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Haftung Makler

| 07.02.2011 22:04 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Ein Makler vermittelte mir den Kauf eines Bürohauses. Das Gebäude war im Exposé auch als Bürohaus ausgewiesen.
Einen schriftlichen Maklervertrag mit AGBs gab es nicht.
Nun stellte sich heraus, dass in dem Haus lt. Bebauuungsplan keine Büronutzung erlaubt ist und die Büros zu Wohnungen umgebaut werden müssen.
Der Makler hat das vermutlich nicht gewußt, aber seine Provision für die Vermittlung eines Bürohauses erhalten.
Wie ist die Rechtslage?
Haftet der Makler für die Umbaukosten bzw. den Wertverlust des Hauses? Oder muss er seine Provision zurück bezahlen?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:



Der Makler erlangt seinen Provisionsanspruch dadurch, dass er entweder die Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrags nachweist oder den Abschluss eines Vertrags vermittelt.
Diese Voraussetzungen sind nach Ihrem Sachvortrag als gegeben anzusehen.

Hiervon zu unterscheiden ist der erstrebte Hauptvertrag zwischen dem Auftraggeber und einem Dritten.
Zwischen dem Makler und dem Drittem besteht keine Vertragsbeziehung.
Da der Makler auch regelmäßig nicht als Vertreter hinsichtlich des Hauptvertrages auftritt, besteht seine Aufgabe nur im Nachweis oder in der Vermittlung.

Eine Haftung des Maklers setzt voraus, dass dieser sich pflichtwidrig verhalten hat.

Dies ist dann gegeben, wenn der Makler Eigenschaften des Objekts behauptet oder sonstige - eigene oder sich zu Eigen gemachte - Informationen über dieses erteilt, ohne sich die dafür erforderlichen Grundlagen verschafft zu haben (vgl. BGH, Urt. v. 28.09.2000. III ZR 43/99).

Nach er Rspr. des BGH ist der Makler jedenfalls befugt, Informationen und Umstände, die ihm vojn dem Verkäufer benannt worden sind, vom Grundsatz her ohne Prüfung weitergeben darf (vgl. BGH, Urt. v. 16.09.1981 - IVa ZR 85/80).
Die Angabe "Bürohaus" im Expose ist wohl nicht ersichtlich unrichtig oder unplausibel. Vor diesem Hintergrund muss der Makler keine eigenen Ermittlungen dahingehend anstellen, ob die Angaben des Verkäufers richtig sind.

Vor diesem Hintergrund ist - vorbehaltlich einer eingehenden Prüfung - eine Haftung des Maklers eher nicht anzunehmen.



Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.



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