der Beweispflicht (für die Täterschaft des Sohnes). Ob die von Ihnen geschilderte "dünne" Beweislage ausreicht hängt von den Umständen (wer hat den Sohn gesehen, hat er sich gegenüber möglichen Zeugen mit der Tat gebrüstet, etc.)ab. Eine Einschätzung aus der Ferne ist hier leider nicht möglich.
Die Entscheidung ob es sinnvoll ist Ihren Sohn anzuzeigen oder nicht obliegt Ihnen. Eine Anzeige ist nicht zwingend notwendig. Es genügt wenn Sie im Bedarfsfall wie bereits erwähnt den notwendigen Beweis führen können.


Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -
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