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Haftung bei Unfall / Kfz gestohlen


13.01.2018 11:15 |
Preis: 74,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Haftung bei Kfz Diebstahl

Hallo, ich habe eine Frage zur Haftung bei einem Kfz Diebstahl. Folgende Situation: Ein Kfz / Firmenwagen (Arbeitgeber = Versichericherungsnehmer) wird aus Versehen unverschlossen und mit steckendem Schlüssel / laufendem Motor „geparkt". Der berechtigte Fahrer entfernt sich für 1 Stunde. In der Zwischenzeit wird das Kfz gestohlen und vom Dieb damit vorsätzlich ein Unfall mit Personen- und Sachschaden verursacht. Wer haftet für diese Schäden daraus? Dass der Kasko-Schutz aufgrund grober Fahrlässigkeit entfällt, davon gehe ich aus. Also Schäden am Firmenwagen wird die Versicherung nicht übernehmen. Was ist jedoch mit den Personen- und Sachschäden aus dem Unfall? Haftet der berechtigte Fahrer auch unbegrenzt für die Schäden aus dem Unfall des Diebs? Kann die Versicherung den berechtigten Fahrer unbegrenzt in Regress nehmen oder nur begrenzt im Rahmen der Obliegenheitsverpflichtungen? Vielen Dank für Ihre Hilfe.

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Sehr geehrter Ratsuchender,


für Fremdschäden wird die KfZ-Versicherung eintreten, aber Regess beim Dieb als Verursacher und beim Arbeitnehmer nehmen können.

Gegenüber dem Dieb wird der Regress nicht begrenzt sein; gegenüber dem Arbeitnehmer hängt es zunächst von Versicherungsvertrag ab, da häufig eine Höchstbegrenzung (5.000,-- €) auch für den Fall des grob fahrlässigen Verschuldens (was hier mindestens vorliegen dürfte) vereinbart sein könnte - der Versicherungsvertrag wäre als zwingend vorab zu prüfen.


Ohne Begrenzung wird der Arbeitnehmer haften, hätte aber seinerseits einen Regressanspruch gegen den Arbeitgeber im Rahmen der Arbeitgeber/Arbeitnhmer-Haftung, so dass man hier auf die allgemeinen Regeln der Arbeitnehmerhaftung zurückgreifen müsste.

Danach haftet der Arbeitnehmer bei vorsätzlichem Verhalten vollständig, bei grob fahrlässigem Verhalten hafter der Arbeitnehmer zwar grundsätzlich auch voll, wobei eine Ausnahme von der vollen Haftung dann gemacht wird, wenn ein besonders hoher Schaden eingetreten ist und dadurch eine Existenzgefährdung des Arbeitnehmers vorliegt und kein Fall von gröbster Fahrlässigkeit gegeben ist. Wenn diese Ausnahme vorliegt, wird eine Quotelung des Schadens vorgenommen werden.

Allerdings wird man hier wohl von göbster Fahrlässigkeit ausgehen müssen, wenn man ein Fahrzeug mit laufendem Motor "parkt", was aber wieder von allen Gesamtumständen abhängt (wo gebarkt, warum Wagen verlassen etc.).


Daher wird eine Haftung des Arbeitnehmers hier sicherlich nie auszuschließen sein und die Höhe ist von den obigen Faktoren abhängig.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


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