Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Haftung bei unklarem Wasserschaden

| 28.01.2009 23:23 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Sehr geehrte Damen und Herren,

in einer Dachgeschosswohnung reinigte die Mieterin das Abflusssieb (geschraubt) der Dusche. Nach etwa einem Jahr fragte die Mieterin der darunter liegenden Wohnung an, ob ein Wasserschaden bekannt wäre, da im darunter liegenden Zimmer eine Wand nass sei. Die Nachschau ergab hierfür keinen Anhaltspunkt, sowohl der Fliesenboden wie auch die Verkleidung der Duschwanne zeigten keine Wasserspuren oder Feuchtigkeit. Auch im zurückliegenden Zeitraum waren keine Hinweise hierfür zu bemerken. Auf Benachrichtigung des Vermieters erneuerte ein "Fachmann" die Seitenfugen der Duschwanne mit der Aussage, dass hier Wasser ausgetreten sein könnte. Nachdem sich im folgenden Monat der Zustand nicht besserte, beauftragte der Vermieter einen anderen Handwerker, welcher die Fliesen-Verkleidung der Wanne entfernte und die Dichtung des Ablaufes erneutere. Nach dessen Aussage sei durch unsachgemäße Wieder-Befestigung des Ablaufes Wasser ausgetreten und habe den Wasserschaden verursacht.

Die Mieterin der feuchten Wohnung fordert nun den Ersatz der Kosten für die Behebung der Schäden der schimmelbefallenen Holzdecke und Wand (Kosten etwa 3.000 EUR). Ein verschimmelter Schrank wurde zwischenzeitlich von der Haftpflichtversicherung des Sohnes vom Vermieter ersetzt, welcher angegeben hatte, er hab den Ablauf nicht richtig befestigt. Der Vermieter teilte meiner Freundin nun mit, daß sie den von ihr verursachten Schaden der "Untermieterin" zu ersetzen habe. Die Schadenswiedergutmachung durch die HPV meiner Freundin wurde unter Hinweis auf die Aussage des Vermieter-Sohnes verweigert.

Meine Frage wäre nun, ob meine Freundin tatsächlich Schadensersatzpflichtig ist, obwohl die Ursache nicht nachweisbar ist und seit dem säubern des Abflusses und dem Schadenseintritt über 10 Monate lang Wasser ausgetreten sein müsste, ohne dass dies bemerkt worden wäre. Besteht im Haftungsfall ein Anspruch gegen die HPV meiner Freundin? Nach Auskunft des Vermieters besteht keine Gebäudeversicherung (Absicherung gg. Wasserschäden), auch aus der Nebenkostenabrechnung ist eine solche nicht ersichtlich.

Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen zur Erläuterung der Rechtslage.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Ihre Freundin wird dann für den Schaden aufkommen müssen, wenn Sie den Schaden durch eine unsachgemäß Befestigung des Ablaufs verursacht hat.
Die Gegenseite müsste hierfür allerdings nachweisen, dass der Wasserschaden auf ein Verschulden iihrer Freundin zurückzuführen ist.
Dieser Beweis wird vorliegend voraussichtlich nur über ein Sachverständigengutachten zu führen sein, dessen Ausgang nicht vorhergesehen werden kann.Ist nicht nachweisbar, dass ihre Freundin den Schaden verursacht hat, tritt keine Haftung ein.

Angenommen die Schadensursache könnte doch nachgewiesen werden und wäre auf ihre Freundin zuückzuführen, so besteht grundsätzlich - vorbehaltlich der Prüfung des Versicherungsvertrages - die Eintrittspflicht der Haftpflichtversicherung. Die falschen Angaben des Vermietersohnes werden hieran im Ergebnis nichts ändern, können sich aber natürlich für diesen nachteilig auswirken (Betrug).

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 28.01.2009 | 23:55

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die Auskunft. Liebe Grüße aus dem Allgäu."