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Haftung bei Wasserschaden


18.07.2006 14:21 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Wir wohnen in einem kleinen Haus, das an das Haus des Vermieters angebaut ist. Die Heizungsanlage des Vermieters ist kaputt gegangen und unser Keller mit Büro wurde unter Wasser gesetzt. Die Gebäudeversicherung des Vermieters bezahlt nun den Schaden am Haus, aber unsere Möbel die kaputt gegangen sind werden nicht erstattet. Unser Vermieter meint, wir müssten diesen Schaden selbst bezahlen, denn er könne ja nichts dafür, dass das Wasser aus seiner Heizung den Keller unter Wasser setzt.
Beschädigt wurde u.a. ein Vollholzschrank, ein Computer, Regale, Büromöbel, Akten etc. ungefähr ein Schaden von ca. € 4.000,--, auf dem wir nicht sitzen bleiben möchten.
Wir können und sollten wir hier vorgehen? Einen Streit vor Gericht mit unserem Mieter wollen wir allerdings nach Möglichkeit vermeiden. Mit recht herzlichem Dank.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Ihnen steht ein Anspruch wegen schuldhafte Eigentumsverletzung aus Delikt (§ 823 BGB) gegen Ihren Vermieter zu. Der Vermieter hat seine Verkehrssicherungspflicht verletzt, die Heizungsanlage, welche seinem Verantwortungsbereich zuzurechnen ist, so zu warten, dass keine schädigende Auswirkung auf Rechtsgüter der Mieter erfolgen kann. Da die Anlage in seinem Eigentum steht, kann er sich der Verantwortung nicht entziehen, außer er hätte Ihnen als Mieter vertraglich die Wartung übertragen, wovon ich nicht ausgehe.

Sie sollten Ihren Vermieter darauf hinweisen, dass Sie einen durchsetzungsfähigen anwaltlich geprüften Anspruch gegen ihn haben. Solche Schäden werden regelm. nur von der Grundbesitzerhaftpflichtversicherung getragen und nicht von der privaten Haftpflichtversicherung des Vermieters. Diese wird Ihr Vermieter nicht abgeschlossen haben, weshalb er sich auch weigert, den Schaden zu begleichen.

Sollte Ihr Vermieter sich auch auf sachlicher Ebene nicht einsichtig zeigen, empfehle ich, Ihrem Anspruch durch ein anwaltliches Schreiben Nachdruck zu verleihen. Die Kosten für die anwaltliche Beratung muss Ihr Vermieter ersetzen (weisen Sie hierauf schon im Vorfeld hin, dass überzeugt).

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion und auch zur weiteren Vertretung zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

M. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de
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