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Haftung bei Gesellschafterdarlehen

01.09.2008 20:01 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Manfred A. Binder


Guten Tag,

ich bin momentan (gemeinsam mit meinem Bruder) an der GmbH CO KG meines Vaters unterbeteiligt. Im Zuge einer Umstrukturierung zwecks Nachfolgeregelung und Erbschaft sollen nun Gesellschaftsanteile an meinen Bruder und mich übertragen werden. Dies soll im Rahmen eines Gesellschafter-Darlehens geschehen. Da ich mich zur Zeit im Ausland befinde und keine optimale Einsicht in die Vorgänge in Deutschland habe, stehe ich diesem Plan etwas skeptisch gegenüber. Bei einer GmbH haftet man ja mit seiner Kapital-Einlage. Wenn ich z.B. ein Darlehen von 100.000,- € von der GmbH erhalte (welches als Einlage dient) und die GmbH muss ggf. insolvenz anmelden, wie sieht dann die Haftung aus?

Besten Dank im Voraus

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben und der Höhe Ihres Einsatzes wie folgt beantworte.

Mit dem zur Verfügungstellen des Darlehens erhält der Darlehensgeber bei Fälligkeit einen Rückzahlungsanspruch und ggf. einen Anspruch auf Zinsen. Im Fall einer Insolvenz der GmbH geht das Verwaltungs- und Verfügungsrecht auf den Insolvenzverwalter über. Soweit das Darlehen ausbezahlt ist, erhält der Insolvenzverwalter keinen Anspruch auf sofortige Fälligkeit des Darlehens. Er kann somit nur die jeweiligen Zinsansprüche wie die jeweiligen fälligen Rückzahlungansprüche geltend machen.

Dagegen werden im Falle einer Insolvenz der GmbH nur die Überschüsse in der Schlussverteilung an die Gesellschafter herausgegeben, was aber bei einer Überschuldung der Gesellschaft selten der Fall sein dürfte.

Im Klartext bedeutet dies, dass Ihre Einlage im Regelinsolvenzfall verloren sein dürfte, während aber das Darlehen weiterhin bedient werden muss.

Diese Folge ist im Übrigen unabhängig davon, ob Sie Geschäftsanteile im Wege einer Kapitalerhöhung übernehmen oder aber ob Sie die Gesellschaftsanteile eines anderen Gesellschafters übertragen bekommen, (insoweit waren Ihre Sachverhaltsangaben etwas unvollständig).

Grundsätzlich ist aber auf § 43a GmbHG (analog) hinzuweisen, wonach Darlehen, die Gesellschaftern gewährt werden, sofort zurückzugewähren sind, wenn sie aus dem zur Erhaltung des Stammkapitals erforderlichen Vermögen der Gesellschaft ausbezahlt werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in Ihrer Angelegenheit weiterhelfen konnte. Bei Unklarheiten verweise ich auf die kostenlose Nachfrageoption.


Mit freundlichen Grüßen

Manfred A. Binder
Rechtsanwalt


info@ra-manfredbinder.de

Ich darf schließlich noch auf Folgendes hinweisen:
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.


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